Die Ruhrlandklinik bekommt ein Zentrum für seltene Lungenerkrankungen
Standort der Spitzenmedizin

Auf der Baustelle stellen sich Prof. Dr. Christian Taube, Bärbel Bergerhoff-Wodopia, Julia Jacob, Karl-Josef Laumann, Daniela Levy, Prof. Ulrich Radtke, Thorsten Kaatze und Prof. Dr. Jochen A. Werner den Fotografen. 
Foto: Universitätsmedizin Essen
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  • Auf der Baustelle stellen sich Prof. Dr. Christian Taube, Bärbel Bergerhoff-Wodopia, Julia Jacob, Karl-Josef Laumann, Daniela Levy, Prof. Ulrich Radtke, Thorsten Kaatze und Prof. Dr. Jochen A. Werner den Fotografen.
    Foto: Universitätsmedizin Essen
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Baustellentermin oben auf den Heidhauser Höhen. Hier entsteht bis 2023 ein hochmoderner Klinikneubau. NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann weiß von großem Leid: „Wir müssen unser Augenmerk verstärkt auch auf seltene Krankheiten richten.“ Die Betroffenen stünden oft vor einer regelrechten Odyssee.

Aus seiner Zeit als Patientenbeauftragter der Bundesregierung weiß Laumann, dass eine Lungenerkrankung mit seltenem Krankheitsbild schlicht und einfach überfordern kann. Ersparen möchte er Menschen mit seltenen, aber gleichwohl schweren Erkrankungen die dann viel zu oft beginnende verzweifelte Suche nach erfolgreicher Behandlung.
Hier in Heidhausen kann geholfen werden. Seit über einem Jahrhundert ist die Ruhrlandklinik mit ihren inzwischen 299 Betten auf Lungenerkrankungen spezialisiert. Sie gehört zum Verbund der Essener Universitätsmedizin und ist deutschlandweit eine der führenden medizinischen Institutionen für Prävention, Diagnostik und Behandlung von Lungen- und Atemwegserkrankungen. Über 650 Beschäftigte versorgen jährlich rund 20.000 Patienten stationär und ambulant.

Hochmodernes Zentrum

Der Förderungsbescheid des Landes über 8,7 Millionen Euro war bereits 2018 eingegangen, die Bauarbeiten hatten sich jedoch verzögert, sind nun aber in vollem Gange: Der Keller ist bereits fertiggestellt, zur Grundsteinlegung traf man sich im zukünftigen Erdgeschoss. Der Regen peitschte, der Wind fegte, sodass das ursprünglich vorgesehene Programm kurzerhand umgeworfen werden musste. Doch die Freude war umso größer: Die Fachklinik bekommt ein hochmodernes „Zentrum für seltene Lungenerkrankungen“. In Untergeschoss und Erdgeschoss sollen nichtinfektiöse CF-Patientinnen und Patienten behandelt werden. Auf den zwei oberen Etagen entstehen eine Isolierstation mit 16 Einzelbettzimmern sowie eine Station der Allgemeinpflege mit 16 Zweibettzimmern

Beste Bedingungen

Der insgesamt zwölf Millionen Euro teure Klinikneubau wird Patientinnen und Patienten mit seltenen Lungenerkrankungen wie Mukoviszidose oder Lungenfibrose ohne erkennbare Ursache spezielle und abgeschirmte Isolationseinheiten bieten. Auch wird hier ein wichtiger Forschungsstandort entstehen. Damit kann die Ruhrlandklinik ihr Angebot signifikant erweitern und ihre Rolle als universitäre Lungenfachklinik weit über die Region hinaus stärken. NRW-Gesundheitsminister Karl Josef Laumann hielt fest: „Erkrankungen, die weniger häufig auftreten als andere, bedeuten für die Betroffenen nicht weniger Leid. Auch für sie muss es hochwertige Diagnose- und Therapiemöglichkeiten geben. Mit dem Neubau schaffen wir am Standort Essen beste Bedingungen für eine optimale Forschung und Behandlung von Erkrankten.“ Bürgermeisterin Julia Jacob dankte Laumann und dem Land NRW, durch dessen Förderung das neue Zentrum den guten Ruf der Stadt als Standort der Spitzenmedizin noch mehren werde.

Smart Hospital

Prof. Dr. Jochen A. Werner ist Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender der Universitätsmedizin Essen. Er freut sich, dass sein Haus trotz der durch die Pandemie extrem schwierigen Rahmenbedingungen den Weg zum digitalen, auf den Menschen fokussierten Smart Hospital fortsetzen kann: „Das zukunftsweisende Zentrum für seltene Lungenerkrankungen ist dabei ein wichtiger Baustein für eine bessere Medizin, neue Heilungschancen für unsere Patientinnen und Patienten sowie moderne Arbeitsplätze für unsere Beschäftigten.“ Bärbel Bergerhoff-Wodopia, Vorsitzende des Aufsichtsrats des Universitätsklinikums Essen, blickt über den Tellerrand: „Die Ruhrlandklinik leistet als hochspezialisierter Standort ebenso wie die gesamte Universitätsmedizin Essen einen wichtigen Beitrag für eine erstklassige medizinische Versorgung der Metropolregion Ruhr. Vorstand und Aufsichtsrat werden auch weiterhin gemeinsam daran arbeiten, die führende Rolle zu stärken und auszubauen.“

Ein Quantensprung

Thorsten Kaatze, kaufmännischer Vorstand der Universitätsmedizin Essen, spricht von einem Quantensprung für den ohnehin schon hohen Behandlungsstandard der Ruhrlandklinik, deren Geschäftsführer er ist: „Lebensbedrohlich Erkrankte können nun separat auf höchstem universitärem Niveau behandelt werden.“ Prof. Dr. Christian Taube ist Direktor der Ruhrlandklinik und stellt fest, dass die Pandemie noch einmal deutlich gemacht habe, wie wichtig das gesamte Krankenhausteam sei. Die exzellenten Kräfte habe man bereits, bald gebe es auch die exzellente Infrastruktur dazu. Der Heidhauser Standort soll noch mehr Strahlkraft entwickeln. Denn Karl-Josef Laumann setzt darauf, dass die Digitalisierung der Medizin dazu beitragen werde, die in der Ruhrlandklinik gebündelte Expertise „auch in die Fläche zu bringen“.

Autor:

Daniel Henschke aus Essen-Werden

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