Abbau von Arbeitsplätzen für höhere Dividenden
SPD Holsterhausen kritisiert Widia-Schließung

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Der US-Konzern Kennametal hat der Belegschaft des Widia-Werks in Holsterhausen am Donnerstag, den 11. Juni mitgeteilt, den Standort Mitte 2020 zu schließen. Rund 400 Beschäftigte sind von diesem Plan betroffen.

„Die Mitteilung kam nicht nur für die Belegschaft, sondern auch für die Lokalpolitik wie aus heiterem Himmel“, stellt Benno Justfelder, Vorsitzender der SPD Holsterhausen, fest. „Das Widia-Werk ist eine traditionsreiche feste Größe als Arbeitgeber hier im Stadtteil. Die angekündigte Schließung kritisieren wir daher aufs Schärfste.“

SPD-Ratsfrau Julia Jankovic hat ebenfalls kein Verständnis für den Stellenabbau: „Der Betriebsrat bescheinigt dem Konzern eine gute Wirtschaftslage. Die Vernichtung von 400 Arbeitsplätzen für eine ’schlankere Unternehmensstruktur‘ ist sozialpolitisch verantwortungslos. Das Vorhaben, den Betrieb auf andere Standorte in Asien zu übertragen, zeugt außerdem von Realitätsferne“, so Julia Jankovic weiter. „Wir Sozialdemokrat*innen stehen an der Seite der Beschäftigten und fordern Stadt und Land auf, sich für den Erhalt des Werks einzusetzen.“

Widia („Wie Diamant“) gehörte früher zum Krupp-Konzern und stellt auf Grundlage eines Patents aus dem Jahre 1927 Hartmetall her. Heute produziert der Betrieb Wendeschneidplatten zum Fräsen, die in der Automobilindustrie zum Einsatz kommen.

Autor:

Benno Justfelder aus Essen-Süd

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