SPD sieht in Fahrradstraße eine große Chance für Holsterhausen

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Die SPD Holsterhausen unterstützt die Einrichtung einer Fahrradstraße auf der Gemarken- und Keplerstraße. Trotz der nicht ganz so überzeugenden Vorstellung der Hannoveraner Agentur in der Bezirksvertretung im November 2019 bietet die Fahrradstraße die Chance, die Attraktivität der Einkaufsmeile auf längere Sicht zu steigern. Seit Dezember 2018 beschäftigen sich die Holsterhauser Sozialdemokrat*innen mit diesem Thema und haben dazu auch schon einen Antrag in der Bezirksvertretung III eingebracht, der mir Mehrheit angenommen wurde. Die Bedeutung der Einrichtung der Fahrradstraße gehört zu den Bedingungen des „Lead City“-Programms der Bundesregierung. Von den 21 Mio € sind 500.000 € für die Einrichtung von Fahrradstraßen vorgesehen. Werden die Fahrradstraßen nicht eingerichtet, muss das Geld zurück gezahlt werden.

Rechts-vor-Links-Regelung beibehalten

Bei der Vorstellung des Konzepts der Agentur sind viele Ideen der SPD Holsterhausen aufgenommen worden, wie etwa die Anbringung von Fahrradbügeln, die das Falschparken von Autos auf Bürgersteigen verhindern können. Auch das Anlegen von Baumscheiben an den Kreuzungsbereichen der Gemarken-, Menzel- und Keplerstraße findet die Zustimmung der SPD Holsterhausen. Dagegen lehnt die SPD Holsterhausen die Umwandlung der Gemarkenstraße in eine Vorfahrtstraße ab. „Der Gemarkenstraße wurde vor über 30 Jahren wegen vieler Unfälle das Vorfahrtsrecht genommen und die Rechts-vor-Links-Regel gilt seitdem. Mit großem Erfolg. Die Gemarkenstraße ist eine Einkaufsstraße und keine Durchgangsstraße. Tagsüber sind hier viele Fußgänger*innen unterwegs, ob auf dem Weg zur KITA, zur Schule, zum Büro. Sie gilt es vor Rasern zu schützen. Da hilft es am Besten, die aktuelle Regelung beizubehalten. Die Kommunen in NRW haben das Recht, Fahrradstraßen auch ohne Vorfahrtregelung zu genehmigen,“ erklärt der Vorsitzende des Kommunalpolitischen Arbeitskreises des SPD-Ortsvereins, Alexander Nolte, die ablehnende Haltung seiner Partei zu der geplanten Vorfahrtregelung auf der Gemarkenstraße.

Genaues Zählen der Parkplätze ist notwendig

In der Kritik steht ebenfalls der Wegfall von Parkplätzen, der insgesamt ca. 10 Prozent der Gesamtzahl der legalen Parkplätze ausmacht. Dabei ist zu bemerken, dass die Anzahl der angemeldeten Fahrzeuge die Anzahl der legalen Parkplätze deutlich übersteigt. Deshalb muss sehr genau gezählt werden. Wurden die im Sommer als Außengastronomie genutzten Parkboxen mitgezählt? Was ist mit den Stellplätzen in den Lieferzonen? An den Säulen für E-Mobile? Der SPD-Ratsherr Hans Aring kritisiert die wenig transparente Öffentlichkeitsarbeit der Stadtverwaltung und der Politik: „Es war und ist deutlich mehr Öffentlichkeitsarbeit notwendig, damit die Verkehrsberuhigung durch Fahrradstraßen in der Bevölkerung akzeptiert wird.“

Insgesamt überwiegen die positiven Signale der Planung. Optisch werden die betroffenen Straßen aufgehübscht. Die Kahrstraße wird endlich eine 30er-Zone, was auch diese Straße entschleunigt und sicherer macht. Der westliche Teil der Gemarkenstraße könnte davon profitieren, weil Radfahrer bei entsprechender Außengastronomie im Sommer dort verweilen können. Die Keplerstraße könnte durch die Maßnahmen uninteressant für Raser werden.

Der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Benno Justfelder hält die grundsätzliche Ablehnung einer Fahrradstraße von Teilen der Bevölkerung für wenig plausibel: „Wer eine Steigerung der Attraktivität in Holsterhausen und insbesondere auf der Gemarkenstraße will, ein noch immer drohendes Dieselfahrverbot für den Essener Westen vermeiden will, der darf die Fahrradstraße nicht ablehnen, sondern sollte sich mit den Vor- und Nachteilen auseinander setzen und diese mit gestalten.“

Autor:

Benno Justfelder aus Essen-Süd

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