Fluglärm-Aktion vor Bundestag mit Beteiligung der Essener Grünen

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Kai Gehring, essener Bundestagsabgeordneter von Bündnis 90/Die Grünen, während der Fluglärm-Demonstration vor dem Reichstagsgebäude in Berlin.
Essen: Werden | Am 12. September versammelten sich Vertreterinnen und Vertreter von Kommunen und Lärmschutzinitiativen aus ganz Deutschland vor dem Reichstag, um einen besseren gesetzlichen Schutz vor Fluglärm einzufordern. Dabei wurden 250 gelbe Ortschilder von fluglärmbetroffenen Kommunen hochgehalten.

Der Essener Bundestagsabgeordnete der Grünen, Kai Gehring, zeigte sich solidarisch mit den Anliegen der Demonstranten (siehe Foto). Er erklärt:

„Die Menschen im Essener Süden müssen vor Fluglärm besser geschützt werden. Insbesondere muss die Nachtflugregelung am Flughafen Düsseldorf verschärft und besser kontrolliert werden. 10 Jahre nach Verabschiedung benötigt das Fluglärmschutzgesetz eine dringende Revision. Es müssen mehr Menschen einen Rechtsanspruch auf Kostenerstattung von Schallschutzfenstern und Lüftern haben. Als forschungspolitischer Sprecher der grünen Fraktion setze ich mich außerdem für mehr Forschungsmittel zur Entwicklung emissionsarmer und leiserer Flugzeuge und lärmmindernder Flugverfahren ein.“

Im Anschluss an diese Aktion traf sich der Parlamentskreis Fluglärm des Deutschen Bundestages, dem Abgeordnete aller Bundestagsfraktionen angehören.

Aktiver Schallschutz ist notwendig

Dort hatte Helmar Pless, Fraktionsgeschäftsführer der Grünen Ratsfraktion Essen, in seiner Funktion als Vizepräsident der Bundesvereinigung gegen Fluglärm die Gelegenheit, einen Vortrag vor den Abgeordneten zu halten. Er betonte dabei die Notwendigkeit, mehr aktiven Schallschutz zu betreiben:

„Wir brauchen eine gesetzliche Definition, wie viel Fluglärm einer Region zugemutet werden kann und einen gesetzlichen Vorrang von aktivem vor passivem Schallschutz beim Fluglärm. Es bedarf eines übergeordneten Konzeptes zum Schutz vor Fluglärm mit Lärmkontingenten und Nachtflugverboten als integralem Bestandteil.“
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