Die MINT-Tage im Mariengymnasium beschäftigten sich mit Kugelbahnen
Der Trichter mit dem Trichter

In der einen Hand die Murmel, in der anderen die Stoppuhr. 
Foto: Bangert
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  • In der einen Hand die Murmel, in der anderen die Stoppuhr.
    Foto: Bangert
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In der einen Hand die Murmel, in der anderen die Stoppuhr: Geniale Ideen sind gefragt. Wer zum Beispiel ist auf den Trichter mit dem Trichter gekommen?

So ein Trichter verführt die Kugel nämlich dazu, langgezogene Kreisbahnen zu vollziehen, bevor sie dann ins Loch plumpst. Das bringt Zeit. Im Mariengymnasium finden die MINT-Tage der Klasse 6 statt. Diese werden von einer Gruppe Naturwissenschaftslehrern aus allen Fachbereichen betreut. Denn MINT beinhaltet Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Wiederholt wurde dem Gymnasium das Zertifikat „MINT-freundliche Schule“ zugesprochen. Als sogenannte „Mint-Botschafter“ werden Projekt mit der Grundschule an der Jacobsallee und der Heckerschule durchgeführt. Das Mariengymnasium kooperiert auch mit Universitäten und Hochschulen, um den Schülern mögliche Perspektiven für Berufsfelder im MINT-Bereich eröffnen zu können.

Werkstatt-Atmosphäre

Das diesjährige MINT-Thema sind also Kugelbahnen. Irene Franke führt durch die vier Räume, in denen bereits intensiv getüftelt wird. Die Physiklehrerin berichtet: „Zum Auftakt haben wir gemeinsam Vorexperimente durchgeführt und die grundlegenden Fragen geklärt.“ Die Lehrerschaft hatte da schon mal was vorbereitet und eine eigene Kugelbahn gebaut: „Aber die Kinder werden deutlich bessere Lösungen finden. So wie die sich mit Feuereifer in die Arbeit gestürzt haben...“
In der Tat liegt Werkstatt-Atmosphäre in der Luft. Erste Planungen werden wieder verworfen, intensiv wird daran geknobelt, wie man den Wettbewerb gewinnen kann. Je zwei Mädchen- und Jungenklassen treten gegeneinander an. Sie bauen Kugelbahnen aus Papier, die zwei Kriterien erfüllen sollen: Zunächst einmal sollen die Murmeln möglichst lange durch die Röhren laufen. Dafür muss die Bahn natürlich eine entsprechende Gesamtlänge haben. Zusätzlich sollten aber auch noch „Schikanen“ eingebaut werden. Wie wäre es mit einem „Überflieger“ oder gar einem Looping? Auch muss man lernen, mit seinen Ressourcen auszukommen. Es gibt abgezähltes Papier, eine Bodenplatte und nur eine Rolle Tesafilm. Die Sechstklässler sind schon aufgeregt: „Wie lange rollt unsere Kugel wohl? Hat unsere Klasse da Siegerchancen?“

Kreativität ist gefragt

Genauso wichtig sind aber auch eine gelungene Form und besondere Kreativität. Dafür wird ein eigener Preis ausgelobt. Irene Franke lächelt: „Bei den Mädchen wird mehr Wert auf Deko gelegt.“ Ein Trichter in Form einer Pommestüte? Pfiffig. Mädchen haben aber noch andere Qualitäten: „Sie geben nicht so schnell auf und tüfteln weiter am Problem.“ Bei den Jungs geht es hoch her. Da treten die gelb-schwarze BVB-Bahn und die blau-weiße Schalke-Bahn gegeneinander an. Prompt passiert das Malheur und die Kugel bleibt an einem nicht richtig festgemachten Klebestreifen hängen. Dazu sagt Irene Franke: „Hier ist hohe Verarbeitungsqualität gefragt. Bereits ab der 5. Klasse legen wir Wert auf gelungenes formales Arbeiten bei Planung, Durchführung und Bewertung eines Experimentes.“

In der einen Hand die Murmel, in der anderen die Stoppuhr. 
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Die Schüler stürzten sich mit Feuereifer in die Arbeit.
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