Kicken bis zum Umfallen

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Die 48 Kinder und ihre Trainer.
 
Alexander springt elegant über die Hürden.
Feriencamp beim SC Werden-Heidhausen

„Rot, Gelb, Blau, Weiß“! Was so ein bisschen nach Villa Kunterbunt klingt, ist die Vorgabe, nach der sich die Kinder durch den koordinativ anspruchvollen Parcours schlängeln müssen. Trainer Fabian Papierok will an der Beweglichkeit und Gedankenschnelligkeit seiner Schützlinge feilen, während bei Sebastian Paas geübt wird, wie man die Bälle korrekt annimmt. Bei Enrico Bloß darf einfach mal gekickt werden, Simon Freisenhaus hat alte Kinderspiele in motivierende Dribbelaufgaben umbaut. Lars Herzog baut für die Nachwuchskicker den Wettbewerb „das schnellste Kind“ auf, dabei geht es mächtig rund. Phillip Freund möchte die Koordination der Kleinen verbessern, neben Hürden und Koordinationsleitern gibt es auch das Bewegungsspiel „Findefix“, das die räumliche Orientierung fördert. Nach Begrüßung und gemeinsamem Aufwärmen werden die fünf Tagesgruppen eingeteilt, die sich an verschiedenen Stationen mit ihrem Lieblingssport Fußball austoben können. Wie immer beim SC mit gezieltem Training und stets kindgerecht. Beim SC Werden-Heidhausen ist alles minutiös durchgeplant, nichts wird „einfach so“ gemacht, denn im Hintergrund blitzt immer wieder das fundierte sportliche Konzept des Vereins auf, welches dafür sorgt, dass im beschaulichen Heidhausen der fünftgrößte Fußballverein Essens beheimatet ist. Das soeben Erlernte wird sofort ins Fußball-Spielen umgesetzt. Bei den „Changing Teams“ wechseln die Mannschaften immer wieder, ständig muss man sich auf neue Mitspieler einstellen. In der „Champions League“ geht es um Auf- oder Abstieg, bis der umjubelte Sieger feststeht. In vier Altersklassen toben die Fußballschüler beim Duo-Soccer über den Platz, stehen jeweils zu zweit ihren Mann oder auch ihre Frau. Denn mit Amelie, Astrid, Julia, Luisa und Nele lassen sich gleich fünf junge Damen den Spaß beim Kicken bis zum Umfallen nicht entgehen. Julia Lauenburger hatte ebenso wie Eric Jöllenbeck die Teilnahme am Camp „gewonnen“. Beim Pfingst-Aktionstag des Sportverbundes Werden / Ruhr gab es nämlich ein Quiz zu dessen Mitgliedsvereinen zu lösen und sich sportlich zu betätigen. Und die beiden Nachwuchssportler wurden als glückliche Gewinner ausgelost. Ungeduldig sehnten die Kinder die letzte Ferienwoche herbei, in der es endlich losgehen sollte. Mit großer Spannung betraten die insgesamt 48 Kinder, damit wurde der Vereinsrekord an Teilnehmern locker geknackt, den Platz am Volkswald. Was würde den 6 bis 12jährigen bevorstehen, was zum Teufel ist denn der „Heidhauser Fußballführerschein“? Schnell waren alle Fragen beantwortet, der eine oder andere ängstliche Kinderblick war sofort wie weggewischt, als das Leder rollte. So manche Mutter erkannte hinterher ihren müden Krieger kaum wieder: „Er hat kaum noch die Augen aufhalten können vor Müdigkeit.“ Um dann mit anerkennender Miene festzustellen: „Den habt ihr gut kaputt gekriegt...“ Doch am nächsten Morgen, pünktlich um Zehn, geht es wieder los, heute ist die Prüfung zum Fußball-Abzeichen an der Reihe. Als Dribbelkünstler, Kopfball-König oder Kurzpass-Ass muss man sich beweisen, durchaus anspruchsvoll, was man sich da beim DFB an fünf Übungsstationen ausgedacht hat. Die mörderschicken Feriencamp-Shirts in Vereinsfarben lassen keine Wünsche offen, der Nachschub an Apfelschorle und Orangensaft ist gesichert, Julias Papa Gregor grillt am Abschlusstag unermüdlich, was die Kohle hergibt. Ein leckeres Eis haben sich die jungen Kicker mit dem WM-Turnier verdient, bei dem noch einmal Brasilien, Deutschland, Spanien, Holland und Uruguay um den Weltmeistertitel streiten. Zur abschließenden großen Urkundenverleihung sind die Eltern in großer Zahl erschienen und lassen ihre Helden hochleben. Nach einer warmherzigen Verabschiedung strahlt Jugendleiter Markus Bäcker wie ein Honigkuchenpferd, staunt über das Können des Nachwuchses und weiß jetzt endgültig, dass ihm um die Zukunft des SC Werden-Heidhausen nicht bange sein muss.
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