Sitzung Sportverbund Werden-Ruhr

Beim Heidhauser Tennisclub Am Volkswald: Hier könnte das neue Stadtbad entstehen!
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Wenn Werdens Sportler am Ende eines Jahres zusammensitzen, gibt es viel Sportliches zu berichten. Der Ausblick auf 2014 darf aber auch nicht fehlen. Dominiert wurde die Sitzung von der Präsentation des neuen Sportkonzepts.

Im Foyer der Halle im Sportpark Löwental hatten sich die Delegierten der 14 Mitgliedsvereine, aber auch andere am Werdener Sport interessierte Menschen eingefunden.
Der formelle Teil war schnell erledigt. Der Vorstand berichtete über die offizielle Eröffnung des Sportparks Löwental, hierzu versammelten sich Sportverwaltung, Politik und eben auch die Werdener, um die neue Vorzeige-Anlage gemeinsam für den Sport zu „erobern“. Auch dort sei wieder klar geworden, wie akzeptiert der Sportverbund mittlerweile sei – weit über die Grenzen Werdens hinweg.
Schatzmeister Lothar Rust (EWRC) lächelte freudig über den Stand der Finanzen, die beiden Kassenprüfer Peter Büker (Werden 80) und Heinz Thiemann (TC Am Volkswald) hatten keine Unregelmäßigkeiten entdeckt – die Entlastung des Vorstands mit Rust, dem Vorsitzenden Ulrich Kromer (WTB) und Schriftführer Daniel Henschke wurde einstimmig erteilt. Im nächsten Jahr wird Thiemann gemeinsam mit Stefan Eggebrecht (Schachfreunde) prüfen.

Was passiert 2014?

Im Ausblick auf 2014 wurde kurz über den Unterschied zu den benachbarten Kettwigern diskutiert, die soeben ihren Sportverband auflösten und kurz darauf durch Fusion einen großen Verein schufen: in Werden wird mehr zusammen gearbeitet! Hans-Jürgen Koch vom SC W-H: „Gerade bei unseren Verhandlungen mit der Stadt war immer der Sportverbund mit seinen 4.900 Mitgliedern im Hintergrund zu spüren. Es verhandelt sich leichter, wenn man so eine starke Gemeinschaft im Rücken spürt!“ Ein Geben und Nehmen. So pochen die Fußballer darauf, dass es im zukünftigen Anbau im Sportpark auch - bescheidene - Geschäftsräume für die in der Halle ansässigen DJKler geben wird. Im Frühjahr sei dort Baubeginn. Im Sommer wird ein Aktionstag im Sportpark Löwental zum Mitmachen anregen, die einzelnen Vereine werden bei diesem „Tag der offenen Tür“ sich und ihre Sportarten präsentieren. Dazu kommt eine Schulung im Umgang mit den beiden gestifteten Defibrillatoren des Sportparks.

Sportkonzept Werden

Der Schwerpunkt des Abends lag auf der Präsentation des „Sportkonzeptes Werden“. Der Werdener Tennisspieler Harry Engelhardt hatte die Idee angestoßen, Architekt Thomas Friedrich stellte die mögliche Umsetzung vor. Der Tennisverein solle auf den nun verwaisten Fußballplatz im Volkswald ziehen, bekäme dort nigelnagelneue Tennisplätze und eine Traglufthalle für den Winter. Beim TC Am Volkswald war eifrig diskutiert worden, es zeichnete sich eine Mehrheit für den Umzug ab.
Als nächstes würde auf dem bisherigen Tennisgelände eine „1 zu 1“-Kopie des Stadtbades gebaut, plus eines zusätzlichen Lehrschwimmbeckens mit Hubboden. Erweiterungen seien angedacht, so könnten recht flexibel und kostengünstig auf dem durchaus üppigen Gelände Möglichkeiten für Kursangebote und Reha-Sport entstehen. Thomas Friedrich outete sich: „Ich bin Sauna-Fan. Da könnte ich mir was sehr Schönes vorstellen.“ Die bisherigen Betriebsleiter, der WTB und ein wenig die DJK Werden, sollten weiter im Boot bleiben und auch das neue Stadtbad führen. DJK-Vorsitzender Heinz Dressler fasste zusammen: „Aus sportlicher Sicht ein durchaus attraktiver Gedanke!“ Der Vorstand des WTB hatte zuvor in intensivem Gespräch mit dem Projektentwickler zugesagt, die Vorschläge ernsthaft zu prüfen. Vorsitzender Ulrich Legel befürwortete die Lösung, falls die Bedürfnisse seines Vereins vollends umgesetzt würden.

