Die CDU Werden besuchte die Kanugesellschaft Wanderfalke
Wo drückt der Schuh?

CDU-Ratsfrau Martina Schürmann sowie die Bezirksvertreter Herbert Schermuly und Hanslothar Kranz besuchten die Kanugesellschaft Wanderfalke und ließen sich von Michael Steinbach und Peter Sodoman berichten.
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Was tut sich so bei den Sportlern? CDU-Ratsfrau Martina Schürmann sowie die Bezirksvertreter Hanslothar Kranz und Herbert Schermuly möchten wissen, wo den Vereinen der Schuh drückt.

Die CDU Werden besucht das Löwental und lässt sich bei der Kanugesellschaft Wanderfalke von den neuesten Baumaßnahmen berichten. Das Projekt soll ein schon jahrzehntealtes Provisorium endgültig beenden. Dafür holt Vorsitzender Michael Steinbach aus: „Unser Verein wurde 1925 gegründet, das erste Bootshaus war am Schevener Hof. Der Schuppen steht übrigens immer noch.“ Steinbach ergänzt: „In den 50er Jahren siedelte der Club um ins Löwental auf ein Pachtgrundstück der Stadt Essen.“ Dieser ganze Streifen an der Ruhr ist dem Wassersport vorbehalten. Einst sollte gar nebenan die Deutschlandzentrale der DLRG entstehen.

Überschwemmungsgebiet

Die Nähe zur Ruhr ist ungemein praktisch für die Wassersportler, doch zugleich gibt es potenzielle Überschwemmungsgebiete. Von daher waren die in den 80ern entstandenen Bootsschuppen immer nur geduldet. Gebaut wurden sie für das damals stark aufkommende Kanupolo. Schweren Herzens hatte sich die KG vom aufwändigen Rennsport verabschieden müssen, der nicht mehr finanzierbar war. Die spektakulären Erfolge sind Geschichte und Peter Sodoman zählt auf: „Der legendäre WM-Vierer 1938 in Stockholm war ein Wanderfalken-Boot. Barbara Schüttpelz ist hier im Verein groß geworden. Sie sammelte rund 30 Deutsche-Meister-Titel und bei den Olympischen Spielen in Los Angeles Bronze- und Silbermedaille. Auch Nils Ellwanger darf nicht vergessen werden.“ Doch dann trat Kanupolo in den Vordergrund. Michael Steinbach erklärt das so: „Quasi Basketball auf dem Wasser.“ Die Boote für diesen Sport mussten irgendwo untergebracht werden, daher die alten Holzhütten.
Nun jedoch krempelt der Verein die Ärmel hoch und packt mit Unterstützung an: „Wir haben nebenan von der Stadt ein 600 Quadratmeter großes Grundstück gepachtet, welches zwei Meter höher liegt.“ Dafür wurde mit finanzieller Unterstützung der Bezirksvertretung eine Mauer abgerissen, nun soll das Terrain geebnet und baufertig gemacht werden. Ein Holzhaus für 120 Boote soll entstehen, Baubeginn möglichst noch in diesem Jahr. Doch Sodoman wartet noch auf den Bewilligungsbescheid für die beantragen Fördergelder: „Unser Antrag ist glatt durchgegangen.“ Der Landessportbund beteiligt sich an den Baukosten von 65.000 Euro mit 70 Prozent und die Stadt gibt sogar noch fünf Prozent oben drauf. Es handelt sich im Prinzip um eine Grundstücktausch, erklärt Steinbach: „Später reißen wir die alten Schuppen ab und geben dieses Gelände der Stadt zurück.“

Keine Nachwuchssorgen

Nun möchte Martina Schürmann aber doch wissen, wie es denn sportlich steht um die KG Wanderfalke. Über 200 Mitglieder treiben hier Wassersport. Michael Steinbach und Peter Sodoman selbst sind begeisterte Kanuwanderer, die große Fahrten unternehmen. Als jüngstes Standbein ist die Trendsportart Stand Up Paddling dazu gestoßen, bei der die Sportler aufrecht auf einem schwimmfähigen Board stehen. Im Kanupolo häufen sich die Erfolge. So landete die KG in der letzten Bundesligasaison vorm Lokalrivalen Rothe Mühle. Sogar Nationalspieler stellen die Löwentaler: Alexander Harzheim wurde Vizeweltmeister mit der U21, Jonas Gauselmann Europameister und Weltmeister mit den Herren. Corona hat auch hier kräftig dazwischen gefunkt. So musste das mehrtägige Pfingstturnier auf dem Baldeneysee abgesagt werden, die Weltmeisterschaft in Rom wurde auf das kommende Jahr verschoben. Immerhin soll es im Herbst eine abgespeckte Bundesliga mit Deutscher Meisterschaft geben. Was Ratsfrau Schürmann besonders freut: Kanupolo ist ein absoluter Jugendsport, um den Nachwuchs braucht man sich im Löwental keine Sorgen zu machen.
Eine Frage hat Hanslothar Kranz noch: „Woher stammt eigentlich der ungewöhnliche Name?“ Peter Sodoman lächelt: „Der Verein hat ja mit Kanurennsport begonnen. Und der Wanderfalke ist der schnellste Vogel der Welt.“ Das leuchtet ein.

CDU-Ratsfrau Martina Schürmann sowie die Bezirksvertreter Herbert Schermuly und Hanslothar Kranz besuchten die Kanugesellschaft Wanderfalke und ließen sich von Michael Steinbach und Peter Sodoman berichten.
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Wanderfalke-Nationalspieler Jonas Gauselmann darf sein Boot bald in einem Neubau unterstellen. 
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Autor:

Daniel Henschke aus Essen-Werden

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