Graffiti-Künstler schaffen wieder für Aufsehen - Wände Seherlebnis
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Wände immer wieder im Wechsel mit starken Künstlern: v. li.: Gabor Doleviczenyi, Philipp Unger, Felix Seeger, Gigo mit Frida und Neno.
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  • Wände immer wieder im Wechsel mit starken Künstlern: v. li.: Gabor Doleviczenyi, Philipp Unger, Felix Seeger, Gigo mit Frida und Neno.
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Schon gesehen? Die Mauern Sybelstraße, gegenüber der Stadtteilbibliothek - Lünebürger-/ Frankfurter Straße? Seit Jahrzehnten versifft, verkommen. Weg – der Dreck! Baff bin ich. Der Knaller! Denn Dipl.- Des. Gabor Doleviczenyi, Bildender Künstler, Bühnenbildner, Graffiti-Writer aus Essen veränderte - zack - mit grandiosen Künstlern die Mauern. Er ist Gründungsmitglied des Kunstvereins Port e.V., der mit dem Förderpreis „Essens Beste ausgezeichnet wurde. Er leitet u. a. die Kreativagentur Zinnober…

Wow! Dabei ist wieder Gigo, der gar 2015 mit seinem Apostelkirche-„Spray-Anschlag“ für Polizeieinsatz sorgte. Just ebenfalls künstlerisch tätig ist an Frohnhauser Mauern. Ferner
Philipp Unger, Künstler und Aktivist, Status-Student, Baumkletterer, Pfleger, Stadtteilführer; er zählt jetzige Mauer-Sprüche auf. Unger: „We have a dream“; Gigo: „Hakuna matata"  – keine Sorgen, keine Ängste; Doleviczenyi: „in the hood“.
Zum heutigen Sprayer-Kleebatt kommt auch Felix Seeger, Künstler – Designer, der augenblicklich in Bredeney wohnt, sich für Frohnhausen stets sehr engagiert.

Abriss der Mauern 
Gabor Doleviczenyi gehört zur 1. Generation der Straßenkunst. Was zieht die Künstler nach Frohnhausen? „Wir gehen davon aus, dass die Mauern in nächster Zeit abgerissen werden, weil hier gebaut werden soll. In Pandemiezeiten, wo alles schwer ist, wollen wir hier ein schönes, buntes Frohnhausen zeigen, wie vielfältig der Stadtteil ist: Eine klar leserliche Message: Tiere wie Hase, Froschkönig, krähender Hahn – Menschen, mit verschiedenen Charakteren - bunt wie das Viertel; Buchstaben, als ob man in den Himmel guckt. Eine kunterbunte Mischung -  wie die Wände. Jeder soll und kann sich hier wiederfinden. Es ist ein gelebter Traum, unseren Stadtteil mit zu gestalten!“
Gigo spontan: „Die Mauern bieten sich geradezu an. Weil die sich selbst überlassen sind, kann man sie gestalten.“ Voila! Spontan tunkt er die Rolle in den Farbeimer, schwupp wechselt eine Wand von nachtschwarz in frühlingsgrün…

Lob flattert von Felix Seeger. „Ich bin froh, dass die Kollegen immer wieder die Zeit finden. Wir kennen uns seit 20 Jahren zu immer wieder vereinigenden Aktionen.“ Es war für den Stadtspiegel nicht leicht, an die „Sprayer-Künstler“ zu kommen.

Janna Klompen, Stadtteilmoderatorin, half 
So erreichte sie Künstler Nils Andersch. Er meldete sich prompt. „Wir freuen uns, dass die Gestaltung der Mauern in Frohnhausen auf so viel positive Resonanz stößt. Die Erstbemalung wurde, mit Erlaubnis des Eigentümers, im Sommer 2019 im Rahmen des "Kreisch! Festival für Straßenkünste" initiiert und finanziert. Alle interessierten Künstler*innen von jung bis alt konnten sich melden; ohne Vorgaben ihre eigenen Ideen umsetzen. Innerhalb von etwa einer Woche waren die Mauern mit bunten Bildern bemalt. Menschen aus der Nachbarschaft, die vorbeikommen, die Arbeit beobachten, sind von der Neugestaltung sehr angetan, da die Mauern vorher sehr hässlich waren.“ Potthässlich!

Gestaltbare Mauern gesucht
Joscha Xenia Hendricksen, ab 2019 dabei, resümiert: „Auch dieses Jahr wird es wieder ein "Kreisch - Festival" in Frohnhausen geben. Es werden gestaltbare Flächen gesucht. Wir freuen uns auf Vorschläge!

Pfarrer Werner Sonnenberg bilanziert: „Wegen der Pandemie ist im öffentlichen Raum wenig möglich. Deshalb ist die Kunstaktion in den Frohnhauser Straßen ein Lichtblick, bringt farbige Lebens- und Hoffnungszeichen in den Stadtteil.“
Doris Eisenmenger, Bezirksbürgermeisterin weiß, „dass Sprayer-Künstler immer auf der Suche nach neuen Flächen sind. Erfreulich, dass die sich in Frohnhausen wunderbar verwirklichen dürfen. Nutzt es, solange die Fläche es noch ermöglicht.“

Autor:

Ingrid Schattberg aus Essen-West

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