Zufriedenstellende Jahresbilanz der Sparkasse Essen
170.000 Kunden wickeln Bankgeschäfte online ab

Die Zentrale der Sparkasse Essen in der Essener Innenstadt.
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  • Die Zentrale der Sparkasse Essen in der Essener Innenstadt.
  • Foto: Sparkasse Essen
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Die europäische Nullzinspolitik macht natürlich auch der Sparkasse Essen zu schaffen. Nach 11,5 Millionen Euro in 2018 beläuft sich der Jahresüberschuss des Geldinstituts in 2019 nach Steuern nur noch auf 10,7 Millionen Euro, die Bilanzsumme stieg um drei Prozent auf 8,6 Milliarden Euro. „Dank des erfolgreichen Kreditgeschäftes und eines Sondereffektes bei den Beteiligungen ging der Zinsüberschuss nicht stärker zurück. Somit können wir mit dem erzielten Ergebnis zufrieden sein", erklärte Vorstandschef Helmut Schiffer bei der Bilanzpressekonferenz des Geldinstituts. Seine Prognose: "Mit hoher Wahrscheinlichkeit werden wir in den nächsten fünf Jahren keine Zinsen sehen."

Diese Nachricht wird natürlich auch den Kunden der Sparkasse Essen nicht gefallen. Rund 245.000 Girokonten werden von Essens führendem Geldinstitut verwaltet.Der Gesamtbestand an Kundeneinlagen stieg auf 6,5 Milliarden Euro. Obwohl sich die Sparkassenmitarbeiter bemühen, attraktive Sparformen oder Vorsorgekonzepte anzubieten, scheuen viele Bürger das Risiko und lassen ihr Geld lieber zinslos auf dem Konto liegen.
Eine ebenso sichere wie beliebte Anlageform ist der Eigentumserwerb, wobei Helmut Schiffer betont, dass Immobilienkredite nicht das Ziel des Kunden seien, sondern Mittel zum Zweck. "Durch die niedrigen Zinsen erfüllen sich offensichtlich immer mehr Menschen ihren Immobilientraum. Wir unterstützen das dadurch, dass wir stadtweit 391 Immobilien im Gegenwert von rund 131 Millionen Euro vermitteln konnten." Nach 427 Millionen Euro wurden 2019 mehr als 508 Millionen Euro für Immobilien zur Verfügung gestellt. 92 von 100 Kunden sicherten sich über lange Zinsbindungsfristen bis 15 Jahre das niedrige Zinsniveau.

Bargeldloses Zahlen

Nicht die Zukunft, sondern bereits die Gegenwart ist der "Zahlungsverkehr". Mehr als 170.000 Sparkassenkunden in Essen wickeln inzwischen ihre Bankgeschäfte online ab.  2019 gab es über 51 Millionen Anmeldungen im Online-Banking, davon rund 40 Millionen über die App und über 11 Millionen im Browser-Banking. Immer größerer Beliebtheit erfreut sich auch das kontaktlose Bezahlen an den Kassen. „Seit Januar 2018 haben unsere Kunden über 5,9 Millionen kontaktlose Transaktionen im Gegenwert von 161,7 Millionen Euro vorgenommen“, nannte Helmut Schiffer weitere Zahlen und verwies auf die erfolgreiche Einführung von Apple Pay. Inwieweit das fortschreitende Online-Banking eine weitere Ausdünnung des Filialnetzes beeinflussen könnte, wollte der Vorstandschef nicht prognostizieren. 35 Filialen gibt es noch im Stadtgebiet.

23 Euro Dividende pro Bürger

Unabhängig von den Kunden sieht sich die Sparkasse Essen als Institut für alle Bürger. Mit Spenden, Sponsoring, PS-Zweckerträgen, Stiftungs- und Gewinnausschüttungen hat das Geldinstitut im vergangenen Jahr über 6,1 Millionen Euro für Kunst und Kultur, Sport, Soziales, Wissenschaft, Ausbildung und Umwelt zur Verfügung gestellt. Rechnet man die 7,3 Millionen Euro gewinnabhängige Steuern für die Stadt Essen hinzu, so ergibt sich ein Wert von 13,4 Millionen Euro oder eine „Dividende“ von rund 23 Euro pro Bürger. Helmut Schiffer sagt es zwar nicht offen, doch sähe er es wohl nicht ungern, wenn die Stadt angesichts der Herausforderungen der Branche in Zukunft auf die Gewinnausschüttung verzichten würde.

Die Zentrale der Sparkasse Essen in der Essener Innenstadt.
Helmut Schiffer, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Essen.
Autor:

Michael Köster aus Essen-Borbeck

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