S04 atmet dank Caligiuri auf - BVB kontert Sieg des FC Bayern

Daniel Caligiuri (l.) erzielte gegen sein Ex-Team VfL Wolfsburg beide Schalke-Treffer beim 2:1-Heimsieg.
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  • Foto: Gerd Kaemper
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Neues Jahr, altes Bild. Die ersten drei Teams der Fußball-Bundesliga konnten alle den Auftakt in 2019 gewinnen. Die letzten drei hingegen nicht.

Zwischen diesen Stühlen steht der FC Schalke 04. Zugegeben, die Gelsenkirchener stehen eher im Abstiegs-, statt im Meisterschaftskampf. Doch der 2:1 (1:1)-Heimsieg am Sonntagabend gegen den VfL Wolfsburg ließ die Königsblauen kollektiv aufatmen.

So beginnt erst gar nicht das Nachdenken über den Start in die Saison, der mit fünf Niederlagen in Folge völlig misslang. Dass der Tabellenfünfte am 18. Spieltag besiegt wurde, lag vor allem an zwei Personen. Zum einen am Ex-Wolfsburger Daniel Caligiuri, der beide S04-Treffer erzielte. Zum anderen an Alexander Nübel.

Nübel verdrängt Fährmann im S04-Tor

Ja, richtig gelesen. Die eigentliche Nummer zwei der "Knappen" hat den eigentlichen Stammtorhüter und Kapitän Ralf Fährmann im Tor verdrängt. Diese Entscheidung traf Cheftrainer Domenico Tedesco unter der Woche, nachdem er seit Jahresbeginn darüber nachgedacht hatte und unter anderem mit Vorstand, Aufsichtsrat und auch Huub Stevens besprochen hatte. Doch die Verdiente, die Fährmann zweifelsohne auf Schalke eingefahren hat, waren aus sportlicher Sicht kaum noch im Vergleich zu seinen Fehlern und gleichermaßen den Leistungen Nübels aufrecht zu erhalten.

Nübel zahlte das Vertrauen gleich mit zwei sehr starken Paraden in der ersten Halbzeit zurück. Den Rest besorgte Caligiuri. Einmal per Elfmeter und einmal nach einem Bilderbuch-Konter der Schalker. Die hatten sich zwar über weite Teile der ersten Halbzeit gegen stark aufspielende Wolfsburger sehr schwer getan. Nach der Pause aber bekamen die "Wölfe" praktisch gar nichts mehr zu Stande.

Witsel und Bürki bringen BVB-Sieg

Rassig und spannend war derweil das Spitzenspiel in Leipzig zwischen RB und Borussia Dortmund. Der BVB gewann mit 1:0 (1:0), weil Axel Witsel ein Traumtor schoss und Roman Bürki alles abwehrte, was auf sein Tor kam. Die Gäste verpassten es zwischendurch auf 2:0 zu erhöhen, wodurch die Partie bis zum Schlusspfiff spannend war. Der Sieg war durchaus verdient. Die Gastgeber investierten aber viel für den Ausgleich und hätten diesen durchaus auch verdient gehabt, wenngleich der Tabellenführer überraschend lange in der ersten Halbzeit den Tabellenvierten im Griff hatte.

Für die Leipziger war es die erste Heimniederlage in dieser Saison und die Dortmunder hielten den Vorsprung auf den Tabellenzweiten Bayern München bei sechs Punkten. Witsel drosch nach einem Eckball das runde Leder aus spitzem Winkel von der rechten Seite an die Unterkante der Latte, von wo aus der Ball links im Netz einschlug. Spätestens zu diesem Zeitpunkt glaubten die Schwarz-Gelben, die starke erste 20 Minuten spielten, an ihre Chance. Die wirkte vor dem Anpfiff noch etwas getrübt, weil Kapitän Marco Reus ausfiel und der gelernte Mittelfeldspieler Julian Weigl abermals als Innenverteidiger aushelfen musste, weil dem BVB derzeit gleich drei Abwehrspieler verletzt fehlen. Reus sah von der Bank ein kämpferisch und spielerisch überzeugendes Dortmund, das den 14. Sieg im 18. Spiel feierte.

Goretzka mit Doppelpack für FC Bayern

So konnte der erste Angriff des FC Bayern ebenso auch abgewehrt werden, der bereits am Freitagabend mit 3:1 (2:0) bei der TSG Hoffenheim gewann. Vor allem Leon Goretzka überzeugte mit zwei Treffern, verpasste zwischenzeitlich sogar noch einen dritten zu erzielen. Die TSG enttäuschte in der 1. Halbzeit auf ganzer Linie, hatte in der 2. Halbzeit aber durchaus die Chance auf den 2:2-Ausgleich, ehe Robert Lewandowski kurz vor Schluss das 3:1 erzielte.

Während die TSG damit weiterhin auf den nächsten Bundesligasieg seit dem 10. November 2018 (2:1 gegen den FC Augsburg) warten muss, setzte der FCB seinen erfolgreichen Lauf fort. Der Sieg in Sinsheim war der sechste in Folge, Kampfansagen Richtung Dortmund folgten sogleich. Die Bundesligafans können sich anscheinend auf einen spannenden Zweikampf um die Meisterschaft freuen.

Kellerkinder verlieren allesamt

Das komplette Gegenteil erfahren die letzten drei Teams um Nürnberg (1:3 gegen Hertha BSC), Hannover und Stuttgart. Der VfB zeigte zwar beinahe ein furioses Comeback. Gegen den FSV Mainz 05 lag das Team von Trainer Markus Weinzierl 0:3 zurück, ehe binnen 100 Sekunden noch zwei Treffer erzielt wurden und anschließend der Pfosten dem Ausgleich im Weg stand. So stellten die Stuttgarter bei Abpfiff die schlechteste Defensive sowie Offensive der Liga.

Nicht besser läuft es für Hannover 96, das das vierte Heimspiel in Folge verlor. Dieses Mal mit 0:1 gegen Werder Bremen, das gut aufspielte und bei konsequenterer Chancenverwertung deutlich höher hätte gewinnen müssen. Bei jeder der vergangenen vier Heimniederlagen erzielte Hannover 96 keinen eigenen Treffer. Kein Wunder also, dass der Unmut der Fans wächst.

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