Ballettintendant Ben Van Cauwenbergh präsentiert Ballettabend „Rock around Barock“
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Die Ballett-Compagnie des Aalto-Theaters und drei Vollblutmusiker gehen gemeinsam mit dem musikalischen Leiter Heribert Feckler und dem Cellisten der Essener Philharmoniker Florian Hoheisel auf eine Entdeckungsreise durch die Musik- und Tanzgeschichte.
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  • Die Ballett-Compagnie des Aalto-Theaters und drei Vollblutmusiker gehen gemeinsam mit dem musikalischen Leiter Heribert Feckler und dem Cellisten der Essener Philharmoniker Florian Hoheisel auf eine Entdeckungsreise durch die Musik- und Tanzgeschichte.
  • Foto: Bettina Stöß
  • hochgeladen von Frank Blum

Ballettintendant Ben Van Cauwenbergh versteht es bekanntlich, das ehrwürdige Aalto-Theater mit publikumsträchtigen Inszenierungen zu bespielen. Sein jüngster Coup: "Rock around Barock". Bereits in seiner Zeit in Wiesbaden hat er das Kultstück, das dort elf Jahre lang gespielt wurde, entwickelt. Nun ist es in Essen gelandet.

Warum eine Konserve aus Wiesbaden? Könnte man nun fragen. Klare Antwort: Weil "Rock around Barock" richtig gut ist. Wann gibt es im Aalto-Theater schon stehende Ovationen und kräftige Rufe nach einer Zugabe?
Zugegeben: Streckenweise ist die Inszenierung unter der choreografische Mitarbeit von Igor Volkovskyy ein ziemlich schräger Klamauk, wenn zum Beispiel ein Musiker der mitwirkenden Wiesbadener Band Mallet mit bunten Stöcken auf seinem Kopf herum trommelt und einen Sound kreiert.
Doch auch klassischer Tanz fehlt nicht und wird von der Compagnie in bewährter Perfektion präsentiert.
Unterm Strick bietet die Show, die eine Mischung aus rockiger Livemusik und modernem Ballett ist, für jeden etwas.
Und so ist das Publikum, das ins ausverkaufte Aalto-Theater pilgert, auch außergwöhnlich bunt gemischt: Da gibt es die Fans des klassischen Balletts, die Freunde der Rock-Musik und die Menschen, die einfach Lust auf ungewöhnliche Unterhaltung haben.
Ben Van Cauwenbergh: "War das Tanzen im Barockzeitalter bei Hofe noch eine sehr strenge, peinlich genaue Angelegenheit, ist spätestens im 20. Jahrhundert der höchst individuelle, persönliche Stil in Mode gekommen. Brauchte man vor 200 Jahren noch ein Orchester, wenn man tanzbare Musik wollte, reicht heute der Griff ins CD-Regal oder ganz einfach zum Handy."
Eine ganze Reihe von echten Höhepunkten sind in der Inszenierung "Rock around Barock" zu erleben, zum Beispiel das wirklich originelle und sehenswert getanzte Beatles-Medley oder auch "Sailing" von Rod Stewart, in dem der Solo-Tänzer Denis Untila seinen Tanz zum Teil schwebend an einem riesigen Segeltuch verbringt.
Überhaupt kommen viel moderne Technik und ein erfreulich abwechslungsreiches Bühnenbild zum Einsatz, um die bunt einander gereihten Teile zu einem ganzen Abend zu verweben: Da saust ein Darsteller mit Barock-Kostüm auf blau beleuchtetem Hoverboard über die Bühne, Pyrotechnik kommt zum Einsatz, die Feuerschutzwand wird in der Pause zur Video-Leinwand und Nebel wabert auf der Bühne.
Nur die Essener Philharmoniker werden für "Rock around Barock" nicht benötigt. Auf der Bühne steht die bereits 1979 gegründeten Band Mallet, die es in vier Jahrzehnten auf über 4.000 Auftritte gebracht hat und es versteht, das Publikum musikalisch in seinen Bann zu ziehen und Konzert-Atmosphäre und lautstarkes Mitsingen ins Aalto-Theater bringt. Lediglich Florian Hoheisel von den Essener Philharmonikern unterstützt die Band am Violoncello und sorgt für barocke Klänge an einem zumeist rockigen Abend.

Weitere Vorstellungen: 18., 22., 25., und 30. Mai; 2., 10., 20., 21. und 29. Juni; 6., 10. und 12. Juli

Die Ballett-Compagnie des Aalto-Theaters und drei Vollblutmusiker gehen gemeinsam mit dem musikalischen Leiter Heribert Feckler und dem Cellisten der Essener Philharmoniker Florian Hoheisel auf eine Entdeckungsreise durch die Musik- und Tanzgeschichte.
Wie passen klassischer Tanz und Rockmusik zusammen? Artem Sorochan in der Inszenierung „Rock around Barock“.

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