Nur noch ein Thema Corona
Diese Medikamente und Wirkstofe werden schon für den Einsatz gegen Corona getestet.

Eigentlich jeden Tag Schreckensmeldungen in den Medien. 
Aber im Hintergrund wird schon viel gearbeitet, um den Virus zu besiegen.
Hier ein Auszug vom VFA ( Die forschenden Pharma Unternehmen).
Auf dieser Seite gibt es immer aktuelle Informationen und nicht nur Schreckensmeldungen.
Daher hier nur ein Auszug. Man sieht es wird eine Menge getan, es wird aber noch dauern.
Daher Soziale Kontakte beschränken und Hygiene.
Mehr können wir "normalos" erst mal nicht tun.  

Quelle Homepage VFA
Laufende Projekte für das Umwidmen therapeutischer Medikamente
Diese Übersicht wird laufend aktualisiert. Sie erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Antivirale Medikamente

Remdesivir wurde von Gilead Sciences ursprünglich gegen Ebola-Infektionen entwickelt (gegen die es sich nicht bewährt hat), zeigte aber im Labor Wirksamkeit gegen MERS-Viren. Nun wird der Wirkstoff in mehreren Studien gegen SARS-CoV-2 erprobt.

CytoDyn prüft, ob sein Antikörper-Wirkstoff Leronlimab gegen das Coronavirus wirksam ist. Entwickelt wird er seit längerem gegen HIV und tripel-negativen Brustkrebs, wofür er auch schon in Studien erprobt wird. Nun ist eine Phase-II-Studie zu Covid-19 beantragt.

AbbVie hat ein weiteres HIV-Medikament mit der Wirkstoffkombination Lopinavir / Ritonavir chinesischen für die Erprobung als Covid-19-Therapeutikum zur Verfügung gestellt. Studien mit Patienten laufen, darunter auch eine Studie, in der die Patienten zusätzlich Novaferon von Beijing Genova Biotech inhalieren. Dieses Alpha-Interferon ist in China zugelassen zur Therapie von Hepatitis B.

Das Unternehmen Ascletis Pharma kombiniert Ritonavir stattdessen mit einem in China gegen Hepatitis C zugelassenen Medikament mit dem Wirkstoff Danoprevir. Studien laufen.

In China wurden ferner dem Unternehmen Zhejiang Hisun Pharmaceutical klinische Studien zur Covid-19-Therapie mit einem antiviralen Medikament mit dem Wirkstoff Favilavir genehmigt. Favilavir hat bislang nur eine Zulassung für die Grippetherapie (in Japan und China).

Ebenfalls eigentlich gegen Grippe in Entwicklung ist ATR-002, ein Kinaseinhibitor des Unternehmens Atriva Therapeutics in Tübingen. Nun prüft das Unternehmen, ob der Wirkstoff auch die Vermehrung von SARS-CoV-2 hemmen kann.

APEIRON Biologics (Wien) und die Universität von British Columbia wollen das Medikament APN01 erproben, das aus der SARS-Forschung hervorgegangen ist und zwischenzeitlich auch schon in Patientenstudien gegen andere Lungenerkrankungen erprobt wurde. Es blockiert ein Molekül an der Oberfläche der Lungenzellen, das die Viren als Angriffspunkt für den Eintritt in die Zellen nutzen.

Chloroquin ist eigentlich als Wirkstoff in Malaria-Medikamenten bekannt geworden, wurde aber in den letzten Jahren nur noch wenig verordnet. Mittlerweile ist aber bekannt, dass der Wirkstoff auch antiviral eingesetzt werden kann. Nach positiven Labortests gegen SARS-CoV-2 kam von chinesischen Forschern inzwischen auch die Nachricht, dass sich Chloroquin in einer klinischen Studie als wirksam erwiesen habe. Das Unternehmen Bayer hat daraufhin die Produktion seines Originalpräparats mit Chloroquin wieder hochgefahren.

Auch Malariamedikamente mit dem ähnlichen Wirkstoff Hydroxychloroquin werden derzeit in Studien geprüft. Das Unternehmen Novartis hat zugesagt, diese Anstrengungen zu unterstützen und im Fall positiver Bescheide der Arzneimittelbehörden Ende Mai bis zu 130 Millionen Dosiseinheiten davon für die Behandlung von Menschen weltweit zur Verfügung zu stellen.

Das Unternehmen Sanofi stellt ein weiteres Malaria-Medikament mit dem Wirkstoff Plaquenil für die Behandlung Erkrankter zur Verfügung, nachdem erste Studien zu seiner Eignung gegen Covid-19
vielversprechend ausfielen. Es soll aber zunächst in größere Studien weiter erprobt werden.

