Für 150.000 Euro legt Privatinvestor Gehweg und Fußgängerampel am Schuirweg an

Auf der Westseite des Schuirwegs können Fußgänger künftig den Gehweg zur Meisenburgstraße nutzen. Ohne die Privatinitiative wären künftig erheblich mehr Fußgänger als bisher auf der Fahrbahn der stark befahrenen Landesstraße unterwegs. Derzeit wird der Autoverkehr mit Hilfe einer Baustellenampel geregelt.
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  • Auf der Westseite des Schuirwegs können Fußgänger künftig den Gehweg zur Meisenburgstraße nutzen. Ohne die Privatinitiative wären künftig erheblich mehr Fußgänger als bisher auf der Fahrbahn der stark befahrenen Landesstraße unterwegs. Derzeit wird der Autoverkehr mit Hilfe einer Baustellenampel geregelt.
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Fußgänger sieht man im oberen Bereich des Schuirwegs selten. Das ist auch gut so, denn sie müssen mangels Bürgersteig auf der Fahrbahn laufen. Wenn in ein bis zwei Monaten die ersten Flüchtlinge ins ehemalige Kloster einziehen, ist jedoch mit erheblich mehr Fußgängerverkehr zu rechnen. Deshalb werden jetzt Gehweg und Ampel angelegt - bezahlt von privater Seite.

Investor Peter Jänsch hat dem Bistum das Kloster Schuir abgekauft, nachdem die Barmherzigen Schwestern von der Hl. Elisabeth, wie berichtet, in ihren Schönebecker Neubau gezogen waren. Er lässt das weiße Gebäude umbauen und vermietet es an die Stadt, die dort Asylsuchende einziehen lassen wird.
Warnende Stimmen gab es von Anfang an in Bezug auf die Sicherheit der Fußgänger. Die Flüchtlinge werden vor allem den öffentlichen Nahverkehr nutzen. Der Weg dorthin hätte über die Fahrbahn des stark befahrenen Schuirwegs bis zur Haltestelle der Buslinie 142 an der Meisenburgstraße geführt. Eine gefährliche Route. Peter Jänsch: "Wahrscheinlich wären viele dann einfach über den Acker des Bauern gelaufen." Auch keine gute Alternative.

Flüchtlingsunterkunft wird bald bezogen

Von öffentlicher Hand war jedoch so schnell nichts zu erwarten, wenn überhaupt. Die Flüchtlingsunterkunft wird zwar von der Stadt genutzt, der Schuirweg aber ist Landesstraße. Weder Stadt noch Land verfügen über nennenswerte Mittel, und überhaupt hätte der Planungs- und Genehmigungsprozess lange gedauert.
Um die Unfallgefahr zu verringern, hat sich deshalb der Unternehmer entschlossen, selber für Abhilfe zu sorgen. Nach einiger Überzeugungsarbeit gegenüber dem Bauern, auf dessen Land eine Wegstrecke verläuft, konnten jetzt die Bauarbeiten begonnen werden. Der Weg wird von der zum Kloster führenden Kopfbaumallee aus bis hinauf zur Meisenburgstraße gestreckt, und zwar westlich des Schuirwegs.
Oben angekommen zeigt sich ein weiterer Hinweis für bisher geringes Fußgängeraufkommen: Die entsprechende Lichtsignalanlage muss an der vorhandenen Ampel der Kreuzung Schuirweg/ Meisenburg-/ Lilienthalstraße erst einmal angelegt werden. Immerhin ist auf der anderen Straßenseite bis zur Bushaltestelle ein Bürgersteig vorhanden.

Bisher gehen Fußgänger über die Fahrbahn

Rund 150.000 Euro steckt Peter Jänsch in die Maßnahme. Verpflichtet ist er dazu nicht. Er selbst kommentiert es mit einem kleinen Seufzer so: "Betrachten wir es als Spende."

Autor:

Sabine Pfeffer aus Essen-Kettwig

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