Ferienfreizeit des JSC im Rahmen der Sommerferien-Sportaktion 2011 der Stadt Heiligenhaus.

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  Essen: Baldeneysee | Die Woche hätte niemand besser aussuchen können; denn Gianni Uselli, unser Jüngsten-Trainer, hat die Woche vom 1.8. bis 5.8.2011 gewählt für die Ferienfreizeit des JSC. Damit liegt er genau rich­tig, hat er doch den Zeitraum erwischt, wo der Sommer 2011 sich einmal von seiner besten Seite zeigt. Kein Regentröpfchen trübt die Stimmung und so kann der Autor mit Freude von einem Sportereignis unseres Vereins berichten, wie er in 2010 nicht möglich war (Ich erinnere an die erneute Brandkatastrophe, die Ende 2009 unser Materiallager wieder einmal vernichtet hatte). Nun der Bericht:

Wir sind zu Gast auf dem Gelände des SIDH, Fischlaker Höfe 99, am Hardenbergufer in Essen.
Nachdem sich Frau Glittenberg von der Abteilung Schule und Sport der Stadt Heiligenhaus von den 10 Teilnehmern deren Freischwimmerzeugnis (mindestens in Bronze) zeigen lässt, wird jedem eine Schwimmweste angepasst – ohne die darf keiner in die Boote, ja noch nicht einmal auf den Steg.
Sicherheit wird bei uns GROß geschrieben und Gianni lässt sich dabei auch genügend Zeit.
Anschließend beschnuppern sich die Ausbilder (Arthur Binkowski ist auch dabei) und die Jugendlichen, indem Gianni jedem nach und nach den Schwamm zuwirft und jeder sich da­bei mit seinem Namen vorstellt. So löst sich spielerisch die anfängli­che Spannung. Erfreulich ist übrigens, dass 3 Mädel teilnehmen.

Zunächst werden die Optimist-Jollen (kurz OPTI genannt) hinunter zum Steg gebracht und zu Wasser ge­lassen, noch ohne Segel. Paddelnd lernen die Jugendlichen dann zum ersten Mal den OPTI kennen, immer zu zweit in ei­nem Boot üben sie das Rudergehen und machen Gleichge­wichtsübungen und sie schaukeln, um zu sehen, wie sich so ein OPTI verhält.

Manch einer scheint noch skeptisch zu sein, aber das legt sich auch mit der Zeit, und bald paddeln sie schon um die Wette.

Während sie so den OPTI nach und nach näher kennenler­nen, hat inzwischen der Wind ein wenig zuge­nommen. Se­geln scheint möglich – und so ruft der Trainer Gianni alle Boote zurück an den Steg. Nach einer kurzen Stärkungs­pause wird ein OPTI aufgeriggt (Mast und Segel gesetzt.).

Gianni erklärt jeden Schritt: wie der Mast in die Auf­nahme kommt, anschließend der Baum am Mast befes­tigt, die Mastsicherung befestigt, und die Schot an der Affenschaukel am Baum angeschlagen wird. Spätestens jetzt brummt jedem Segellaien der Kopf von dem Segler-Chinesisch. Gespannt schauen alle zu, denn demnächst sollten sie ihren OPTI eigenständig aufbauen können. Und sie können es; haben es schneller gelernt als vermutet.

Bevor die jetzt besegelten OPTI'S zu Wasser gelas­sen werden, noch ein wenig Segeltheorie. Wie än­dert man den Kurs des Bootes – wie muss das Ru­der gelegt werden, wann wechselt man die Seite, was ist zu tun mit Ruder und Schot. Kurz: eine Wen­de zu­nächst auf der Wiese, erst später auf dem Was­ser.

Eine leichte Brise weht über den Baldeneysee – ideal für die ersten Gehversuche unter Segel. Und den Jugendlichen macht es einen Höllenspaß. Ihr fröhliches Geschrei dringt bis ans Ufer vor.

Immer ist das motorisierte Schlauchboot als Sicherung in der Nähe der jugendlichen Segler. Arthur steuert es gekonnt und behutsam, während Gianni mit Argusaugen jeden Segler beobachtet und not­falls korrigiert: „Schot dichter“ oder „wenden„!
Und die Jugendlichen folgen ihm – er hat sich mit seiner ruhigen aber bestimmten Art und einer En­gelsgeduld bei ihnen beliebt gemacht – hat sie in­zwischen „im Griff“. Das ist auch bitter notwen­dig bei 10 Jungen und Mädel, die manchmal „au­ßer Rand und Band“ zu sein scheinen.

So wird im Laufe der folgenden Tage das einmal Erlernte vertieft. Die verschiedenen Kurse zum Wind werden erst theoretisch an Land besprochen und anschließend auf dem Wasser nachvollzogen.

Ein Höhepunkt (so die einhellige Mei­nung aller Be­teiligten) kommt am Don­nerstag mit dem „Kenter-Training“.
Dabei wird ein OPTI , besetzt mit Zwei­en, zunächst mutwillig zum Kentern gebracht und soll anschließend von den Beiden wieder aufge­richtet, gelenzt und segelfertig an die nächste Crew übergeben werden. Glücklicherweise ist heute ein sonniger Tag, so dass es sogar Spaß macht (wie man sieht).

Die OPTI'S haben ausreichend Auftriebskörper an Bord, trotzdem findet sich doch erstaunlich viel Wasser im Rumpf nach dem Wiederaufrichten. Das muss raus, sonst ist das Boot nicht segelfertig.

Am letzten Tag wundert sich jeder, dass die Woche schon vorbei ist. Viel zu schnell ist die Zeit verstrichen. Einige der Teilnehmer wollen unbedingt wiederkommen, als Mitglieder im Verein oder als Wiederholer im nächsten Jahr.
Gianni spendiert am Ende noch eine Tüte mit „Berliner Ballen“; und für jeden Jugendlichen gibt es vom JSC eine Urkunde.

Die jugendlichen Segler waren:
Sören Bär
Lars Fiegen
Janos Grahl
Juri Grahl
Hanna Jansen
Hanna König
Julius Lipski
Luisa Lipski
Paul Schulte
Henry Thomas.

Als Betreuer seitens des JSC fungierten:
Gianni Uselli als Trainer
Arthur Binkowski und zeitweise Claus Wenzler als „Chauffeure“ im Schlauchboot
Elfi und Peter Schulten als „Landmannschaft“.
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