Die Anekdoten der Ente: Als Letztes kam schließlich die Bombe!

Wer die Chance hat, einmal Willi »Ente« Lippens live auf der Bühne zu erleben, der sollte dies nicht verpassen. Der Mann ist nicht nur eine lebende Legende, sondern auch ein geborener Entertainer. Über seine Anekdoten sagt Lippens mit einem breiten Grinsen im Gesicht: »Das ist alles Realität. Das ist nicht geflunkert. Das eine oder andere wird ein bisschen ausgebaut, das ja, aber sonst …«

Aus den Tagen, als er in die USA zu den Dallas Torpedos wechselte, stammt diese Geschichte: »Mitten in der Nacht klingelte das Telefon. ›Hier ist Gert Trinklein. Hömma, dein Vertrag läuft doch auch aus und hier in Dallas gibt es ’ne schöne Marie zu verdienen, ganz wunderbar. Aber lass dir das schriftlich geben, dass du ablösefrei bist!‹ Anfang der 80er waren wir ja alle drüben. In Deutschland war ja kaum noch einer, der gespielt hat. Cruijff, Neeskens, Beckenbauer. Müller, Hölzenbein … alle. Die waren 1979 alle drüben.

Dann habe ich mir das geben lassen von der Borussia und bin rüber nach Dallas. Gert hatte schon alles vorbereitet und dann kostete ich auf einmal soooo einen Klotz Ablösesumme. Das Geld lag auf der Bank und der Gert hat dann gesagt, wir regeln das mit der Freigabe. Die haben uns ja alles geglaubt. Und dann haben wir geteilt. Eins für dich und eins für mich. Gut, weg.

Und dann fiel mir ein, Mensch, da ist doch noch der Wolfgang Rausch, der spielt ja jetzt bei den Bayern. Der war von Rot-Weiss nach München gegangen, aber spielte da nicht so richtig. Da habe ich gedacht, ruf den mal an. Ja, wunderbar, dann saß der auch im Flieger. Und dann kostete er auch wieder richtig Geld. Da haben wir dann zu dritt gesessen. Eins für dich, eins für dich und eins für mich. Sehr schön.

Da sagte der Wolfgang, och, den Ede Wolf, den habe ich noch letzte Woche gesehen, der will auch aufhören bei der Borussia. Ja, gut, haben wir gesagt, dann rufen wir jetzt den an. Einmalig. Der kam, kostete ’nen Klotz Ablöse. Einer für dich, einer für dich, einer für dich, einer für mich. Wunderbar. Und dann kam der Flemming Lund, der bei Rot-Weiss und der Fortuna gespielt hatte, der dann auch zu uns kam, da waren wir zu fünft. Für dich, für dich, für dich, für dich, für mich.

Als Letztes kam schließlich die Bombe. Klaus Toppmöller. Der kam zu uns nach Dallas und kostete einen R-i-e-s-e-nklotz. Das war praktisch das Ende für den Verein. Da waren wir zu sechst. Da musstest du schon einen schönen breiten Tisch haben, um das alles nebeneinander zu kriegen. Ja. Nur der Klaus Toppmöller war verletzt und hat nie wieder gespielt. Aber, wie gesagt, wir hatten es drin und das war gut.«

Autor:

Ben Redelings aus Bochum

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