Ruhrlandklinik übergibt Pflegebetten und medizinische Ausrüstung nach Gambia
Container voll Spenden

Einen ganzen Container voll mit medizinischem Equipment spendete die Ruhrlandklinik an die Projekthilfe Gambia. Das Gruppenbild zeigt (v.l.) Solo Sambou, Projekthilfe Gambia e.V., Thorsten Kaatze, Geschäftsführer der Ruhrlandklinik und Kaufm. Vorstand des Universitätsklinikum Essen, Matthias Ketteler, Vorstand Projekthilfe Gambia e.V., Christian Lomberg, Mitarbeiter Ruhrlandklinik (er hat den Kontakt zum Verein hergestellt) und Christian Göken, Riverboat Doctors International e.V.
2Bilder
  • Einen ganzen Container voll mit medizinischem Equipment spendete die Ruhrlandklinik an die Projekthilfe Gambia. Das Gruppenbild zeigt (v.l.) Solo Sambou, Projekthilfe Gambia e.V., Thorsten Kaatze, Geschäftsführer der Ruhrlandklinik und Kaufm. Vorstand des Universitätsklinikum Essen, Matthias Ketteler, Vorstand Projekthilfe Gambia e.V., Christian Lomberg, Mitarbeiter Ruhrlandklinik (er hat den Kontakt zum Verein hergestellt) und Christian Göken, Riverboat Doctors International e.V.
  • Foto: van Bevern
  • hochgeladen von Nina van Bevern

Ein riesiger Übersee-Container schlängelt sich vorsichtig durch die idyllische Natur Heidhausens. Es geht zur Ruhrlandklinik. Dort warten schon viele Helfer und noch mehr medizinisches Equipment. So sollen zum Beispiel 21 Klinikbetten nach Westafrika verschifft werden. Die Projekthilfe Gambia e.V. aus Hattingen organisiert die Aktion, an der sich die Universitätsmedizin Essen gerne beteiligt.

Thorsten Kaatze, Geschäftsführer der Ruhrlandklinik und kaufmännischer Vorstand des Universitätsklinikum Essen, freut sich, dass er so schnell und unkompliziert helfen kann: "Unser Equipment muss regelmäßig erneuert werden, um den modernsten Standards, aber auch den strengen Hygienevorschriften in Deutschland zu genügen. Bevor etwas auf dem Schrott landet, schauen wir immer, ob es noch in unserer Welt gebraucht werden kann. Mit unseren Betten und medizinischen Geräten können wir noch vielen Menschen helfen!"

Volle Manpower!

Die Krankenhausbetten wurden ausrangiert, da neue elektronische Betten die Versorgung der eigenen Patienten verbessern sollen. Für den Verein ein Glücksgriff: „Der Zustand der Betten ist beeindruckend und in dieser Qualität in Gambia bislang nicht vorhanden“, so Matthias Ketteler, Gründer und Vorstand der Projekthilfe Gambia e.V. Der gemeinnützige Verein aus Hattingen, der im westafrikanischen Gambia seit fast 30 Jahren eine eigene Gesundheitsstation - die "Buschklinik" - betreibt, wird den größten Anteil der gespendeten Materialien an das Gesundheitsministerium in Gambia weitergeben.
Kaum sind die Containertüren offen, geht es auch schon los. Mit voller Manpower füllt sich nach und nach der große Laderaum. Neben den bereits erwähnten Betten werden auch eine große Anzahl Infusionsständer, Klinik-Möbel, drei Liegen, zwei Beatmungsgeräte, ein Röntgenbildbetrachter, eine Absaugpumpe, eine Zentrifuge und ein fahrbares Klimagerät verstaut. Alle Gerätschaften sind gebraucht, aber in einem guten und funktionsfähigen Zustand. In Gambia kann die Ausrüstung sehr gut weiterverwendet werden.
"Die Zustände in gambischen Gesundheitsstationen und Krankenhäusern sind besorgniserregend und medizinisch und humanitär nicht zu vertreten", so Ketteler. „Die Krankenhausbetten werden vorwiegend in Gesundheitsstationen im ländlichen Bereich Gambias zum Einsatz kommen. Die technischen Geräte werden im Edward Francis Small Teaching Hospital (EFSTH), dem größten Krankenhaus Gambias, eingesetzt werden. Nur dort ist das ärztliche Personal in der Lage, diese Geräte zu bedienen."
Für die Projekthilfe Gambia ist die Spende aus Essen der Auftakt einer großen Hilfsaktion zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung in Gambia. In den kommenden Jahren will der Verein in Zusammenarbeit mit dem gambischen Gesundheitsministerium ca. 30 Gesundheitsstationen im ländlichen Bereich renovieren und modernisieren. Dazu gehört u.a. die Ausstattung mit einfachen Labors, die Installation von Solaranlagen und der Bau von Wohnungen für Klinikpersonal. „Eine verbesserte Gesundheitsversorgung hilft zuallererst der gambischen Bevölkerung“, sagt Matthias Ketteler.

Der 40-Fuß-Container aus Heidhausen ist bereits auf seiner langen Reise. Über den Hafen in Rotterdam wird er nach Gambia verschifft. Für Ende Mai ist die Ankunft des Containers in der gambischen Hauptstadt Banjul geplant.

Einen ganzen Container voll mit medizinischem Equipment spendete die Ruhrlandklinik an die Projekthilfe Gambia. Das Gruppenbild zeigt (v.l.) Solo Sambou, Projekthilfe Gambia e.V., Thorsten Kaatze, Geschäftsführer der Ruhrlandklinik und Kaufm. Vorstand des Universitätsklinikum Essen, Matthias Ketteler, Vorstand Projekthilfe Gambia e.V., Christian Lomberg, Mitarbeiter Ruhrlandklinik (er hat den Kontakt zum Verein hergestellt) und Christian Göken, Riverboat Doctors International e.V.
Die letzten Betten werden verladen, dann startet der Übersee-Container seine lange Reise nach Westafrika.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen