Frisches Obst direkt von Strauch und Baum
Wo nascht es sich am besten im Essener Süden?

Diese Esskastanie blickt direkt auf die Gruga.
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  • Diese Esskastanie blickt direkt auf die Gruga.
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Viele kennen das: Beim Blick in den Keller der Großmutter, finden sich Regale voll mit Einmachgläsern. In den letzten Jahren hat dieser Trend auch die jüngere Generation wieder erfasst und selbstgemachte Marmeladen, Chutneys und Liköre feiern ihre Rückkehr in die deutschen Küchen. Die Zutaten lassen sich oftmals ganz einfach kostenlos besorgen und dies direkt in der Nachbarschaft!

Es duftet verführerisch nach Apfel und Zimt, das Aroma von frischen Birnen liegt in der Luft. Keine Frage: Hier verarbeitet jemand frisches Obst zu Leckereien. Das kann ohne den Gang in den Supermarkt gelingen, denn auch im Essener Süden finden sich viele Obstbäume oder -sträucher an öffentlichen Plätzen. Dort können die Früchte einfach geerntet werden.
So finden sich im Stadtgarten zwei Esskastanien. Diese tragen in diesem Jahr besonders reich. Läuft man von dort die Moltkestraße in Richtung Ruhrallee weiter, findet man hinter der Bahnstrecke rechts einen kleinen Park in welchem viele Brombeersträuche wachsen. Hier gilt es vorsichtig zu sein, denn die Sträucher wachsen nahe der Bahnlinie. Es lohnt sich grundsätzlich die Augen auf der Suche nach Brombeerhecken offen zu halten. Die Sträucher verbreiten sich schnell und stark und sind insbesondere auch entlang der Ruhr und im Walpurgistal immer wieder zu finden. Da das Pflücken eine ziemliche Sauerei sein kann, empfiehlt es sich kleine Eimer oder Schüsseln sowie feuchte Tücher für die Finger einzupacken.
Ein Stück weiter die Straße entlang wartet eine Kornelkirsche auf ihre Entdeckung. Die eher unbekannte Pflanze kann pur gegessen oder eingemacht werden.
Ein Tipp einer Nutzerin auf mundraub.org ist eine Bärlauchstelle an der Kaninenberghöhe. Bärlauch kann für Suppe oder zum Würzen von Fleischgerichten genutzt werden. Aktuell findet sich an dem beschriebenen Waldweg kein Bärlauch, dies soll jedoch im Frühjahr anders sein.
An der Oberstraße, einer Parallelstraße zur Frankenstraße findet sich, ebenfalls der Website zufolge, eine gelbe Mirabelle. Diese Früchte schmecken fast wie Pflaumen und sind sehr lecker als Kuchen oder Likör.
Die im Internet benannten Stellen zur Haselnussernte sind leider nicht mehr aktuell. Hier scheinen in den vergangenen Jahren einige Sträucher entfernt worden zu sein.
Eine gute Idee kann es sein, bei Nachbarn mit Obstbäumen oder in Schrebergartenkolonien anzufragen. Insbesondere in sehr ertragreichen Jahren, wie beispielsweise im letzten Jahr, wissen viele Gärtnern kaum noch wohin mit den Lebensmitteln und freuen sich, diese in gute Hände abzugeben.
Bei der Verarbeitung von selbstgepflücktem Obst ist es wichtig, die Früchte auf Insektenbefall, zum Beispiel Würmer zu untersuchen und faule Früchte vor der Verarbeitung zu entsorgen. Es gilt zudem: Hände weg von Fallobst, denn dieses ist in der Regel überreif und kann nicht mehr verarbeitet oder genossen werden. Außerdem sollte das Gesammelte gut gewaschen werden, insbesondere, wenn es entlang stark befahrener Straßen gesammelt wurde. Der gesunde Menschenverstand gebietet es zudem, keine unbekannten Früchte zu essen. Wenn Sie sich unsicher sind, ob das Gepflückte wirklich genießbar ist: Finger weg!
Extratipp: Bei einigen Sorten lassen sich eigene Pflanzen auf den Kernen ziehen - und das kinderleicht. Viele gute Anleitung dafür finden sich im Internet. Und so könnte schon im nächsten Jahr beispielsweise eine Kirsche auch auf Ihrem Balkon wachsen.

Autor:

Meike Coenders aus Essen-Süd

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