Umleitung Hufelandstraße: Viel Stau, viel Stress

Die Straßenbahnhaltestelle vor dem Uni-Klinikum wird barrierefrei umgebaut. Aus diesem Grunde ist eine großräumige Umleitungsstrecke eingerichtet worden. In der ersten Woche hat es große Probleme gegeben.
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Seit nunmehr einer Woche gibt es eine Umleitung für die Baustelle zur Einrichtung einer barrierefreien Straßenbahnhaltestelle vor dem Uni-Klinikum, damit der Verkehr großzügig an der Baustelle vorbei durch Holsterhausen geschleust wird. Die Bilanz der ersten Woche ist dabei ziemlich ernüchternd. Viele Autofahrer sind angesichts der langen Staus, der langen Ampelphasen und der verstopften Schleichwege schier genervt. Auch viele Anwohner sind angesichts des sich stauenden Verkehrs mit seinen Emissionen mit Abgasen und Lärm am "Rande des Nervenzusammenbruchs". Auf der bürgeröffentlichen Mitgliederversammlung der SPD Holsterhausen am 1. Juni nutzten einige Anwohner die Anwesenheit des Bezirksbürgermeisters Klaus Persch, das Thema offen anzusprechen.

Die anwesenden Anwohner klagten über Staus auf der Hufelandstraße in Höhe der Staatsanwaltschaft, in der Virchowstraße, auf der Holsterhauser Straße zwischen Gemarkenplatz und Holsterhauser Platz. Die Sommerhitze mit einer Temperatur von bis zu 35° im Schatten sorgten dafür, dass die Situation sich verschärfte. Angesichts der langen Bauphase muss die Einrichtung der Umleitung samt den Ampelphasen im Umfeld der Baumaßnahme noch einmal hinterfragt werden. Deshalb fordert die SPD Holsterhausen einen zeitnahen Ortstermin der Bezirksvertretung III mit der Verwaltung, um die ärgsten Belästigungen abzumildern. "Als Pendler in den Essener Norden und von dort nach Holsterhausen zurück musste ich in dieser Woche auch mehrfach wesentlich längere Fahrtzeiten in Kauf nehmen. Der Stau im Umleitungsbereich hatte Auswirkungen bis in die Nebenstraßen des Gemarkenplatzes und der kleineren Straßen zwischen Hufeland- und Holsterhauser Straße," kann der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Benno Justfelder den Unmut vieler Anwohner und Autofahrer nachvollziehen.

Der Anwohner Wilhelm Danielcik aus der Pettenkoferstraße war über 40 Jahre Polizist und musste sich über einige Dinge wundern: "Meiner Meinung und Erfahrung sind die Ampelphasen falsch geschaltet. Man sollte die Fußgängerampel an der Holsterhauser Ecke Bardelebenstraße für eine Zeit abschalten, dafür im Kreuzungsbereich Holsterhauser Ecke Virchowstraße eine Fußgängerampel einbauen, um an dieser Stelle die Querung über die Holsterhauser Straße zu ermöglichen. Damit könnte man die Ampelphasen ändern und Rückstaus verhindern." Bezirksbürgermeister Klaus Persch (SPD) nahm die Diskussion auf der bürgeröffentlichen Mitgliederversammlung gleich am Freitag die zuständigen Stellen bei der Verwaltung und bei der EVAG zu kontaktieren, um sie über die Situation in Holsterhausen aufmerksam zu machen. Die Vertreter der Verwaltung und der EVAG sagten zu, schon am Freitag die Umleitungsstrecke abzugehen und sich ein Bild davon zu machen, wie der Verkehr läuft. Besondere Berücksichtigung brauchen die U 17 und die Buslinie 160, die in Einbahnstraßenregelung durch die Virchowstraße geführt werden muss. Vor den Sommerferien soll nach Auskunft der Verwaltung die Umleitungsstrecke wieder abgebaut sein. "Wir vernehmen es mit Wohlwollen, dass die Umleitung vor den Sommerferien beendet sein wird," hofft der Ortsvereinsvorsitzende Benno Justfelder.

Autor:

Benno Justfelder aus Essen-Süd

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