Viel Arbeit für Ehrenamtler
Rellinghausen: Bücherschrank wird oft als Container missbraucht

Der Bücherschrank vor der Bäckerei  an der Frankenstraße, Höhe Stiftsplatz, ist jetzt nur noch während der Geschäftszeiten geöffnet. Die Ehrenamtler um Annemarie Zimmermann-Voß und Udo Kiesendahl sahen keine andere Möglichkeit mehr.
3Bilder
  • Der Bücherschrank vor der Bäckerei an der Frankenstraße, Höhe Stiftsplatz, ist jetzt nur noch während der Geschäftszeiten geöffnet. Die Ehrenamtler um Annemarie Zimmermann-Voß und Udo Kiesendahl sahen keine andere Möglichkeit mehr.
  • Foto: Debus-Gohl
  • hochgeladen von Sabine Pfeffer

Bürgerschaft Rellinghausen-Stadtwald hat mehr Arbeit als geplant mit dem Bücherschrank Ist der Bücherschrank voll, macht es keinen Sinn, noch mehr hineinzustopfen. Zu Hause gilt das selbstverständlich. Geht es aber um eine öffentliche Einrichtung, wird es gerne ignoriert.

Wegen Überfüllung geschlossen oder sogar nicht mal mehr schließbar - diese Erfahrung macht die Bürgerschaft Rellinghausen-Stadtwald e.V. immer wieder an der ausgedienten Telefonzelle, in der sie einen Bücherschrank angelegt hat. Viel zu große Mengen werden dort abgeladen, und manchmal sind es nicht nur Bücher.

Das durchaus dekorative Teil steht an der Frankenstraße in Höhe Stiftsplatz. Udo Kiesendahl, Schriftführer der Bürgerschaft, ärgert sich: "Fakt ist, dass es immer wieder Mitbürger gibt, die unseren Schrank zweckentfremden" - und zwar als Entsorgungscontainer.
So manche papiernen Stücke, die als Spende dorthin gebracht werden, mag Udo Kiesendahl nur als "alte Schrott-Bücher" bezeichnen. Dann bleibt den Verantwortlichen der Bürgerschaft nichts anderes übrig, als das Ärgernis zu entsorgen. Allein schon, um den wirklichen Interessenten die Nutzung zu ermöglichen, denn es kommt immer wieder vor, dass einem vor lauter alten Schriften, die keiner mehr will, der ungehinderte Zugang fehlt.

"Schrott-Bücher" und alte Zeitschriften

Seit einem Jahr steht der Bücherschrank dem Kaiserdenkmal gegenüber. Regale haben die Ehrenamtler in die Telefonzelle einbauen lassen, damit jeder Leser Werke anderen zur Verfügung stellen oder kostenlos entnehmen kann.
Nehmen darf man so viel man will, aber höchsten drei Bücher sollen jeweils hinzugepackt werden. Doch das funktioniert nicht gut. Es wird oft mehr gebracht als geholt: "Die Leute stellen die Bücher doppelreihig und übereinander auf die Regale oder sogar vor der Zelle ab", moniert Kiesendahl. Teils würden auch alte Zeitschriften abgeladen, für die das Ganze nicht vorgesehen ist.

Der Bürgerschaft bleibt nichts anderes übrig als zweimal wöchentlich zu leeren und auszusortieren. Und nach Geschäftsschluss der nahen Bäckerei wird der Bücherschrank nun abgeschlossen.
Zusätzlich wurde an der Zellentür ein Schild angebracht, welches die Modalitäten erklärt und schwarz auf rot betont: "Dieser Bücherschrank ist kein Altpapiercontainer!!"
Wer lesen kann, müsste das eigentlich verstehen.

Autor:

Sabine Pfeffer aus Essen-Süd

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

5 folgen diesem Profil

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung einbetten

Abbrechen
add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.