Fraktionschef Kai Hemsteeg: "Mit uns gibt es keine Verteufelung des Autos"
ESSENER BÜRGER BÜNDNIS ist entsetzt über die Pläne des OB zum Autoverkehr

Mit Entsetzen hat das ESSENER BÜRGER BÜNDNIS - FREIE WÄHLER (EBB-FW) auf den Vorstoß von Oberbürgermeister Thomas Kufen reagiert, den Autoverkehr noch mehr aus dem Stadtgebiet zu verdrängen. Er reiht sich damit in die immer größer werdene Riege der Auto-Hasser ein. "Es muss endlich Schluss sein mit der Stigmatisierung breiter Teile der Essener Bevölkerung. Vom Oberbürgermeister hätte ich mehr Weitsicht und eine Gesamtverantwortung für die Interessen aller Essener Bürger und weniger Beliebigkeit erwartet", findet EBB-FW Fraktionschef Kai Hemsteeg klare und kritische Worte für die Position des Oberbürgermeisters.

Ausgerechnet in Corona-Zeiten, in der sich das Auto gegenüber dem ÖPNV eindeutig als das beliebtere Verkehrsmittel bewiesen hat, noch stärker auf der Verbotswelle zu reiten und krampfhaft an einem idologisch geprägten Ratbeschluss festzuhalten zeigt einmal mehr, wie weit Kufen sich inzwischen von der Realität entfernt hat, wettert Hemsteeg weiter.

Nur um die Gunst der Grünen für eine Koalition nach den Kommunalwahlen am 13. September zu erheischen, schwimme Kufen im populistischen Sog des Mainstreams mit. "Das ist mehr als lausig" kommentiert Hemsteeg.

Der aktuelle Radfahrer-Hype ändere nach Einschätzung des EBB-FW nichts daran, dass der überwiegende Teil der Essener Bevölkerung zu den Autofahrern zählt und häufig aus beruflichen, familiären und gesundheitlichen Gründen zwingend auf das Auto angewiesen ist. Genau diesen Mitbürgerinnen und Mitbürgern stoße Kufen jetzt rüde, gnaden- und rücksichtslos vor den Kopf, so Hemsteeg weitere Kritik.

"Mit uns wird es keine weitere Verteufelung des Autos geben", stellt Hemsteeg unmissverständlich klar. Das EBB-FW favorisiere mit Nachdruck die freie Wahl des Verkehrsmittel und sei im Gegensatz zu Kufen weit davon entfernt, den Autofahrer gegen den ÖPNV-Nutzer und Radfahrer auszuspielen. "Das ist keine ganzheitliche Betrachtung, sondern eine einseitige und kleinkarierte Politik, von der wir uns in aller Deutlichkeit abgrenzen", beschreibt Hemsteeg den Standpunkt des EBB-FW.

Vor allen bei seinen OB-Kollegen aus München, Stuttgart und Wolfsburg dürfte Kufen mit seiner autofeidlichen Zielsetzung kaum gepunktet, sondern sich vielmehr ein verständnisloses Kopfschütteln eingehandelt haben. "Thomas Kufen setzt offensichtlich alles daran, dass das bundesweit arg angekratzte Image der Stadt Essen weiter beschädigt wird", zeigt sich Kai Hemsteeg fassungslos über den unglücklichen und kurzsichtigen Wahlkampf-Eifer des Oberbürgermeisters.

Autor:

Bernd Schlieper aus Essen-West

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