Segelspielplatz der Essener Sportjugend führt schon die Jüngsten ans Segeln heran
Lee vor Luv! Segelnachwuchs an der Pinne

Auch am See gelten Corona-Regeln. Mit reduzierter Teilnehmerzahl startet der Segelspielplatz in diesen Sommerferien durch. Mit dabei: Dipl. Pädagogin Janet Bosak und Segellehrer Moritz, der vorab an Land die Theorie erklärt. Fotos: P. de Lanck
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  • Auch am See gelten Corona-Regeln. Mit reduzierter Teilnehmerzahl startet der Segelspielplatz in diesen Sommerferien durch. Mit dabei: Dipl. Pädagogin Janet Bosak und Segellehrer Moritz, der vorab an Land die Theorie erklärt. Fotos: P. de Lanck
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Der "Segelspielplatz" der Sportjugend Essen ist Mitglied im Deutschen Seglerverband Auf Optimisten machen die jungen Segler ihre ersten Erfahrungen. Am Ende steht dann für die, die fleißig üben, der Jüngsten-Segelschein. Vorfahrtsregeln gelten auf dem See, an Land gilt die Kuchenregel: "Wenn der Kuchen spricht, dann haben die Krümel Pause!" Janet Bosak vom Segelspielplatz der Essener Sportjugend und zwei weitere Segellehrer haben ihre Truppe gut im Griff. Langeweile kommt bei dieser Ferienaktion so schnell nicht auf - zumal der See täglich neue Herausforderungen für alle parat hält.

Ob bei Wind oder auch bei Flaute - Segeln will gelernt sein. Doch bevor es aufs Boot geht, muss natürlich erst einmal die Theorie besprochen werden. Schließlich gibt es auch auf dem Baldeneysee klare Richtlinien, die jeder Wassersportler wissen muss.
Auf trockenem und feuchtem Untergrund immer wichtig: rechtzeitiges Bremsen. Im Segelboot gibt es dafür kein Pedal, sondern die Schot. "Auf dem Halbwindkurs die Schot loslassen, dann wird das Segel zur flatternden Fahne", erklärt Segellehrer Moritz, wie man dem Wind ein Schnippchen schlägt. Ebenfalls wichtig - denn die Kapitäne der Weißen Flotte kennen kein Pardon - die Vorfahrtsregeln. Auf dem Wasser gilt: Wer das Segel Backbord hat, der hat Vorfahrt. Backbord vor Steuerbord. Nächste Lektion: Lee vor Luv. Heißt in der Praxis, dass derjenige Vorfahrt hat, der am schlechtesten ausweichen kann.
Trainer Moritz ist am Segelspielplatz trotz seiner 22 Jahre quasi ein Urgestein. Er hat als Kind dort das Segeln gelernt, mit 14 Jahren als Segelhelfer dort gejobbt und nach dem Abitur seinen Bundesfreiwilligendienst am und auf dem See verbracht. Heute ist er gerne weiterhin als Übungsleiter mit dabei, ist aber eigentlich Polizist. Sein Ziel: Den Kindern den Spaß am Segeln zu vermitteln. Dabei hat er vom Motorboot aus stets alle im Blick.
Jörg Bosak, Bildungsreferent bei der Essener Sportjugend, hat den Segelspielplatz vor 30 Jahren quasi erfunden. Kein Wunder für einen passionierten Segler. Und auch seine Frau Janet schüttet hier nach eigenem Bekunden täglich Glückshormone aus. In den Ferien wird sie zur "Miss Segelspielplatz" und hat zusammen mit Bootshund Emil stets "den Hut auf". "Ich bin hier die Exekutive, Legislative und Judikative in Personalunion", lacht die Diplom-Pädagogin. Sie ist mal Psychologin, mal Streitschlichterin und immer eine Anlaufstelle für alle.

Kindern Spaß am Segeln vermitteln

Zum Feriensegeln können sich 7 bis 15-Jährige anmelden, den Jüngstensegelschein kann man schon mit 8 Jahren machen. Wer diesen Nachweis erwerben möchte, der muss eine Knotenprüfung absolvieren, schriftlich erfolgreich sein und natürlich auf dem See praktisch zeigen, was er gelernt hat. Alle Manöver und Kurse müssen sitzen. Zudem ist der Segelspielplatz Mitglied im Deutschen Seglerverband.
Ganz nebenbei lernt man an Bord und an Land übrigens auch, was es heißt, ein Team zu sein. "Alle helfen allen und alles wird geteilt", betont Janet. Die Schwimmwesten-Regel versteht sich dabei von selbst, sie rettet im Extremfall Leben - ob am Steg oder auf dem See.
Durch Corona hat sich die Zahl der jungen Segler in diesem Jahr reduziert: statt 60 toben jetzt nur noch 27 Kinder Woche für Woche am Regattahaus herum. Doch auch 27 Flöhe - darunter Anfänger und Fortgeschrittene - wollen gehütet werden. Aber allen Segel- und Corona-Regeln zum Trotz... Wer beim Segelspielplatz eigentlich das Sagen hat, ist allen klar: Natürlich Bootshund Emil!

Autor:

Petra de Lanck aus Essen-Süd

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