Die Handballer bestreiten vorerst keine Spiele mehr
Pause bis ins nächste Jahr?

Die Kettwiger und Werdener Handballer haben erst einmal Pause.
Foto: Bangert
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Mindestens bis zum 15. November bestreiten die Handballer keine Spiele mehr. Der Landesverband hat den Ligabetrieb unterbrochen. Was sagen die Vereine?

Wie schon im März hatten sich die Ereignisse der Corona-Lage überschlagen. Die Entscheidung wurde allerdings unabhängig von gesetzlichen Bestimmungen gefällt, denn NRW erlaubt weiterhin Kontaktsport. Es gab Stimmen für einen Abbruch der Saison, aber auch andere, die auf keinen Fall aufhören wollten. Beide „Lager“ untermauerten ihre Haltung mit zumeist durchaus nachvollziehbaren Argumenten. Schon Ende August war der HV Niederrhein als erster Landesverband überhaupt in die Saison gestartet. Aus Sicht der Verantwortlichen die richtige Entscheidung: es konnten rund 95 Prozent der Spiele durchgeführt werden. Bisher sollte die Saison am 9. Mai 2021 enden. Maximal bis zum 6. Juni könnte sie verlängert werden. Sollte nur die Hinrunde gespielt werden können, dann würden danach Meister- und Abstiegsrunde oder Relegation folgen.

Weiter im Januar

Nachdem für den Verbandsligisten Kettwiger SV bereits unter der Woche das Nachholspiel gegen den Haaner TV abgesagt werden musste, fiel nun auch das Derby bei der SG Überruhr aus. Die Partie hätte ohnehin unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattgefunden. Abteilungsleiter Werner Dörnenburg erklärt, dass das Training der Senioren bis zum 5. November und das der Jugendmannschaften bis zum 15. November ruhen werde. Nach Rücksprache mit den Trainern der Seniorenmannschaften werde zurzeit ein Programm entwickelt, damit die Mannschaften im Training bleiben könnten. Erst soll es Lauftraining für jeden einzelnen Spieler geben, dann wolle man versuchen, wieder in der Halle zu trainieren, so Dörnenburg: „Wir müssen aber erst einmal abwarten, was die Stadt Essen am 31. Oktober an neuen Maßnahmen herausgibt.“ Der Kettwiger Handballvorstand ist der Meinung, dass die laufende Saison länger unterbrochen werden sollte: „Wir plädieren für eine Fortsetzung der Saison, aber mit einer Unterbrechung bis Januar 2021 oder zu einem Zeitpunkt, an dem sich die Zahlen der aktuellen Inzidenzwerte wieder in Bereichen unter 50 befinden.“ Für den Verbandsligisten würden bis zum Jahresende fünf Partien ausfallen. Diese Begegnungen könne man doch nach dem ursprünglichen Saisonende nachholen, findet Dörnenburg: „Die vier bisher schon abgesagten Partien müssten allerdings an Trainingsabenden gespielt werden.“

Halle gut durchlüftet

Die DJK Werden hätte am 29. Oktober ihr Nachholspiel bei der SG TuRa Altendorf austragen sollen. Abteilungsleiter Malte Mallach ist froh, dass jetzt erst einmal unterbrochen wird: „Die Entscheidung ist wegen der hohen Infektionszahlen absolut richtig. Ich habe eigentlich jeden Tag drauf gewartet. Es hätte durchaus schon eher sein können, so mussten wir letzte Woche noch ein Nachholspiel der 2. Herren austragen.“ Mallach erwartet eine längere Pause: „Ich gehe davon aus, dass wir in diesem Jahr keine Spiele mehr machen werden.“ Zu orakeln sei momentan sehr schwierig, aber bestimmtwerde Corona den Sport mindestens den ganzen Winter hindurch begleiten. Die DJK Werden werde sich natürlich strikt an die Regeln halten: „Wir lassen kontaktfreies Training weiterlaufen, wenn es vertretbar ist. Das sind wir schon aus dem Sommer gewohnt, da hat das gut geklappt. Die Kinder und Jugendlichen brauchen den Sport für Körper und Seele, die Erwachsenen aber auch. Und unsere große Halle im Löwental ist durch die sehr effektive Frischluftanlage gut durchlüftet.“

Autor:

Daniel Henschke aus Essen-Werden

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