Interkulturelles Fest beim Verein Syrische Kultur & Integration e. V.
Die "größte Selbsthilfegruppe in NRW"

Für das Fest hatten viele der Kreativgruppen kleine Darbietungen vorbereitet.
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  • Für das Fest hatten viele der Kreativgruppen kleine Darbietungen vorbereitet.
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Zum interkulturellen Kinder- und Jugendfest hat der Verein Syrische Kultur & Integration e. V. vergangenen Freitag in die Weststadthalle eingeladen. Ein buntes Rahmenprogramm für Jung und Alt, dazu viel Wissenswertes rund um die Arbeit des Vereins. Die "größte Selbsthilfegruppe in NRW" hat in kürzester Zeit ein unvergleichliches Hilfsangebot auf die Beine gestellt.

„Es muss etwas passieren!“ - So das Fazit von Mario Anders, als er 2013 in die Türkei reiste. „Ich habe gesehen, wie die Syrer dort leiden. Da habe ich mir gesagt: 'Wenn ich wieder zurück in Deutschland bin, werde ich den Menschen so gut helfen, wie ich kann.'" Im Jahr 2015 begann der in Deutschland lebende Syrer mit seinem ehrenamtlichen Engagement. Schon 2016 wurde
die Eintragung als Verein bewilligt.

„Zu uns kommen Menschen, die viele Probleme haben und sich nicht mehr orientieren können. Wir helfen beim Papierkram, Ausfüllen von Formularen und vielen weiteren Dingen“, berichtet Mario Anders. Das Angebot beschränke sich nicht nur auf Flüchtlinge aus Syrien. „Jeder bekommt Unterstützung von uns", versichert der Initiator. Menschen verschiedener Nationalitäten wenden sich regelmäßig an den Verein. Das Hilfsangebot wächst kontinuierlich. Aktuell arbeitet Mario Anders mit 25 bis 30 Ehrenamtlern weiter an der Verwirklichung seiner Vision. In den Räumlichkeiten des Vereins an der Rottstraße 24 gibt es unter anderem Kinder- und Hausaufgabenbetreuung, Deutschkurse für Kinder und Erwachsene, vielfältige Beratungs- und Kreativangebote wie Tanz, Theater oder Nähen. Von morgens bis nachmittags an sieben Tagen die Woche.

„Seit August haben wir im Haus noch eine weitere Etage dazubekommen“, freut sich Anders. Der Platz wird auch dringend benötigt. Betreut werden dort aktuell 250 Kinder und viele Erwachsene. Es ist die „größte Selbsthilfegruppe in NRW“, wie Adam Anders - einer der Schulleiter - den Verein auch bezeichnet. Für die Arbeit des Vereins gibt es Lob und Anerkennung von vielen Stellen. „Ein Hammer-Typ“, lobt Hans-Georg Torkel den Initiator und auch die Qualität des
Bildungs- und Beratungsangebotes. In Hilfsangeboten und der Förderung jedes Einzelnen sieht der ehemalige Schulleiter des Erich-Brost-Berufskollegs großes Potenzial zur kollektiven Veränderung: „Wir haben in den Familien viele einzelne Leuchttürme. Die müssen zusammenkommen – zum Beispiel in Form solcher Vereine."

Für die Zukunft plant Mario Anders eine Spielgruppe und sogar eine KITA. Und noch ein großer Wunsch liegt ihm auf dem Herzen: Er möchte einen Fußballverein gründen. „Ich habe Jugendliche, die auf der falschen Schiene waren, durch Fußball wieder auf den richtigen Weg gebracht." Sport statt Kriminalität? In seinen Augen eine sehr wirksame Alternative. "Viele Jugendliche wissen nicht, wohin. Über solche Angebote freuen sie sich sehr.“

Autor:

Claudia Kornicki aus Essen-Borbeck

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