Nadelstiche gesetzt

Die rot-weißen A-Junioren zogen in die nächste Pokalrunde ein. 
Foto: Bangert
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Die Werdener A-Junioren unterliegen dem RWE im Kreispokal

Im Viertelfinale des Kreispokals kam das erwartete Aus. Die A-Junioren überzeugten gegen Rot-Weiss Essen aber über weite Strecken mit einer disziplinierten und kämpferisch vorbildlichen Leistung.

Der hochgewettete Tabellenführer der Niederrheinliga war offensichtlich wenig motiviert ins Löwental gekommen. Nahm der Favorit etwa den Werdener Underdog auf die leichte Schulter? Der SC wollte sich so teuer wie möglich verkaufen, hatte sogar die erste Möglichkeit mit einem Weitschuss. Der Gast tat einfach zu wenig, da hätte man mehr erwartet. Erst in der 36. Minute gelang ihm die Führung. Mit schalem Beigeschmack, denn Rot-Weiss spielte weiter, obwohl ein SC-Spieler verletzt am Boden lag. Diese unfaire Vorgehensweise wurde sogar noch belohnt, als ein verdeckter Schuss aus spitzem Winkel ins Tor fand. Die Gastgeber versuchten es weiter mit Nadelstichen, Henri Nelles schickte Leon Pfannkuch, aber der Pass war ein wenig zu steil. Eine unbedachte Aktion im Strafraum führte zum nächsten Gegentrefffer. Das Foul nahm der RWE-Stürmer zu gerne an, dem Unparteiischen blieb nicht anders übrig: Elfmeter, unhaltbar flach ins Eck. Mit diesem 0:2 wurden die Seiten gewechselt. Sofort hatten die Gäste eine Riesenchance, aber Torhüter Lars Weber reagierte grandios. Dann wurde es ungerecht: Während der Schiedsrichter den Werdenern einen vielversprechenden Konter wegen angeblicher Abseitsposition weg pfiff, drückte er im Gegenzug beim 0:3 beide Äuglein zu, der Schütze stand klar Abseits. Nun haderten die SC-Kicker mit ihrem Schicksal, die Konzentration war weg. Es folgten das 0:4 und das 0:5 durch einen Freistoß aus 25 Metern. Erst jetzt fing sich der Außenseiter wieder und hatte zweimal die Möglichkeit zum Ehrentreffer. Erst scheiterte Henri Nelles am Torwart, dann verkürzte der Schlussmann geschickt den Winkel gegen Eduard Pomares. Nach diesem Ausflug in „die große weite Welt des Fußballs“ zählt für die Trainer Enrico Bloß und Thomas Wortmann nur noch der Kampf um den Klassenerhalt in der Leistungsklasse. Bis zur Winterpause kommen noch drei wichtige Begegnungen.

„Die Mannschaft kann mehr“

Die C-Junioren hatten zwei ganz enge Spiele, waren in Heisingen erfolgreich, mussten aber in einem vorgezogenen Meisterschaftsspiel beim Tabellenführer eine unglückliche Niederlage einstecken. Im Spitzenspiel beim ESC Rellinghausen ließ der SC die Punkte am Krausen Bäumchen. Aufgrund der wirklich guten Mannschaftsleistung wäre eigentlich mehr drin gewesen, doch ihr Treffer in der 57. Minute reichte den Hausherren zur Entscheidung. In Heisingen stolperten die C-Junioren dann förmlich zum Auswärtssieg. Letztendlich konnte sich Mannschaft über drei Auswärtspunkte freuen. Mit der gezeigten Leistung war das Trainerteam allerdings bei weitem nicht zufrieden. Die Löwentaler siegten mit 1:0 beim Heisinger SV, den goldenen Treffer erzielte Alex Lewe in der 20. Minute. Trainer Dietmar Munsch konnte sich nur über das Ergebnis freuen: „Die Mannschaft ist in der Lage, wesentlich ansehnlicheren Fußball zu zeigen. Heute konnte sie es jedoch leider nicht abrufen.“ Dennoch kletterte der SC zumindest vorläufig auf den dritten Rang der Leistungsklasse. Am Mittwoch, 22. November, erscheint um 18 Uhr zum Pokalhalbfinale der Niederrheinligist ETB SW Essen im Löwental.
Lange Gesichter gab es nach dem Schlusspfiff bei den D-Junioren. Das Team begann unkonzentriert und verlor die entscheidenden Zweikämpfe im Mittelfeld. Der Gegner TuSEM nutzte die sich bietenden Möglichkeiten und ging verdient mit 2:0 in die Pause. Die Trainer Volker Wittig und Luca Kattenbusch. nutzten die Pause zur Fehleranalyse und nahmen personelle Korrekturen vor. Von nun an wussten die Werdener auch kämpferisch zu überzeugen. Aber es reichte nur noch zum Anschlusstreffer durch Linus Bramlage, sodass die Gäste die drei Punkte an die Margarethenhöhe mitnehmen konnten.

Von Woche zu Woche besser

Auch bei SuS Niederbonsfeld gingen die U13 Mädchen als Sieger vom Platz. In der ersten Halbzeit ließen sie sich von der robusten, jedoch nicht unsportlichen, Spielweise der Gastgeber einschüchtern und stand unter Druck. Der SC bekam das Spiel nicht in den Griff und lag nach einem allerdings irregulären Tor zur Pause mit 0:1 hinten. In der zweiten Halbzeit änderte sich alles: Die Werdener Mädchen zeigten nun, dass sie sich nicht geschlagen geben wollten. Sie drehten das Spiel. Den Ausgleich markierte Greta Grüning mit einem Schuss unter die Latte. Danach lief das Spiel immer besser und auch in der Abwehr kam man wieder zur Sicherheit zurück. Mit einem Angriff über die linke Außenbahn wurde der Siegtreffer eingeleitet. Greta Grüning flankte den Ball vors Tor, wo Caroline Greithner den Ball dankend annahm und ins Netz schob, ihr erstes Tor für den SC. Trainer Roland Vorholt war sehr einverstanden mit der Leistung seiner Schützlinge: „Eine geschlossene mannschaftliche Einstellung. Es ist bemerkenswert, wie die Mädchen sich von Woche zu Woche entwickeln.“ Die Mannschaft hat seit dem ersten Spieltag nicht mehr verloren und ist „klammheimlich“ in der Tabelle nach vorne gerutscht. Werden ist nun schon Dritter, liegt gerade einmal zwei Zähler hinter der Spitze.

Die rot-weißen A-Junioren zogen in die nächste Pokalrunde ein. 
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Die Werdener A-Junioren wehrten sich nach Leibeskräften gegen den RWE. 
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