Marcel Maltritz über Jürgen Klinsmann: „Das zeugt von einem schwachen Charakter“

Steilpass-Tipper Marcel Maltritz verurteilt das Verhalten von Jürgen Klinsmann aufs Schärfste.
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Wenn in diesen Tagen mal nicht über das Coronavirus gesprochen wird, dann wird auch Fußball gespielt. Zum Auftakt des 24. Bundesliga-Spieltags gibt es einen echten Abstiegskampf-Krimi in Düsseldorf. Hertha BSC ist zu Gast. Der Hauptstadt-Klub kommt wegen Jürgen Klinsmann (55) nicht zur Ruhe. Steilpass-Tipper Marcel Maltritz (41) findet dafür klare Worte.

„In dem Spiel kann Hertha Boden gut machen oder aber tief in den Abstiegskampf hineingezogen werden. Das ist ein richtungsweisendes Spiel“, sagte Steilpass-Tipper Marcel Maltritz. Der ehemalige Abwehrspieler muss es wissen. Mit dem VfL Bochum gab es auch andere Zeiten als die, die in den Uefa-Cup führten.

Marcel Maltritz: Bei Hertha BSC schlummert viel Potential

Für den 41-Jährigen stehen die Chancen für Hertha BSC trotz der zuletzt großen Unruhen nicht so schlecht. „Die Hertha hat eine Heimschwäche, aber viel Potential.“ Wird die Fortuna also den Kürzeren ziehen?

Sportlich auf dieses Duell vorauszublicken ist dieser Tage aber schwierig bis unmöglich. Das Beben, das Ex-Trainer Jürgen Klinsmann ausgelöst hat, ist zu gewaltig. Auf 22 Seiten veröffentlichte die „Sport Bild“ in ihrer aktuellen Printausgabe (26. Februar) eine Art Tagebuch des ehemaligen Bundestrainers, in dem er mit dem Klub und der Mannschaft gnadenlos abrechnet. Natürlich hat es Marcel Maltritz auch mitbekommen.

Marcel Maltritz: Jürgen Klinsmann verurteilt Angriff auf Präsidium, Manager und Spieler

„Er hat das Präsidium, den Manager und die Spieler angegriffen. Das geht nicht. Das zeugt von einem schwachen Charakter. So nachzutreten ist schlechter Stil. Sein Abgang war schon nicht sauber und jetzt auch noch diese Story – das rückt ihn in ein noch schlechteres Licht.“

Für Maltritz habe die Hertha nun vor allem das große Problem, sich „für alles rechtfertigen zu müssen. Dabei befindet sie sich im Abstiegskampf, was schon genügend Unruhe bedeutet“, so der gebürtige Magdeburger weiter.

Marcel Maltritz: Hertha BSC wird Jürgen Klinsmann nicht ausblenden können

Geht es nach dem ehemaligen Bundesliga-Profi, werden die Spieler das Thema rund um Klinsmann nicht ausblenden können. „Sie werden immer wieder darauf angesprochen. Da fällt es nicht leicht, sich in einer so schwierigen Phase sich auf wichtigere Inhalte zu fokussieren.“

Die „Alte Dame“ muss sich also erst einmal von den Träumen eines „Big City Clubs“ verabschieden. In fünf Jahren wollte Klinsmann um Titel mitspielen. „Hertha muss erst einmal die Klasse halten. Die Europa, geschweige denn die Champions League sind in weite Ferne gerückt“, verdeutlicht Maltritz.

Marcel Maltritz: Zukunft von Hertha BSC war mit Jürgen Klinsmann verbunden

Die Zukunft für den Hauptstadt-Klub sieht er „schwierig. Einige Spieler wurden in enger Abstimmung mit Klinsmann verpflichtet. Zudem ist unklar, mit welchem Trainer-Team es weitergehen wird.“

Für Klinsmann indes sieht Maltritz in Deutschland keine Zukunft mehr. „National dürfte die Tür für ihn bei sehr vielen Klubs verschlossen sein. Auch, wenn er nur Ambitionen für andere Posten als den des Trainers hatte. Er wirkte immer wie jemand, der lieber im Hintergrund strategisch arbeitet. Möglicherweise wird er nochmal Nationaltrainer. Für die USA hat er einen guten Job gemacht.“

Einen weiteren ist Klinsmann übrigens seit Freitag auch offiziell los. Angeblich bat er selbst RTL, nicht mehr auftreten zu wollen. Ursprünglich war der 55-Jährige noch als TV-Experte in diesem Jahr für weitere Länderspiele vorgesehen. Daraus wird nun auch nichts mehr, wie der Fernsehsender bestätigte.

Autor:

Redaktion Steilpass aus Essen-Süd

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