Für Weltoffenheit: Demonstration und Kundgebung am Donnerstag, 13. September, ab 18 Uhr

Anzeige
Mit diesem Transparent geht's durch Essen (v.l.): Sonja Neuhaus (v. Bündnis), Dieter Hillebrand (DGB), Max Adelmann (v. Bündnis), Marion Greve, Superintendentin der ev. Kirche, Thomas Zander, Dompropst der katholischen Kirche, und der Intendant am Schauspiel Essen Christian Tombeil unterstützen die Aktion.
Zur Demonstration und Kundgebung am Donnerstag, 13. September, ab 18 Uhr lädt das Bündnis "Essen stellt sich quer" ein. Die Aktion wird von einem überparteilichen Unterstützerkreis mitgetragen.

Bevor am Donnerstag in Essen um 18 Uhr eine Demonstration für Frieden, Freiheit und Menschenwürde startet, laden die katholische und die evangelische Kirche um 17.30 Uhr zu einem gemeinsamen Friedensgebet in die Marktkirche ein.

Start ist am Willy-Brandt-Platz am Hauptbahnhof Essen. Der Zug führt ab circa 18.30 Uhr durch die City. Auf dem Kennedyplatz werde eine Zwischenkundgebung erfolgen, teilt Max Adelmann, Sprecher des Bündnisses, mit. Der Abschluss auf dem Willy-Brandt-Platz werde mit einer Kundgebung und dem Auftritt der bekannten Band Banda Senderos aus Essen gestaltet.
Ziel sei es, "nach den Hetzjagden und Hitlerverherrlichungen in Chemnitz ein klares, deutliches Zeichen der Zivilgesellschaft zu setzen: Gegen Rassismus, Antisemitismus, Antifeminismus und LSBTIQ*-Feindlichkeit".
Man wolle den Rechten nicht die Straße überlassen und demonstriere "Für Weltoffenheit, Demokratie, Humanismus und Toleranz."
Die Mobilisierung hat schon mit der Sammlung von Unterstützungsunterschriften begonnen. Über 400 Menschen haben unterzeichnet, darunter Vertreter von Parteien, Gewerkschaften, Verbänden und Institutionen. Nachdem der Aufruf bei Facebook 240.000 Sichtungen erhalten hatte, schraubte das Bündnis die Zahl der erwarteten Teilnehmer auf 2000. Die Wegführung sei von der Polizei in vollem Umfang bestätigt worden, hieß es auf der Pressekonferenz am Dienstag, an der auch ein Teil der Unterstützer teilnahm. Alle wollen ein friedvolles Zeichen setzen. Marion Greve, Superintendentin der ev. Kirche, betonte, wichtig sei unter anderem die Würde: "Überall wo Gewalt eingesetzt wird, ist die Würde des Menschen verletzt." Dieter Hillebrand vom DGB erklärte, es gehe nicht um "links gegen rechts", sondern "um eine Bewegung aus der Mitte der Gesellschaft." Die Gewerkschaften hätten schon aus historischen Gründen die Pflicht, sich dagegen zu wehren. Dompropst Thomas Zander formulierte ein Ziel, für "eine friedliche Gesellschaft" zu demonstrieren. Der Intendant am Schauspiel Essen Christian Tombeil schließt die Theater, um allen Mitarbeitenden die Möglichkeit zur Teilnahme zu geben.
0
1 Kommentar
1.954
Dirk Kalweit aus Essen-Ruhr | 12.09.2018 | 17:57  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.