Vom bisherigen Anwendungsgebiet her eigentlich kein antiviraler Wirkstoff ist Camostat Mesilat – ein Medikament damit hat in Japan eine Zulassung gegen Bauchspeicheldrüsenentzündung. Forscher eines deutschen Konsortiums von Forschungseinrichtungen unter Führung des Deutschen Primatenzentrums in Göttingen haben aber festgestellt, dass er im Labor ein Enzym von Lungenzellen hemmt, das für das Eindringen der SARS-CoV-2-Viren esseziell ist. Sie planen deshalb, es in klinischen Studien zu testen.

Auch der Wirkstoff Brilacidin des Unternehmens Innovation Pharmaceuticals wurde ursprünglich nicht gegen Viren entwickelt. Vielmehr wird er derzeit zur Therapie von entzündlichen Darmerkrankungen und Entzündungen der Mundschleimhaut erprobt. Jedoch ist zu erwarten, dass er die äußere Hülle des SARS-CoV-2-Virus angreifen kann. Dies wird derzeit in Zellkulturen geprüft.

Auch nicht gegen Viren, sondern gegen Multiple Sklerose zugelassen ist Interferon beta-1a. In Laborversuchen konnte der Wirkstoff aber die Vermehrung der verwandten SARS-Viren aufhalten. Das deutsche Unternehmen Merck stellt das Medikament nun für Studien zur Verfügung, die das französische Forschungsinstitut INSERM mit Covid-19-Patienten durchführt.

Pfizer erprobt derzeit im Labor weitere antivirale Wirkstoffe, die das Unternehmen schon zuvor gegen andere Viren entwickelt hat. Sollten sich ein oder mehrere davon in Labortests bewähren, würde Pfizer sie den einschlägigen toxikologischen Tests unterziehen und Ende 2020 mit der Erprobung mit Menschen beginnen. Auch MSD untersucht derzeit, welche seiner antiviralen Wirkstoffe gegen SARS-CoV-2 wirksam sein könnten. Novartis untersucht, welche eigenen Produkte und welche Substanzen aus der eigenen Substanzbibliothek für Wirkstoffentwicklung sich auch für eine Behandlung von Covid-19-Patienten eignen könnten – sei es als antivirales Medikament, sei es auf andere Art .
Neue Medikamente gegen SARS-CoV-2
Eine der ältesten Methoden der Medizin zur Bekämpfung von Erregern ist, Patienten die Antikörper aus dem Blutserum von Personen (oder Tieren) zu spritzen, die die Krankheit bereits überstanden haben. Schon das Diphtherie-Antiserum von Emil von Behring von 1891 wirkte so, auch wenn damals niemand etwas von Antikörpern wusste. Ein anderes Beispiel sind die Spritzen zur Passivimmunisierung ("Passivimpfung") von Personen, die sich mit Tetanus angesteckt haben könnten, weil sie nicht dagegen geimpft sind. Vor kurzen haben auch mehrere Antikörper enthaltende Ebola-Medikamente in Studien eine hohe Wirksamkeit gezeigt.

Bei den meisten Projekten zur Neuentwicklung von Medikamenten gegen SARS-CoV-2 steht deshalb ebenfalls das Blutserum vormaliger Covid-19-Patienten im Zentrum, das sogenannte „Rekonvaleszentenserum“. Die Hoffnung ist, dass einige der darin enthaltenen Antikörper imstande sind, SARS-CoV-2 im Körper vermehrungsunfähig zu machen.

Dieser Rationale folgt ein Projekt des Unternehmens Takeda: Dort will man im Rahmen des Projekts TAK-888 ein Antikörpergemisch aus dem Blutplasma von Personen gewinnen, die von Covid-19 genesen sind (oder später von Menschen, die gegen Covid-19 geimpft wurden). Solch ein Gemisch heißt anti-SARS-CoV-2 polyclonal hyperimmune globulin (H-IG); die Behandlung damit "Passivimmunisierung".

Weitere Unternehmen und Forschungsgruppen in der Welt folgen ebenfalls diesem Grundgedanken, gehen aber biotechnisch einen Schritt weiter: Sie gehen ebenfalls von Rekonvaleszenten-Serum aus, picken aber die bestgeeigneten Antikörper heraus und "kopieren" sie dann mit biotechnischen Mitteln, um damit ein Medikament herzustellen. Eins dieser Projekte wird vom schwedischen Karolinska Institut verfolgt. Ein weiteres betreiben die Unternehmen AbCellera und Lilly, die verkündet haben, dass binnen Monaten mit den wirksamsten von mehr als 500 gewonnenen Antikörpern ein Medikament entwickelt werden soll, dass mit Patienten erprobt werden kann. Auch AstraZeneca arbeitet daran, auf diese Weise ein Medikament zu entwickeln.

Autor:

Thomas Umbehaue aus Essen-Süd

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