Unfall Rubensstraße: Kein Stückwerk sondern ein Gesamtkonzept muss her

Die Fahrgäste der Linie 106 sind an solchen Haltestellen stark gefährdet, weil manche Autofahrer*innen an der haltenden Straßenbahn vorbeifahren, obwohl der Blinker des Schienenfahrzeugs noch blinkt, weil Fahrgäste noch aussteigen wollen.
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  • Die Fahrgäste der Linie 106 sind an solchen Haltestellen stark gefährdet, weil manche Autofahrer*innen an der haltenden Straßenbahn vorbeifahren, obwohl der Blinker des Schienenfahrzeugs noch blinkt, weil Fahrgäste noch aussteigen wollen.
  • hochgeladen von Benno Justfelder

Anfang Januar hat es einen Verkehrsunfall an der Haltestelle Rubensstraße mit einer schwer verletzten Schülerin gegeben, der Anlass zum Nachdenken über eine verbesserte Sicherheit an den Haltestellen gibt. In der Sitzung der Bezirksvertretung III im Februar 2021 wurde über einen Antrag der CDU beraten. Man einigte sich auf einen Ortstermin, der bisher wegen der anhaltenden Pandemie noch nicht stattfinden konnte.

Die SPD Holsterhausen beriet in ihrem Kommunalpolitischen Arbeitskreis (KAK) über dieses schlimme Ereignis und begann mit der Suche nach Lösungen für die unbefriedigende Situation auf der Rubensstraße. Der Sprecher des KAK, Alexander Nolte, kann mit den Vorschlägen der CDU Holsterhausen nur begrenzt was anfangen: „Die Vorschläge der CDU würden zeitnah keine Veränderungen erwirken. Planung und Umsetzung würden länger dauern, als es bei unseren Vorschlägen der Fall wäre.“

Die SPD-Bezirksvertreterin Iris Dziura: „Dieser furchtbare Unfall darf sich nach Möglichkeit nicht wiederholen und die Bezirksvertretung möchte mehrheitlich eine schnell umsetzbare Lösung, um die Fahrgastsicherheit beim Ein- und Ausstieg an den Straßenbahnhaltestellen „Rubenstraße“ und „Holsterhauser Platz“ nachhaltig zu verbessern. Daher haben sich die Bezirksvertreter:innen zunächst auf einen Vororttermin verständigt, um gemeinsam mit den Verantwortlichen der Verwaltung und der Ruhrbahn umsetzbare Lösungsansätze zu finden. Eine Verlegung von Straßenbahnhaltestellen wie im CDU-Antrag gefordert, führt sicher nicht zu einer zeitnahen Verbesserung und ist zudem mit enormen Kosten verbunden. Pragmatischer und kostengünstiger sind da sicher die Ausweitung der 30 km/h Zone, reflektierende Fahrbahnpiktogramme und eine bessere Ausleuchtung der Haltestellen, gerade in der dunklen Jahreszeit. Auf der Rubenstraße zwischen der Gemarkenstraße und der Hufelandstraße sind täglich neben vielen anderen auch hunderte Schüler:innen unterwegs. In den Cranachhöfen ist noch ein Kindergarten hinzugekommen. Die Kinder und Jugendlichen auf diesem Straßenabschnitt kommen zu Fuß, mit der U- oder Straßenbahn, dem Fahrrad oder dem Elterntaxi zu ihren Lern- und Betreuungseinrichtungen. Daneben lockt der neue Vollsortimenter in den Cranachhöfen viele Kunden. Es ist rummeliger geworden und die Unfallgefahr gestiegen. Wir müssen diesen Teilabschnitt der Hauptverkehrsstraße einfach neu denken.“

Der Vorsitzende der SPD Holsterhausen, Benno Justfelder, plädiert für ein Gesamtkonzept auf der Rubensstraße zwischen Keplerstraße und dem Eingang des Uni-Klinikums: „Auf der gesamten Strecke zwischen Keplerstraße und Uni-Klinikum sollte die 30 km/h Zone erweitert werden. Auch die zeitliche Beschränkung der 30er Zone sollte aufgehoben werden, weil es nicht wenige Autofahrer*innen am Abend gibt, die die gut ausgebaute vierspurige Rubensstraße zu ihrer persönlichen Rennstrecke umwidmen. Dabei fahren bis spät Abends die Straßenbahnen und an den ungesicherten Haltestellen warten noch immer Personen. Durch zusätzliche Einbauten und unübersehbare Signale müssen die Menschen vor Rasern geschützt werden.“

Die Vertreter*innen der SPD Holsterhausen gehen von einer einvernehmlichen Lösung in der Bezirksvertretung III aus, damit die Stadt und die Ruhrbahn zügig die Entscheidung der BV umsetzen.

Autor:

Benno Justfelder aus Essen-Süd

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