Schweine suchen ein Zuhause: Fritz und Josefine entkamen dem Schlachter

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Josefine und Fritz haben echt Schwein gehabt. Der Altenessener Reinhold Kohlhoff rettete die beiden vor dem sicheren Tod. Die Hängebauchschweinchen sollten geschlachtet werden. Doch nun steht ihr Retter vor einem Problem: Er kann die zwei Grunzer leider nicht behalten. Nun möchte er ein neues Zuhause für Josefine und Fritz finden.
 
Hängebauchschwein Josefine geht es Dank ihres Retters gut, doch nun brauchen sie und Fritz ein neues Zuhause.

Josefine und Fritz haben echt Schwein gehabt. Der Altenessener Reinhold Kohlhoff rettete die beiden vor dem sicheren Tod. Die Hängebauchschweinchen sollten geschlachtet werden. Doch nun steht ihr Retter vor einem Problem: Er kann die zwei Grunzer leider nicht behalten. Nun möchte er ein neues Zuhause für Josefine und Fritz finden.

Entspannt liegen Josefine und Fritz in einem Hinterhof in Altenessen und erfreuen sich am Leben, denn das hätten sie beinahe verloren. In einer Spontanaktion rettete Reinhold Kohlhoff die beiden Hängebauchschweine vor dem sicheren Tod.  "Schauen sie sich die beiden Süßen doch mal an, die mussten einfach gerettet werden", erzählt ihr Übergangspapa. Vor zwei Monaten holte Reinhold Kohlhoff die Paarhufer zu sich. Vor wem er die Schweine gerettet hat und wo sie ursprünglich her kommen, möchte er nicht verraten. "Da bekomme ich sonst Ärger", sagt er. Wichtig sei nur, dass die beiden am Leben sind.

Josefine und Fritz liegen gemütlich auf einem Haufen Heu und grunzen zufrieden. Doch bleiben können die beiden etwa vier Jahre alten Schweinchen hier im Hinterhof in Altenessen leider nicht. "Ich kann das finanziell nicht auf Dauer stemmen", gibt Kohlhoff zu.

Ein tolles Zuhause gesucht

Das Veterinäramt war vor ein paar Tagen da. Die beiden Grunzer gelten als Nutztiere, die Auflagen zur Haltung sind streng und kostspielig. "Das Amt hat ja recht", gibt der Rentner zu und spricht einen Wunsch aus: "Ich wünsche mir, dass wir für die beiden ein tolles Zuhause finden, wo sie gut und richtig versorgt werden." Das Tierheim in Essen hat leider aktuell nicht die Möglichkeit die beiden Dickbäuche aufzunehmen, das bestätigte Tierheimleiterin Tilly Küsters auf Anfrage.

Die sind so lieb

Auch wenn es sein Ziel ist die zwei Ringelschwänze in gute Hände zu geben, ein wenig Wehmut ist sicherlich trotzdem mit dabei. Kolhoff: "Die sind so lieb. Und die Kinder in der Nachbarschaft sind ganz begeistert von denen. Die tun ja niemanden was."

Josefine erhebt sich und trottet durch ihr Gehege. Ihr dicker Bauch schlurft dabei fast über den Boden. Ihr Retter grinst und sagt: "Die sind so witzig, ich kann nicht verstehen, dass man sie schlachten wollte. Das kommt doch gar nicht in Frage." Sinn für Humor hat auch Reinhold Kohlhoff, denn eigentlich handelt es sich bei Fritz und Josefine um zwei Weibchen, aber: "Der Fritz hat am Anfang so gezickt und sich wie der Chef benommen, da habe ich ihn einfach Fritz getauft."

Zweite Chance für die Schweinchen

Reinhold Kohlhoff hofft, dass sich jemand meldet bei dem die Schweinchen ihre zweite Chance bekommen und ein glückliches, langes Schweineleben führen können. Wer ernsthaft den Platz, die finanziellen Mittel und das Know-How hat Fritz und Josefine dauerhaft und artgerecht unterzubringen, kann sich bei der Redaktion melden.

Erster Vermittlungsversuch schlug fehl

Ein erster Vermittlungsversuch schlug leider fehl. Ein Duisburger hatte versucht die Schweinchen abzuholen, die weigerten sich jedoch standhaft ihr Zwischenheim zu verlassen. Wer Interesse hat die Schweinchen aufzunehmen, sollte viel Gedud und das passende Fahrzeug dabei haben.



WICHTIG:

Sie können den Hängebauchschweinen ein schönes Zuhause bieten und haben vielleicht schon Erfahrung mit der Haltung von Nutztieren? Dann melden Sie sich bitte:

  • Mail: n.sikora@funkemedien.de
  • PN hier im Lokalkompass
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