14. Sarkomtour lockt viele Radfahrer an den Baldeneysee
Kilometer um Kilometer für den guten Zweck

Marianne Holtkamp, Prof. Dirksen, ein Profi-Radfahrer sowie eine Familie aus Gütersloh: Das Starterfeld ist bunt gemischt.
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  • Marianne Holtkamp, Prof. Dirksen, ein Profi-Radfahrer sowie eine Familie aus Gütersloh: Das Starterfeld ist bunt gemischt.
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Bei schönem Wetter sind samstags viele Radfahrer am Baldeneysee zu finden. An diesem speziellen Samstag, sind noch einmal knapp 240 Drahteselbegeisterte hinzugekommen - für einen guten Zweck.

Bei der 14. Essener Sarkomtour radeln aktuelle und ehemalige Patienten, Angehörige, Ärzte und weitere Ehrenamtliche unter dem Motto “Gemeinsam Sarkome besiegen” die 14 Kilometer lange Strecke rund um Essens See. Einige Profis starten bereits um 8.30 Uhr, für den Großteil geht es jedoch erst um 11 Uhr los. Vorab wurde die Sponsorenkarten am Anmeldestand eingesammelt. “Die Teilnehmenden haben im Vorfeld Spender gesucht. Diese konnten entscheiden, ob sie einen festen Betrag zahlen oder pro Runde. Nach der Tour werden wir die Spender anschreiben und, je nach gefahrenen Runden, die um die Überweisung der entsprechenden Summe bitten”, erläutert Martha Wesel von der Stiftung Universitätsmedizin. Sie radelt zum zweiten Mal auch selbst mit und hatte zur Verstärkung ihren Zwillingsbruder an ihrer Seite. “Wir probieren es dieses Jahr auf dem Tandem”, freut sie sich, denn trotz des ernstes Hintergrundes stehen an diesem Tag auch Spaß und Lebensfreude auf dem Programmm.
Zwischen den Runden können die Teilnehmenden am Verpflegungsstand, der gleich vor dem Eingang des Seaside Beach steht, stärken. “Im Anschluss an die Radtour wird gemeinsam gegrillt und es gibt Kaffee und Kuchen. Fast alles Spenden”, weiß Marianne Holtkamp aus Essen. Sie radelt ebenfalls mit und hat sich mindestens drei Runden vorgenommen: ”Meine Freundin ist vor einigen Jahren an einem Sarkom erkrankt und wurde in Essen von Professor Bauer operiert. Aufgrund dieser Erfahrung halte ich das Thema für unterstützenswert.” So wie Marianne Holtkamp geht es vielen Teilnehmenden. “Es beteiligt sich sogar eine Gruppe Angehöriger von verstorbenen Patienten. Ich denke, für sie ist es wie eiin Gedenktag”, vermutet Professor Uta Dirksen, die in der Kinderklinik des Universitätskrankenhauses arbeitet. Sarkome gehören zu den häufigsten und gefährlichsten Krebserkrankungen bei Kindern und Jugendlichen, können jedoch auch bei Erwachsenen vorkommen. Die Forschung würde nur in geringem Maße gefördert, da Sarkome verglichen mit anderen Krebsarten relativ selten seien, so die Vertreter der Sarkomtour. Mit der Veranstaltung wollen sie zusätzliche Aufmerksamkeit auf das Thema lenken.
Im Falle von Marianne Holtkamp spendet ihre gesamte Hausgemeinschaft entsprechend ihrer erfahrenen Kilometer. “Die Meisten schaffen drei bis vier Runden”, greift Wesel auf die Erfahrungen aus den letzten Jahren zurück, “Danach gibt es die Möglichkeit zum Austausch. Dabei spürt man die Dankbarkeit der Geheilten ganz besonders. Es ist immer eine tolle Atmosphäre bei dieser Radtour.” Möglich gemacht wird dieser besondere Tag durch das Sakomzentrum am westdeutschen Tumorzentrum im Universitätsklinikum Essen sowie das Lebenshaus, einer gemeinnützigen Organisation für Patienten mit Sarkomen. Das Essener Zentrum gehört zu den größten Zentren in Europa und ist Anlaufpunkt für jährlich über 400 Patienten aus ganz Deutschland.

Autor:

Meike Coenders aus Essen-Süd

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