"Trink-Tourismus" in Werden - Die Stimmen und Meinungen der Lokalpolitiker

Diese Idylle an der Brehminsel am Ufer der Ruhr wünschen sich die Lokalpolitiker über alle Parteigrenzen hinweg zurück.
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  • Diese Idylle an der Brehminsel am Ufer der Ruhr wünschen sich die Lokalpolitiker über alle Parteigrenzen hinweg zurück.
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Seit Monaten schon beschäftigt das Thema des „Trink-Tourismus“ die Bürger in Werden. Doch erst seitdem sich der Werden Kurier des Themas angenommen hat, scheint Bewegung in die Situation zu kommen. Zudem scheint der Vorschlag eines „Runden Tisches“ seitens des Ordnungsamtes auf breite Zustimmung zu treffen.

Angesichts dieser Entwicklung hat sich der Werden Kurier bei den zuständigen Lokalpolitikern umgehört und Stimmen eingesammelt. So meint etwa Ratsherr Klaus Budde von der FDP: „Als Bürger hat man keine Chance, wenn abends um zehn über ein Dutzend junger Leute da ein lautstarkes Trinkgelage veranstalten, Flaschen an die Brücke klatschen, Dinge ins Wasser werfen. Ich gehe oft da lang, wenn ich von der Bahn komme: abenteuerlich!“ Von einem runden Tisch ist Budde nicht überzeugt: „Erst einmal soll die Polizei stärkere Präsenz zeigen, mit zivilen Streifen oder Motorradpolizisten. Gottseidank ist noch nicht mehr passiert!“
Auch CDU-Ratsherr Hanslothar Kranz gab eine Stellungnahme: „Es ist eine Schweinerei! Da haben wir nun im Zuge von ‚Werden ans Wasser‘ diese wunderbare Anlage bekommen, andere Ruhranrainer beneiden uns darum - und dann das! Es ist ein richtiger Bandentreff geworden, ein Problem ist da sicher auch der Alkoholverkauf an Minderjährige. Die Anwohner begeben sich mittlerweile sprichwörtlich in die ‚Höhle des Löwen‘ und haben Angst. Das Problem ist gar nicht so leicht in den Griff zu bekommen, alle müssen an einem Strick ziehen, zum Beispiel müssenDoppelstreifen kontrollieren.“ Ein runder Tisch? „Ein guter Vorschlag - da bin ich dabei!“

"Ein runder Tisch? Ein guter Vorschlag - da bin ich dabei!"

Und auch Reinhold Schulzki von der SPD ist sich der Dringlichkeit der Situation bewusst: „Das Problem ist doch folgender ‚Kollateralschaden‘: man steigert die Aufenthaltsqualität und lädt damit auch Leute ein, die man gar nicht da haben wollte. Ich bin irritiert, dass man sich - auch als Minderjähriger? - lokal mit Spirituosen versorgen kann, da müssen die Ordungskräfte genauer hinschauen. Was mich umtreibt, ist die Frage, warum diese Menschen sich so ‚autistisch‘ verhalten. Sie haben wohl nicht das Gefühl, dass unsere Gesellschaft eine Solidargemeinschaft ist und pöbeln und zerstören. Da fehlt offensichtlich das Unrechtsbewusstsein, wir werden uns wohl oder übel diesem Phänomen stellen müssen und uns mit diesen jungen Leuten auseinander setzen. Wir werden das Gespräch suchen.“
Abschließend meint Elisabeth van Heesch-Orgaß vom Bündnis 90/Die Grünen: „ Ich begrüße ausdrücklich den von Rainer Kunze vom Ordnungsamt der Stadt Essen eingebrachten Vorschlag eines ‚Runden Tisch‘. Allerdings sind die sich seit Monaten in Werden abspielenden Szenen kein Jugendlichenproblem. Daher sollte an diesem ‚Runden Tisch‘ auch ein Vertreter der Jugendlichen sitzen. Zudem greift der alleinige Ruf nach der Polizei zu kurz, es müssen Gesellschaft, Elternhäuser, Schulen und Jugendorganisationen mit ins Boot geholt werden.“

Monika Reich-Püttmann vom Heimatverein begrüßt die Idee eines Runden Tisches aus Werden

Stellungnahme des Ordnungsamtes aus Werden

Die Hintergründe zum Trink-Tourismus aus Werden

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