Anschluss nur für Telekom-Kunden: Ärztliche Gemeinschaftspraxis hat seit Wochen Telefonprobleme

In der Gemeinschaftspraxis Praxis Mohsen Tekiyeh MD & Dr. B. Baharmast mit angrenzendem Rehabilitationszentrum für Herzpatienten an der Max-Keith-Straße ärgern sich (v.l.) Dr. Behafarid Baharmast, Mohsen Tekiyeh, Petra Urbainczyk, Milena Sghiar, Nadia Begic (dahinter) und Vera Aiddo seit Wochen über einen nur schlecht funktionierenden Telefonanschluss.
  • In der Gemeinschaftspraxis Praxis Mohsen Tekiyeh MD & Dr. B. Baharmast mit angrenzendem Rehabilitationszentrum für Herzpatienten an der Max-Keith-Straße ärgern sich (v.l.) Dr. Behafarid Baharmast, Mohsen Tekiyeh, Petra Urbainczyk, Milena Sghiar, Nadia Begic (dahinter) und Vera Aiddo seit Wochen über einen nur schlecht funktionierenden Telefonanschluss.
  • Foto: Debus-Gohl
  • hochgeladen von Sabine Pfeffer

Eine ärztliche Gemeinschaftspraxis in Bergerhausen mit angrenzendem Rehabilitationszentrum für Herzpatienten ist seit fast zwei Monaten nur für ganz bestimmte Anrufer erreichbar, nämlich für solche, die - wie die Praxis - einen Telekom-Anschluss haben. Nach endlich erfolgter Reparatur hielt die Erleichterung nicht lange. Drei Tage später trat dasselbe Problem erneut auf.

"Patienten, die einen anderen Anbieter als die Telekom haben, können uns nicht erreichen. Das bedeutet, Terminabsagen, Rezeptbestellungen usw. kommen oft nicht an", sagt Petra Urbainczyk, Mitarbeiterin der Praxis Mohsen Tekiyeh MD & Dr. B. Baharmast an der Max-Keith-Straße 41. Über Wochen habe die Telekom per Fernwartung versucht, das Problem zu beheben. Danach erst habe ein Techniker die Ursache entdeckt. Anbieter wie Vodafone und andere hätten Schwierigkeiten, bis in die Endstelle der Telekom zu gelangen; in weiteren zwei Wochen müsste das behoben sein, habe seine Einschätzung damals gelautet. Leider eine Fehleinschätzung.

Statt Faxe gibt es wieder Briefpost

Nachdem am 21. Juni die Reparatur endlich durchgeführt worden war, ging alles drei Tage lang gut, seither hören erneut Vodaphone- und viele andere Anrufer zwar das Signal, der Anruf kommt aber in der Praxis nicht an. "Mittlerweile ist die ganze Angelegenheit für uns geschäftsschädigend", heißt es in der Praxis.
Und umständlich noch dazu. Normalerweise werden pro Arbeitstag 50 bis 60 Faxe mit medizinischen Berichten an Ärzte gesandt. "Aber da erhalten wir immer nur das Signal 'Abbruch'", sagt Petra Urbainczyk. Deshalb wurde entschieden, bis auf Weiteres vom Fax wieder auf die gute alte Briefpost umzusteigen. Die dauert zwar länger, aber kommt wenigstens an.

Bei erneuten Beschwerden auf der Telekom-Hotline stoße man immer auf viel Verständnis, berichtet die Mitarbeiterin. Der versprochenen "verschärften Weitergabe" der Beschwerde folge aber über Tage keinerlei Feedback.

Auch die Beantwortung der Süd Anzeiger-Anfrage nahm viel Zeit in Anspruch und geschah durch die Telekom-Pressestelle erst, nachdem am 21. Juni die Reparatur durchgeführt worden war. Auf die zweite Anfrage nach erneutem Auftreten des Problems gab es nach Tagen noch keine Rückmeldung.

Autor:

Sabine Pfeffer aus Essen-Süd

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