Finanzmarkt
Langfristige Zielsetzung: Sparkasse Essen zieht eine positive Jahresbilanz und setzt auf Digitalisierung

Oliver Bohnenkamp, Vorstandsmitglied, Helmut Schiffer, Vorstandsvorsitzender, und Stefan Lukai, Vorstandsmitglied, (v.l.) sind mit den Entwicklungen in 2018 zufrieden.
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  • Oliver Bohnenkamp, Vorstandsmitglied, Helmut Schiffer, Vorstandsvorsitzender, und Stefan Lukai, Vorstandsmitglied, (v.l.) sind mit den Entwicklungen in 2018 zufrieden.
  • Foto: Sparkasse Essen
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Die Sparkasse Essen zieht eine positive Bilanz für das Jahr 2018. Private Einlagen bleiben stabil und die Baufinanzierung steigt. Für die Zukunft setzt die Essener Bank auf eine verstärkte Digitalisierung.

Die Entwicklung einer Bank findet immer unter gegebenen strukturellen Umständen statt, die das Kundenverhalten und den Finanzmarkt leiten. Trotz einer weltweit angespannten Finanzlage verzeichnet die Sparkasse Essen ein erfolgreiches Jahr 2018. Die Bilanzsumme stieg um 2,2 Prozent auf 8,3 Milliarden Euro an. Diese Entwicklung geht mit einer guten gesamtdeutschen Konjunkturentwicklung zusammen, die laut der IHK erst ab 2020 eine "nachlassende Dynamik" zeigen soll.

Private Sparer vertrauten der Sparkasse Essen weiterhin. Auch bei einem Niedrigstzins stiegen die privaten Einlagen um 3,6 Prozent. Firmenkunden und institutionelle Einleger waren um 3,5 Prozent rückläufig.
Das Wertpapiergeschäft litt unter weltweiten Ängsten um Brexit, einen Handelskrieg und steigende Zinsen in den USA. Insgesamt sank es von 583 auf 510 Millionen Euro. Diese Entwicklung korrespondiert mit den Einbußen des DAX um 18,3 Prozent. "Erstmals seit 2011 gibt es ein starkes Minus auf dem Kapitalmarkt", erläutert Helmut Schiffer, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Essen.

Doch diese Entwicklungen haben den Kreditmarkt nicht eingeschränkt. Im letzten Jahr wurden 1,1 Milliarden Euro an neuen Krediten bewilligt. Das hebt den Gesamtbestand aller Kredite auf 6 Milliarden Euro an. Vor allem in der Baufinanzierung gab es einen Anstieg auf 426,2 Millionen Euro (Vorjahr: 399,6 Millionen Euro). Eine weitere Auffälligkeit ist die Bevorzugung von längeren Kreditlaufzeiten. Insgesamt beobachtete der Sparkassen Vorstand eine Fixierung von langfristigen Zielen bei seinen Kunden.

Digitale Zukunft

Weitere Filialschließungen sieht der Sparkassen-Vorstand auf Nachfrage bis Ende 2019 nicht vor. Doch Schiffer betont: "Filialschließungen hängen mit Kundenverhalten zusammen." Die digitalen Angebote der Sparkasse Essen werden stark genutzt. Trotzdem möchte das Essener Haus weiterhin auf ein Gesamtkonzept setzen, das in unterschiedlicher Weise eine Nähe zum Kunden aufbauen soll. Im digitalen Bereich eröffnete die Sparkasse Essen eine weitere Filiale im Oktober letzten Jahres. Die mediale Filiale mit 44 Mitarbeitern steht den Kunden mit den gewöhnlichen Beratungsmöglichkeiten zur Verfügung. Ab April soll diese Beratung auch als Video-Chat-Beratung möglich sein. Und auch die Sparkassen App stellt für den Vorstand eine große Bereicherung dar. 2018 gab es rund 57.000 Nutzer dieses digitalen Dienstes. Aus diesem Grund möchte die Sparkasse Essen auf eine Zukunft setzen, die auch das mobile Online-Verhalten der Kunden berücksichtigt. Hinsichtlich dieser digitalen Zukunft und eines Ausbaus von vernetzten Online-Angeboten investiert die Sparkasse in Datensicherheit. Helmut Schiffer glaubt auch in Zeiten von erfolgreichen Hackingangriffen auf den Bundestag an diese Sicherheitsmaßnahmen.

Im Zusammenhang mit der Preiserhöhung bei den Kontoführungsgebühren hat die Sparkasse keinen besonderen Kundenverlust verzeichnet. Bei insgesamt 224.000 Konten sind gerade mal ein Prozent der Konten verloren gegangen. Helmut Schiffer möchte zukünftig weiter auf ein "preiswertes" Gesamtkonzept setzen, dass die Kunden annehmen. "Preis und Leistung müssen in einem vernünftigen Zusammenhang stehen", so Schiffer.

Oliver Bohnenkamp, Vorstandsmitglied, Helmut Schiffer, Vorstandsvorsitzender, und Stefan Lukai, Vorstandsmitglied, (v.l.) sind mit den Entwicklungen in 2018 zufrieden.
Helmut Schiffer, Vorstandsvorsitzender, warf in der Jahresbilanz den Blick zurück und den Blick nach vorne.

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