Neuer TV-Deal steht bevor
Erik Stoffelshaus: Zustände in Deutschland paradiesisch

Der prominente Steilpass-Tipper Erik Stoffelshaus sieht der Vergabe der neuen TV-Rechte für die Bundesliga entspannt entgegen.
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  • Foto: Oliver Schaper
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Nicht mehr lange und die Deutsche Fußball Liga (DFL) gibt bekannt, wer die Bundesliga von der Saison 2021/2022 an bis einschließlich 2024/2025 live übertragen darf. Derzeit feilschen mehrere Interessenten um die begehrten TV-Pakete. Während in Deutschland die Fans immer mehr Abonnements abschließen müssen und überhaupt nicht glücklich darüber sind, verweist der prominente Steilpass-Tipper Erik Stoffelshaus (49) in dem Zusammenhang auf andere Länder.

„Das gehört ganz klar zum Business“, macht Erik Stoffelshaus deutlich. Es sei sicherlich nicht schön, aber das Rad könne nicht mehr zurückgedreht werden.

TV-Rechte Bundesliga: Konkurrenz aus Sky, DAZN, Amazon, Netflix und Telekom

Der 49-Jährige macht keinen Hehl daraus, dass die Übersicht für deutsche Fußball-Fans immer schwieriger geworden ist und dass das Abschließen mehrerer Abonnements nicht vergnügungssteuerpflichtig ist. Doch wer möchte, dass seine Mannschaft erfolgreich ist und wer möchte, dass grundsätzlich der Fußball attraktiv und somit unterhaltsam bleibt, der müsse dem Rechnung tragen.

Neben Sky und DAZN prescht Amazon Prime Video nun auch noch auf den TV-Markt für Live-Übertragungen im Sport. DFL-Chef Christian Seifert (51) macht keinen Hehl daraus, dass selbst Netflix und Telekom ebenfalls auf dem Vormarsch sind. Klar: Der 51-Jährige möchte möglichst teuerer TV-Pakete verkaufen, damit die Bundesliga-Vereine entsprechend partizipieren können.

TV-Rechte Bundesliga bringen vermutlich über 5 Milliarden Euro für vier Jahre

Für den letzten Deal über vier Jahren konnten so 4,7 Milliarden Euro ausgehandelt werden. Trotz Corona-Krise wird diese Summe für den nächsten Abschluss gesteigert werden können und wahrscheinlich eine 5 vor dem Komma haben. Auf eine Saison und einen Verein gerechnet werden Klubs wie Schalke und der BVB dann mehr als „nur noch“ 15 bis 20 Millionen Euro kassieren.

Zum Vergleich: In Russland kassiert die gesamte 1. Liga so viel wie die beiden Revierklubs zusammen. Daher findet Erik Stoffelshaus, dass die Zustände in Deutschland verglichen noch „paradiesisch“ sind. „Man muss sich doch nur mal das Angebot von DAZN anschauen. Da bekommt der Fan eine unheimliche Bandbreite an Live-Sport geboten und das Ganze für 10 Euro im Monat.“

Erik Stoffelshaus: TV-Kosten in anderen Ländern viel höher

Der gebürtige Mülheimer, der drei Jahre lang in Kanada arbeitete, verweist in dem Zusammenhang auf die Verhältnisse in anderen Ländern. „In Nordamerika zahlst du für einen Vertrag mit Telefon, Internet, TV, Handy und Sport-Paketen für Live-Übertragungen 250 Dollar. Monatlich.“ Andererseits würde ein Stadion-Besuch, ganz gleich für welche Sportart, mehr als 100 Dollar kosten. Pro Person.

Der ehemalige Manager des FC Schalke 04 betont, dass die Einnahmen der Klubs nicht mehr wie früher vor allem über Tickets generiert werden, sondern über das Verkaufen von Live-Übertragungen. „In Amerika entstand viel früher die Kultur, dass man mit den Spielen viel mehr Geld verdienen kann. In Deutschland ist dem Fußball-Fan der Samstagnachmittag 15.30 Uhr einfach noch heilig.“

Doch die Unterhaltung habe ihren Preis. Außerdem hätten schon in dieser Saison Beispiele wie die von DAZN und Eurosport gezeigt, dass es auch über Sublizenzen laufen könne. Auch in Zukunft wird der Fußball-Fan wohl „nur“ maximal drei Abonnements abschließen müssen. Das betonte zuletzt Christian Seifert. So könne noch einigermaßen eine Übersicht gehalten werden.

Autor:

Redaktion Steilpass aus Essen-Süd

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