Win-Win-Situation?

Genau dies ist die Intention der Planer: „Wir möchten etwas Gutes für Werden, Fischlaken, Heidhausen tun. Es würde eine Win-Win-Situation werden!“ So sähe das auch die Verwaltung - wenn Alle etwas davon hätten, warum nicht? Ähnlich argumentierte Klaus Paßgang (BSV Gut Ziel), der im Namen seiner Bogenschützen Platzbedarf anmeldete. Auf dem Endstück des Geländes am Volkswald sei ein leicht zu sichernder Korridor mit Zugang, auch für behinderte Bogenschützen, durchaus denkbar. Frank Struck (Wanderfalke) fragte an, ob denn in diesem zukünftigen Bad auch Belange der Kanupolo-Spieler berücksichtigt werden könnten, da zukünftig Turniere und Trainings der Nationalmannschaft nicht mehr im Hauptbad stattfinden könnten. Auch dies könne mit in das Konzept integriert werden, deutete Friedrich an.
Anna Leipprand und Udo Steinhauer von den Grünen wollten wissen, ob auch alternative Möglichkeiten für den Volkswald durchdacht worden wären. Dazu nannte Harry Engelhardt Fakten: „Eine zukünftige Nutzung darf nicht über die bestehende hinaus wachsen – das wäre planungsrechtlich nicht durchführbar. Auch muss ein wirtschaftlicher Gedanke dahinter stehen – die Flächen müssen auch zukünftig gepflegt werden, dazu ist die Stadt finanziell nicht in der Lage.“

Bauchschmerzen

Bis dahin waren die Teilnehmer einverstanden, Bauchschmerzen bereitete jedoch die Entwicklung im Werdener Ortskern. Verstärkter Busverkehr durch Schüler-Transport, eine nicht geringe Zahl an betagten Werdenern, die „ihr Schwimmbad“ nicht mehr nutzen könnten, Aufgabe einer städtischen Fläche zugunsten von Schickimicki-Bauten…Dies alles wollte den Anwesenden nicht so recht schmecken. In der Tat würde ein Investor – Interessenten seien bereits da – der ja der Stadt für Bad und Tennisverlagerung die Bausumme von rund 4,5 Millionen Euro vorstrecken würde, im Gegenzug mit städtischen Flächen bedacht. Die seien auf dem Gelände des dann abgerissenen Bades, aber auch auf der Parkpalette denkbar – auch im ganzen Stadtgebiet. Hier brachte Bezirksvertretungsmitglied Stephan Sülzer (CDU Heidhausen) eine weitere Fläche ins Gespräch: „Warum nicht das Gymnasium dort erweitern und dafür das Gelände der ehemaligen Hauptschule bebauen – mit bezahlbarem Wohnraum?“ Auch Martina Schürmann von der CDU Werden mahnte an, dass auf keinen Fall zusätzliche Verkehrsströme auf die schon genug belastete Altstadt zukommen dürften. DJK-Chef Heinz Dressler resümierte den Abend: „Ich fühle mich rundum bestens informiert!“

Hintergrund

Planungs- und Bauzeit würden sicherlich fünf Jahre dauern, die Bausumme für Stadtbad und Verlagerung des Tennisclubs läge bei rund 4,5 Millionen Euro. Der Verkauf der Flächen des Stadtbades und der Parkpalette würde bestenfalls ein Drittel dieser Summe erbringen.

Autor:

Daniel Henschke aus Essen-Werden

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