Das Künstlerportrait über Nicole Louwen
Die Kunst führt ihre Lebensfäden zusammen

Orientalische Städte sind ein häufiges Motiv von Nicole Louwen.
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  • Orientalische Städte sind ein häufiges Motiv von Nicole Louwen.
  • Foto: Nicole Louwen
  • hochgeladen von Meike Coenders

“Meine Familie erkennt meine Bilder, denn über die Jahre habe ich mir einen ganz eigenen Stil erarbeitet”, so erzählt Nicole Louwen, Künstlerin aus Altendorf, im Interview. Ihre Werke seien teilabstrakt und nicht fotorealistisch und stellten häufig Menschen und (orientalische) Städte dar, führt sie aus.
Dabei seien die Bilder sehr persönlich und auch daher von hohem Wiedererkennungspotential für alle, die sie persönlich kennen, vermutet Louwen, die Motive und Themen bearbeitet, die sie persönlich berühren: “Man sieht häufig Paare und Familien.” In ihrem Haus hängen fast überall Bilder der Künstlerin, “Ich denke also, dass sie meiner Familie gefallen. Sonst hätte sie sich sicher beschwert.”
Wenn Louwen arbeitet, dann gerne mit vollem Einsatz: Sie spachtelt, arbeitet in Acryl und mag es, die Materialien auch zu spüren: “Ein Pinsel ist mir zu weit weg, Ich mache vieles mit dem Spachtel oder direkt mit den Händen.”
Im Rahmen der Kunstspur stellte die Malerin ihre Werke im Mehrgenerationenhaus aus, doch ihr Atelier befindet sich in ihrem Privathaushalt. “Ich habe Drogistin und Visagistin gelernt und auch lange in dem Beruf gearbeitet. Es ist für mich Kunst am Menschen”, erzählt Louwen weiter. Sie habe sich schon immer über die Kunst ausgedrückt, auch als Kind und stets gerne Schönes um sich gehabt. Insofern schien der Weg fast vorgezeichnet. “Ich habe immer gemerkt, dass mir die Kunst einfach gut tut”, so die vielseitige Frau, die sich seit 1995 verstärkt auch professionell mit der Malerei auseinandergesetzt hat. Zunächst widmete sie sich der Aktkunst und stellte im Anschluss gemeinsam mit den Borbecker Akteuren im Kunstforum in Steele aus. “Damals habe ich noch mit Ölfarben gearbeitet und mich nach und nach weiterentwickelt, Dazu habe ich auch Kunstkurse besucht”, erinnert sich Louwen zurück, die mittlerweile sehr regelmäßig ausstellt und seit zwei Jahren als Dozentin an einer Schule für Altenpflege ist. Auch zu dieser Tätigkeit führte sie die Kunst: “Ich vermittle den Kursteilnehmern, wie sie sich in der Kunst ausdrücken können und wie sie dies auch mit Senioren anwenden können. Es geht mir darum, Berührungspunkte mit der Kunst zu schaffen und dabei, auch unerkannte, Talente zu entdecken.” Gerade erst stellte Louwen im Rahmen einer Informationsveranstaltung in Steele aus und freut sich noch heute über den Erfolg.
Insgesamt wirkt die Familienmutter angekommen, als sie berichtet, dass die Kunst irgendwann alle Fäden in ihrem Leben zusammengeführt hat. Sie sei sehr glücklich, dass die Kunst heute den Mittelpunkt in ihrem Leben bilde, so sagt sie: “Obwohl die Arbeit als Dozentin mit den jeweiligen Unterrichtsvorbereitungen viel Zeit in Anspruch nimmt. Da kommt die Kunst manchmal zu kurz. Aber ich freue mich, dass sich im Essener Westen so viel entwickelt hat in den letzten Jahren. Ich möchte das Mehrgenerationenhaus bekannter machen und hoffe, dass die Kunst dafür ein Medium sein kann.” Louwen hat schon immer gerne mit und von anderen gelernt und vernetzt sich gerne. “Heute arbeite ich viel mit Hanny Barth, die ein Galerieatelier in Essen betreibt. Sie gibt dort auch Workshops, an denen ich teilnehme und viel in denen ich viel lerne. Das schätze ich sehr”, berichtet Louwen.
Rund vier Stunden in der Woche verbringt die Altendorferin pro Woche in ihrem Atelier, träumt jedoch davon, diese Zeit auf zwei Tage zu erhöhen: “Das wäre wirklich ein Traum! Spätestens als alte Frau möchte ich einfach nur malen, malen, malen. Ich bin sicher, dass mich die Kunst bis zum Schluss begeistern wird und sehr dankbar für diese Leidenschaft.”
Bei der Erstellung ihrer Werke lässt sich Louwen gerne überraschen und arbeitet daher nicht immer mit einem konkreten Plan. “Außer, es sind Auftragsarbeiten”, zwinkert sie. Ansonsten ließe sie sich gerne vom Flow und der Neugierde auf das fertige Bild treiben.

Autor:

Meike Coenders aus Essen-West

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