BVB und S04 mit unterschiedlichem Glück

Thomas Delaney (r.) und der BVB feierten einen knappen und am Ende glücklichen Heimsieg gegen den FSV Mainz 05.
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  • Foto: Stephan Schütze
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Der 29. Bundesliga-Spieltag hielt keine sonderlich großen Überraschungen parat. In Dortmund und für Schalke standen jeweils die Torhüter im Mittelpunkt. Trainer Martin Schmidt feierte ein wildes und erfolgreiches Debüt für den FC Augsburg, während sich Stuttgarts Santiago Ascacibar eine hässliche Szene leistete.

Im Meisterschaftskampf zwischen dem FC Bayern München und Borussia Dortmund hat sich faktisch nichts geändert. Der Titelverteidiger und Tabellenführer gewann souverän und in einem beinahe freundschaftlichen Kick bei chancenlosen Fortunen aus Düsseldorf mit 4:1. Einen ähnlicher Spielverlauf wie noch beim 3:3 in der Hinrunde war zu keinem Zeitpunkt nur im Ansatz zu erkennen.

BVB mit zwei völlig unterschiedlichen Halbzeiten

Der Tabellenzweite Borussia Dortmund bleibt aber am FC Bayern dran und nur einen Punkt entfernt. Der Unterschied: Der BVB mühte sich zu einem 2:1-Heimsieg über den FSV Mainz 05. Dabei hatten die Schwarz-Gelben in der ersten Halbzeit alles im Griff und führten hochverdient 2:0. Doch nach der Pause war das Team von Trainer Lucien Favre nicht wiederzuerkennen.

Selbiges galt aber ebenso für den Gegner. Die Mainzer belohnten sich dann auch im Laufe des Spiels für einen viel engagierteren Auftritt mit dem Anschlusstreffer. Dass es nicht zu mehr reichte, lag am eigenen Unvermögen und vor allem an BVB-Torwart Roman Bürki, der mehrfach glänzen konnte. So sehr und oft, dass während und nach dem Spiel sein Name von den Fans anerkennend gerufen wurde.

Außer Nübel: Schalke-Fans gegen alle Spieler

Ähnliche Szenen gab es bereits Freitagabend in Nürnberg. Dort wurde Schalke-Torwart Alexander Nübel gefeiert. Von den Mitspielern und auch von den Fans. Letztere brachten ihre Anerkennung aber auch anders zum Ausdruck. „Außer Nübel, könnt ihr alle gehen“ skandierten die S04-Anhänger. Nicht zum ersten Mal in diesem Jahr.

Zum wiederholten Male bewahrte der deutsche U21-Nationaltorhüter die „Knappen“ vor einem Punktverlust. In Nürnberg sicherte er dieses Mal einen Punkt beim 1:1-Remis. Dabei gingen die Gastgeber sogar zehn Minuten vor Spielende in Führung. Doch die Königsblauen glichen nur zwei Zeigerumdrehungen später aus.

Nürnberg verpasst wiederholt Big Points im Abstiegskampf

Der S04 spielte allerdings schwach, wie auch Trainer Huub Stevens nach dem Spiel zugab. Davon konnte sich der FCN aber auch nichts oder zumindest wenig kaufen. Der Aufsteiger und Tabellenvorletzte verpasste mit dem Unentschieden noch näher an den Relegationsrang 16 und den VfB Stuttgart heranzurücken. So sind es drei Zähler Rückstand, obwohl einer möglich gewesen wäre. Bereits eine Woche zuvor verspielte der FCN eine 1:0-Führung in Stuttgart. Am Ende hieß es 1:1.

Apropos Stuttgart: Dass der VfB sich nicht absetzen konnte, lag auch an der eigenen 0:1-Heimniederlage gegen Bayer Leverkusen, das nach drei Niederlagen in Folge inklusive satter elf Gegentore per Elfmeter mal wieder zu einem Erfolg kam. Nach dem Spiel aber sprach keiner mehr über den Sieg, sondern einzig und allein über Santiago Ascacibar.

Ascacibar spuckt Havertz ins Gesicht

Der Stuttgarter spuckte Leverkusens Kai Havertz in der Nachspielzeit an, griff ihm ins Gesicht und rempelte auch noch den Schiedsrichter Tobias Stieler nach seiner Roten Karte. Die Folge für das hässliche und dumme Verhalten dürfte eine lange Sperre nach sich ziehen. Durchaus so lange, dass der Mittelfeldspieler in den restlichen fünf Partien gar nicht mehr zum Einsatz kommt.

Seinen ersten Einsatz als neuen Trainer vom FC Augsburg hatte Martin Schmidt, der unter der Woche auf den entlassenen Manuel Baum gefolgt war. In einem wilden und hitzigen Spiel in Frankfurt gewann der FCA 3:1. Das Spiel ging hin und her, die Frankfurter verloren ihren Kapitän Fernandes bereits zu Beginn der zweiten Halbzeit wegen einer Gelb-Roten Karte, ehe die stark und wie befreit aufspielenden Augsburger anschließend mehrfach verpassten, noch höher zu siegen. Beinahe hätte die SGE, die die meisten Platzverweise in allen Pflichtspielen hinnehmen musste, aber noch ausgleichen können.

MSV in Paderborn chancenlos

Chancenlos war hingegen der MSV Duisburg in der 2. Liga beim 0:4 in Paderborn. Während die Paderborner weiterhin auf den Relegationsplatz drei schielen, rutschte der MSV wegen des 1:1 vom FC Ingolstadt gegen Holstein Kiel auf den letzten Platz ab. Der Rückstand auf den Relegationsrang 16 beträgt vier Punkte.

Der VfL Bochum beendete hingegen seine Talfahrt und gewann 3:2 gegen Greuther Fürth. Damit hat der VfL nun elf Zähler Vorsprung auf eben jenen Relegationsrang 16, wodurch wohl nun doch die letzten Zweifel am Klassenerhalt weggewischt werden können.

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