Mord durch Zwangskonvertierung

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Bericht zum 1. Jahrestag des Todes von Frau Ji In Gu

Der Todestag der Frau Ji In Gu, die auf tragische Weise in den Tod getrieben wurde, jährt sich in diesem Jahr das erste Mal. Die Südkoreanerin starb bei dem Versuch vor mehreren Pastoren, die an ihr eine erzwungene Konvertierung durchführten, zu fliehen. Zu diesem Anlass veranstaltete die Menschenrechtsorganisation HAC e.V. (Human Rights Association for Victims of Coercive Conversion Programs) der Niederlassung Essen eine andachtsvolle Trauer- und Gedenkveranstaltung mit Zeremonie. In dem neu angelegten und großen Krupp-Park in Essen kamen viele Freunde, Bekannte und Trauergäste für Frau Gu zusammen, um ihr und den vielen weiteren Opfern der erzwungenen Konvertierungen zu gedenken. Die rund eine Stunde andauernde Veranstaltung lockte zudem viele interessierte Besucher des Parks von allen Eingängen zu der Kundgebung.

Hintergrund der Gedenkzeremonie war der Tod der 27-Jährigen im letzten Jahr, der dem Christian Council of Korea zugeschrieben wird. Neben mehreren Rednern, darunter auch der Vorsitzende der Essener Menschenrechtsorganisation, Herr Hyeon Su Jeong, gab es eine poetische Lesung sowie eine musikalische Darbietung, und viele der Trauernden legten im Gedenken an die Verstorbene Blumen nieder.

Die Trauergesellschaft lief in einem friedlichen Marsch mit Banner und Plakaten, auf denen geschrieben stand: „Gegen Zwangskonvertierungen — Wir proklamieren ein neues Gesetz“ und „Wo Unrecht Recht ist, ist Widerstand Pflicht“ sowie auch Plakate mit persönlichen Worten der Verstorbenen: „Ich kann immer noch nicht glauben, dass ich entführt und eingesperrt wurde. Aber meine Familie ist nicht von selbst auf diese Idee gekommen. Sie folgten letztlich nur den Anordnungen der Pastoren der Zwangskonvertierungen des CCK“. Dies war das letzte Zeugnis der verstorbenen Frau Gu.

Trotz der nasskalten Witterungsverhältnisse versammelte sich die Menschenmenge, um der vielen Opfer der Zwangskonvertierungen zu gedenken. Bis zu dem Zeitpunkt, dass die Verletzung der Menschenrechte nicht beendet und im Besonderen die verfassungsrechtlich garantierte Religionsfreiheit verletzt werden, werden Veranstaltungen wie diese zum Alltag gehören.

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