Informationsabend zum Vorbereitungskurs für Hospizbegleiter am 29. November
Keiner wird alleingelassen

Hedwig Reinhard und Beate Salomon-Bock in der Kapelle des Christlichen Hospizes.
Foto: Henschke
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Vermeidungsstrategien helfen da nicht: Das Thema Tod holt uns alle früher oder später ein. Die ambulante ökumenische Hospizgruppe Werden steht Schwerstkranken und Sterbenden bei. Nun startet ein Vorbereitungskurs für zukünftige Hospizbegleiter.

Jährlich über hundert Menschen begleitet die Gruppe. In Fischlaken, Heidhausen und Werden, aber auch in Kettwig. Ob im Krankenhaus, in Pflegeeinrichtungen oder daheim. Alle zwei Jahre wird einen Vorbereitungskurs für neue Mitarbeiter durchgeführt. Ein Informationsabend dazu findet am Donnerstag, 29. November, um 18 Uhr in der Kapelle des Christlichen Hospizes Essen-Werden in der Dudenstraße 14 statt.
Beate Salomon-Bock ist gelernte Krankenschwester mit palliativer Zusatzausbildung und betreut seit Jahresanfang die Hospizbegleiter hauptamtlich: „Ich habe mich schon gut eingearbeitet und koordiniere die zeitlichen Möglichkeiten unserer Ehrenamtlichen mit den Bedürfnissen der zu Betreuenden. Welcher Begleiter passt zu welchem Patienten?“ Hedwig Reinhard leitet den Förderverein, der das stationäre Hospiz in Werden und die ambulante Hospizarbeit finanziell unterstützt. Die Strukturen sind gewachsen, so manche Ehrenamtliche machen das schon länger als 20 Jahre. Sie kommen aus Kettwig und Werden: 22 Frauen und vier Männer sind zurzeit aktiv, ihr Alter liegt zwischen 50 und 86 Jahren. Beate Salomon-Bock lächelt: „Wir könnten schon mehr Männer gebrauchen. Und jüngere Leute sind auch herzlich willkommen.“

Im Januar 2019 startet ein neuer Kurs

Im Januar 2019 startet ein neuer Kurs. Hedwig Reinhard erläutert: „In sechs Monaten werden die zukünftigen Begleiter intensiv auf die Aufgabe vorbereitet.“ Der Kurs findet immer montags und manchmal am Wochenende statt. Bis Ostern läuft der Grundkurs, dann folgt ein 20-stündiges Praktikum im Krankenhaus, in einer Alteneinrichtung oder beim palliativen Pflegedienst. Der Aufbaukurs läuft bis Ende Mai und endet mit einem gemeinsamen Wochenende, sagt Hedwig Reinhard: „Der Abschluss ist in einer Tagungsstätte in Hattingen-Welper. Nahe gelegen und doch raus aus dem Alltag. Die Zertifikate werden dann in einem Sendungsgottesdienst in der Luciuskirche übergeben.“ Erstmalig wird Günter Korb den Kurs leiten. Er kommt aus der ambulanten Hospizarbeit, war Mitgründer des Hospizdienstes „Pallium“ am Huyssensstift und leitete diese Gruppe zehn Jahre lang. Nun arbeitet er freiberuflich: „Wir haben lange gesprochen und die Veranstaltung gemeinsam geplant. Es wird also kein Sprung ins Unbekannte. Günter Korb weiß, wovon er da spricht.“ Am Infoabend wird Korb sich und das Programm vorstellen, unterstützt von einem Team aus Brigitte Hüsgen, Hedwig Reinhard und Beate Salomon-Bock. Auch werden bereits länger aktive Ehrenamtliche aus ihren Erlebnissen und Erfahrungen berichten.

„Kommen Sie und machen den Test“

Erste Interessenten haben sich schon bei ihr vorgestellt, sagt Hedwig Reinhard: „Sie hatten natürlich ihre Fragen. Schaffe ich das? Das können wir nicht beantworten. Manche spüren erst nach geraumer Zeit, dass es ihnen über den Kopf wächst. Ich habe alle ermutigt, zu kommen. Wir achten darauf, dass niemand an die Grenzen seiner Belastbarkeit stößt. Kommen Sie und machen den Test. Letztendlich muss jeder für sich selbst entscheiden, ob es passt.“ Alleingelassen wird keiner mit seinen Nöten und Zweifeln, sagt Beate Salomon-Bock: „Wir müssen auf unsere Begleiter achten. Man sollte den Stressfaktor nicht unterschätzen. Auch ein Ehrenamtlicher darf sagen, dass er mal eine Auszeit benötigt. In den Gruppentreffen werden Erfahrungen gespiegelt und es gibt regelmäßige Supervisionen. Außerdem stehen wir jederzeit für Gespräche da. Wir sind alle nur Menschen.“

Die Koordinatorin übernimmt auch die Beratung der Angehörigen. Sie bietet zu verschiedenen Themen Ansprechpartner über das Palliativnetzwerk an. Beate Salomon-Bock ist telefonisch unter 0201-32035024 sowie per Mail unter ambulante-hospizgruppe@hospizarbeit-werden.de zu erreichen. Der Förderverein hat über 300 Mitglieder. Die Vorsitzende Hedwig Reinhard ist unter 0201-401244 oder reinhard.hospizarbeit-werden@gmx.de zu erreichen.

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