ETB-Kicker siegen

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Der 6. Mai ist der internationale Tag des Lachens. Grund zum Strahlen hatten nach einer packenden Partie vor 327 Zuschauern im Stadion am Uhlenkrug allerdings nur die Fans des ETB Schwarz-Weiß Essen. Die Mannschaft von Dirk Helmig, der in der vergangenen Woche seinen Vertrag bis 2014 verlängert hat, besiegte den VfB Hüls in einem packenden Spiel mit 4:2 (1:0). Dabei haben es seine Jungs allerdings spannender gemacht als es hätte sein müssen. Der ETB ging bereits nach acht Minuten mit 1:0 in Führung. Kapitän Kamil Bednarski wurde mustergültig von Routinier Dirk Heinzmann bedient, Bednarski behielt die Nerven, umkurvte den Torwart und schob routiniert ein. In der nächsten Szene war der Marler Keeper der Hauptdarsteller: Sercan Mutlu setzte mit einem Traumpass Manuel Schulitz ein, der von der Mittellinie frei auf den Schlussmann zulief und erst durch eine Notbremse gestoppt werden konnte. Vom guten Schiedsrichter Benjamin Bläser (Niederzier) gab es zur Folge die Rote Karte für den Hülser Torhüter. ETB-Coach Helmig war dennoch angefressen: „Da hätte ich lieber das 2:0 gesehen. Ich weiß, wie schwer es ist, gegen zehn Mann zu spielen.“ Und er sollte Recht behalten. Zunächst behielten seine Jungs zwar die Überhand und erarbeiteten sich gute Chancen, wovon eine nach einem uneigennützigen Querpass von Bednarski durch „Mo“ Najdi zum 2:0 genutzt wurde. Beruhigend war der Vorsprung für Essens Linienchef immer noch nicht. „Hüls ist eine starke Mannschaft, mit der man auch in solchen Situationen immer rechnen muss.“ Womit er auch hier Recht behalten sollte. Nach einem missglückten Abschlag von ETB-Keeper Marcel Jäger schaltete Kadir Mutluer blitzschnell und schoss das Leder aus 30 Metern ins verwaiste Tor (61.). Der VfB nahm auch die zweite Einladung an, um das Spiel in Unterzahl auf den Kopf zu stellen. Amadeus Piontek ließ sich im Strafraum etwas übereifrig von Mutluer zu einem Foulspiel hinreißen. Timur Karagülmez bedankte sich für das Geschenk mit einem sicher verwandelten Strafstoß zum 2:2-Ausgleich (65.). Aber die Essener bewiesen bis zum Schluss Moral und kämpften gegen den drohenden Punktverlust. Bei einer Ecke für die Schwarz-Weißen will der Unparteiische allerdings ein Foulspiel von Christoph Kasak gesehen haben und schickte den Winterneuzugang mit der Ampelkarte vom Platz (86.). Der Ex-Gladbacher allerdings versicherte: „Ich bin von hinten in den Mann rein geschoben worden.“ Sei es drum. Die Essener belastete der Wegfall wenig. Im Gegenteil. Es ging eine „Jetzt-erst-recht-Stimmung“ durch die Mannschaft. In der 88. Minute fiel dann der erlösende Treffer zum 3:2 durch einen Kopfball von Heinzmann – dachten alle ETB Anhänger. Jedoch hob der Linienrichter, zur Verwunderung aller Fans, die Fahne und entschied auf Abseits. Die Schwarz-Weißen ließen sich dennoch nicht mit einem Punkt abspeisen und belohnten sich durch ein Traumtor. Der eingewechselte Vincenzo Burgio legte per Kopf auf Heinzmann ab. Der 34-Jährige Routinier schockte die eigene Physio-Abteilung und die gesamte Gäste-Anhängerschaft mit einem sehenswerten Fallrückzieher zum 3:2 (90.). „Das war schon kein Tor des Monats mehr. Wenn man das Alter von Dirk dazu zählt, kann man schon von einem Tor des Jahres reden“, war Helmig vor Freude außer sich. Und spätestens nach Burgios 4:2-Siegtreffer per Volley-Abnahme (90.+1) war für den Linienchef der „internationale Tag des Lachens“ endgültig gerettet. Durch diesen wichtigen Dreier und den zeitgleichen Abstieg der Aachener Alemannia in die dritte Liga behält der ETB den Anschluss auf den Relegationsplatz (mittlerweile Platz 9) vor dem nächstem „Endspiel“ am kommenden Sonntag, 13. Mai, beim Mitkonkurrenten Bergisch Gladbach.

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