Kunstausstellung in der St. Antonius Kirche

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Heute Morgen eröffnete Trude Schumacher-Jansen ihre Kunstausstellung in der St. Antonius Kirche in Frohnhausen. Teil dieser Ausstellung sind nun hauptsächlich kinetische Rundbilder, die man bis zum fünften Juni noch in der Kirche bewundern kann. Kinetische Rundbilder, das sind „abstrakte, kinetische, konstruktive, spektralfarbene, kallirgaphische“ Körper, so Schumacher-Jansen. Sie wollte die Bewegung darstellen und Strukturen ausprobieren und stieß dabei auf diese uralte Form der Kunst.
„Es ist wie mit den Kringeln im Wasser, wenn man einen Stein hineinwirft“, sagt sie, „jeder Mensch kennt diese Kringel“. Kringel und andere Muster malt sie dann mit einer Stahlfeder auf Acrylglasplatten, aus dem die Rundbilder, die in den Spektral- also Regenbogenfarben leuchten, und auch andere ihrer Arbeiten bestehen.
Die Arbeiten wirken also wie Hologramme, schaut man von einer Stelle sind sie blau, schaut man von einer anderen Stelle, haben sie andere Farben. Das geschieht durch die zwei Schichten des Glases
Pfarrer Ludger Blasius begrüßte die Anwesenden mit einer Rede, daraufhin sollte eigentlich der Theologe und Kunsthistoriker Ulrich Wojnarowicz die Arbeiten in Bezug zur Kirche setzen. Allerdings war dieser durch den Marathonlauf in Duisburg, der die dortigen Straßen blockierte, verhindert. So trug jemand anders seine Worte vor.
Die St. Antonius Kriche wurde vom Architekten Rudolf Schwarz entworfen. Ihre Fenster verdankt sie Prof. Prof. Prof. Georg Meistermann. Da Schumacher-Jansen Architektur studiert hat und Meistermanns Schülerin war, lässt sich der Bezug zwischen der Kunst und dem Raum, in dem sie ausgestellt wird, leicht finden. Begleitet wurden die Einführungen zur Eröffnung von dem Saxophonisten Sven Lange.
Die Künstlerin stellt ihre Werke oft in Kirchen aus, da diese bis zur Renaissance ausschließlich Träger der Kunst waren. Außerdem wählte sie gerade die St. Antonius Kirche, da die aus Unna stammende Künstlerin ihre Kindheit auch in Frohnhausen verbracht hat.
Und auch zu diesen Zeiten belegte die damals 10-jährige neben der Schule schon einen „gepflegten Kunstunterricht“, so sie selbst, um sich auf diesem Wege zu verbessern. Es folgten ein Architekturstudium und ein gymnasialer Schuldienst. Denn „um nur mit der Kunst zu überleben, verdient man einfach zu wenig“, sagt Schumacher-Jansen.
Wer nun Interesse an ihren kinetischen Rundbildern bekommen hat und es bedauert, die Eröffnung nicht mitbekommen zu haben, der ist herzlich eingeladen am Mittwochabend noch einmal den Vorträgen über Meistermann und die Arbeiten zu lauschen. Natürlich ist auch die Künstlerin selbst anwesend.

Fotos: Michael Gohl / West Anzeiger

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