"La Grappa" in Essen hat wieder geöffnet
Rino Frattesi: "Hier ist mein Paradies"

Rino Frattesi vor seinem Ristorante "La Grappa".
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  • Rino Frattesi vor seinem Ristorante "La Grappa".
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Alle Feinschmecker und Freunde der italienischen Küche werden aufatmen: Rino Frattesi ist zurück. Rechtzeitig zum Start des Restaurant-Karussells in Essen und Umgebung hat der Padrone sein Ristorante "La Grappa" am Essener Hauptbahnhof wieder geöffnet und serviert Köstlichkeiten wie Seeteufel, neuseeländisches Lamm oder die berühmten Gnocchi in Trüffelcrème.

"Ich bin wieder hier in meinem Revier" sang Marius Müller-Westernhagen vor gut zwei Jahrzehnten. So ähnlich muss sich Rino Frattesi gefühlt haben, als er kürzlich an der Rellinghauser Straße 4 nach zwei Monaten wieder die Tür aufsperrte. "Da draußen ist nicht meine Welt. Hier ist mein Paradies", formuliert der 64-Jährige mit leuchtenden Augen.
Im "Lockdown" ab Mitte März hatte der Italiener zunächst wochenlang sein "kleines Paradies" entstaubt und auf Vordermann gebracht, sich mit dem Vertrieb von edlen italienischen Gewächsen über Wasser gehalten und auf eine baldige Lockerung der Beschränkungen gehofft. Die gingen ihm jedoch nicht weit genug, maximal zwölf Gäste konnte er abends bewirten. "Corona lässt mich nicht arbeiten", klagte Frattesi, der seit 1978 das "La Grappa" betreibt, und verkündete Mitte Juli seinen Ausstieg auf Zeit.

"Das Restaurant ist sein Leben"

Der Heimaturlaub in den Marken war erholsam, doch zuhause fiel dem 64-Jährigen die Decke auf den Kopf. "Er kann nicht ohne sein Restaurant. Es ist sein Leben, seine Leidenschaft. Er vermisst den Kontakt zu seinen Gästen, den Service mit dem Wein, das Experimentieren der Menüs", so Ehefrau Deborah.
Ab sofort dirgiert Rino Frattesi, der im letzten Jahr in Tim Mälzers Kochshow "Ready to beef" auftrat, wieder an sechs Tagen in der Woche die große italienische Feinkost-Oper. "Das Leben macht wieder Spaß", strahlt der sechsfache Vater und hofft, dass seine Kinder irgendwann das Ristorante übernehmen werden. Schon jetzt helfen seine beiden jüngsten Töchter manchmal aus und decken die Tische ein.
Momentan strotzt der Padrone allerdings vor Tatendrang und hat angesichts beschränkter Platzkapazitäten im Restaurant den Vertrieb von italienischen Spitzenweinen forciert. "Ich bin der günstigste Anbieter in Europa", verkündet Rino Frattesi gewohnt forsch.

Autor:

Michael Köster aus Essen-Borbeck

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