Kurator Hagedorn über neue Ausstellung im Kunstraum der Notkirche
“Die Werke wirken immer unterschiedlich, je nach Raum”

Blumen für die Künstler: Pfarrer Sonnenberg eröffnet die Ausstellung mit Stil.
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Kunstinteressierten im Essener Westen und darüber hinaus ist sie schon lange ein Begriff: Die Apostelnotkirche in Frohnhausen mit ihrem Kunstraum. In diesem Herbst sorgt sie mit einer Wanderausstellung der Evangelischen Kirche im Rheinland einmal mehr für die Verbindung von Kunst und Kirche.

“Diese Verbindung wurde auf der Synode beschlossen”, erläutert Kurator Holger Hagedorn, der auch selbst Künstler ist. Unter dem Titel “Licht” präsentieren sieben Kunstschaffende ihre Interpretationen in dem kleinen Raum hinter dem Café an der Notkirche. “Die Landeskirche hat bereits vor zwei Jahren hier ausgestellt. Damals waren die Anforderungen an die Künstler etwas anders. Aber auch in diesem Jahr sind wir international aufgestellt. Die Vielfalt war uns wichtig, auch bei den genutzten Medien und dem Alter. Allerdings wird es keinen Preis geben”, so Hagedorn über die Ausstellung und die Entscheidungen des Beirats. Dieser wählte Motto und Künstler aus. Die Wahl fiel auf Konstantinos Angelos Gavrias, Simone Prothmann, Siegfried Krüger, Diana Ramaekers, Christoph Dahlhausen, Vladimir Kuzmin und Ursula Molitor. Abweichend vom Vorgehen in 2017 durften in diesem Jahr auch bereits bestehende Werke eingereicht werden. “Das fördert die Qualität der Ausstellung sehr”, befindet Hagedorn am Abend der Vernissage, die gleichzeitig das Bergfest der Wanderausstellung darstellt. An neun Standorten werden die Lichtinterpretationen gezeigt, doch nur in Essen werden die Werke zusätzlich musikalisch interpretiert. Hierfür greift Uwe Weisbrod zum Saxophon. Sein Spiel ist ein weiterer Anziehungspunkt für die zahlreichen Gäste, die es in den letzten lauen Sommer-Abendstunden in den Kunstraum gezogen hat. Pfarrer Sonnenberg nutzt die Begrüßung für den Hinweis, dass es sich bereits um die 112. Ausstellung in den Räumlichkeiten handle und überreicht im Anschluss allen Künstlern eine Blume zur Begrüßung. Es schließt sich Superintendentin Marion Greve an, welche lange Zeit selbst als Pfarrerin in Essen tätig war. An diesem Abend, noch in deutlich in Nach-Urlaubsstimmung, spricht sie zum Thema Licht, entsprechend der Ausstellung. Die Verbindung von Licht und Architektur fasziniere sie, es sei erstaunlich, wie Licht das Auge lenkt. “Wenn man aus dem hellen Licht draußen im Urlaub in die Kirchen und Kapellen geht und es dauert, bis man alle Details erkennt.” Greve spricht auch über die Historie der Apostelnotkirche: “Diese Kirche hat viel erlebt. Bei dieser Ausstellung geht es nicht nur um uns heute. Sie soll in den Stadtteil, in die Stadt, in die Welt wirken”, führt sie aus, “Das Licht soll leuchten für die Welt.” Die Einführung in die Ausstellung und deren einzelne Werke übernimmt Kurator Hagedorn: “In der Bibel wird das Wort Licht 245 Mal erwähnt. Es ist interessant, dass in dieser Ausstellung zudem gleich drei Mal das Thema Wasser eine Rolle spielt.” Licht sei ein zentraler religiöser Begriff und werfe Fragen auf, heißt es schon im Einladungstext zur Ausstellung. Dies wird auch in der Betrachtung der Werke deutlich. Und so nutzen die Gäste nach der Eröffnung die Gelegenheit zum Rundgang und lassen die Werke direkt auf sich wirken. Teilweise suchen sie den Austausch mit den anwesenden Künstlern und lassen sich deren Sicht im persönlichen Gespräch erörtern.
Die Ausstellung gastiert noch bis zum 2. Okrober in Frohnhausen, Mülheimer Straße 70. Der Eintritt ist frei und der Besuch dienstags bis donnerstags zwischen 10 und 17 Uhr, freitags und samstags von 10 bis 13 Uhr sowie nach Vereinbarung möglich. Zudem finden am 12. und 26. September Abendöffnungen zwischen 20 und 22 Uhr statt. Zusätzlich wird die Ausstellung im Rahmen des Gottesdienstes am 15. September thematisiert und begangen. Beginn des Gottesdienstes ist um 10.45 Uhr. Am 1. Oktober findet um 19.30 Uhr ein Blechbläserkonzert inklusive Lesung zur Ausstellung statt.

Autor:

Meike Coenders aus Essen-Süd

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