Flughafenkreuzung bleibt problematisch
Meisenburgstraße: Hilft ein Kreisverkehr gegen den Stau?

Unfälle - das Foto zeigt einen aus dem Jahr 2017 - gibt es seit der Umgestaltung an der Kreuzung Meisenburg-/Lilienthalstraße/Schuirweg seltener. Wesentlich häufiger  sind Staus. Doch bezweifelt man in der Verwaltung, dass ein Kreisverkehr Abhilfe bringen könnte.
  • Unfälle - das Foto zeigt einen aus dem Jahr 2017 - gibt es seit der Umgestaltung an der Kreuzung Meisenburg-/Lilienthalstraße/Schuirweg seltener. Wesentlich häufiger sind Staus. Doch bezweifelt man in der Verwaltung, dass ein Kreisverkehr Abhilfe bringen könnte.
  • Foto: Polizei Essen
  • hochgeladen von Sabine Pfeffer

Ein Vorschlag, der 2007 bereits von den Verwaltungen abgelehnt wurde, kommt jetzt neu in die Bezirksvertretung IX: ein Kreisverkehr für die Kreuzung Meisenburg-/Lilienthalstraße/Schuirweg. Begründung: Die Situation ist seither noch schlimmer geworden.

Ein entsprechendes Bürgerschreiben liegt den Kommunalpolitikern vor, wenn sie am 26. Februar ab 16 Uhr im Kettwiger Rathaus tagen. Darin führt der Autor die häufigen Staus an, die "unter Umständen bis weit in Richtung Kettwig bzw. Mülheim reichen", wie er erklärt.
Eine Beobachtung, die viele bestätigen können. Und auch wer aus Essen kommend nach Kettwig fährt, muss - nicht nur im Berufsverkehrn - oft eine Viertelstunde und länger im Stau verbringen, bevor er die Kreuzung hinter sich hat. Das liegt allerdings eher an der kurzen Grünphase der Ampel an der Autobahnauf- und abfahrt.
Im Bürgerschreiben wird die Hoffnung ausgedrückt, dass sich die problematische Situation durch die Einrichtung eines Kreisverkehrs entspannen könnte. Die Fläche reiche aus, Straßenbahnlinien oder Stromleitungen, die Konflikte bergen könnten, gebe es nicht.
Der Bezirksvertretung liegt zugleich eine frühere Stellungnahme der Verwaltung vor. Zwölf Jahre ist es her, da diskutierte das Kommunalparlament im Rahmen von Unfallschwerpunkten die Kreuzung am Flughafen. Schon damals gab es den Vorschlag eines Kreisverkehrs, allerdings auch Gegenstimmen, die befürchteten, ein solcher wäre weniger leistungsfähig, würde also in derselben Zeit weniger Autoverkehr abwickeln können als die Ampelanlagen.

Nur das Land könnte Änderung veranlassen

Ohnehin kann die Stadt Essen nicht viel ausrichten, handelt es sich doch um eine Kreuzung von Landesstraßen. Und der Landesbetrieb Straßen.NRW hat schon 2006 die Schaffung eines Kreisverkehrs ebenfalls mit der Warnung, dieser würde das Verkehrsausfkommen nicht bewältigen können, abgelehnt. Weitere Probleme, so heißt es in der damaligen Stellungnahme, ergäben sich durch die zu nahe liegende Ampel an der Autobahnanschlussstelle, die jeweils Pulks von Autos in einen Kreisverkehr leiten würde.
Gegen die Überlegung wurde ferner angeführt, dass die "Zufahrtsarme sehr unterschiedlich stark belastet" seien. Daran hat sich nichts geändert. Der Autoverkehr mag aus allen Richtungen zugenommen haben, aber nach wie vor fließt der größte Teil über die Meisenburgstraße. Entsprechend verlängert haben sich allerdings auch die Staus.

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