Boulevard in Reinform
Laienspielgruppe Essen-Altendorf präsentiert Komödie "Latein für Töchter"

Eine Balkon-Szene der besonderen Art (von links): Elke Schramm als Gitta Heinrich und Michael Hilgert als Stefano Papavonikistepavikolos.
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  • Eine Balkon-Szene der besonderen Art (von links): Elke Schramm als Gitta Heinrich und Michael Hilgert als Stefano Papavonikistepavikolos.
  • Foto: Foto: Gohl
  • hochgeladen von Frank Blum

Immer im November, wenn die Tage kürzer werden, es draußen finster, nass und kalt ist, sorgt die Laienspielgruppe (LSG) Essen-Altendorf für ein stimmungsvolles Kontrastprogramm. Und das seit über einem Vierteljahrhundert. "Latein für Töchter" heißt das jüngste Stück, mit der die Gruppe am Wochenende Premiere feierte.

Die Komödie von Bernd Spehling ist Boulevard-Theater in Reinform: Verwicklungen, Missverständnisse, skurrile Situationen wechseln sich ab und sorgen für beste Unterhaltung.
"Die LSG hatte aufregende Zeiten", so Michael Hilgert. "So aufregend, dass wir zwischenzeitlich nicht sicher waren, ob wir es zur Premiere schaffen."
Alle Darsteller, alle Mitstreiter im Hintergrund stemmen schließlich nur ehrenamtlich die Aufführung, die diesmal immerhin 150 Minuten lang ist und fünf mal auf die Bühne gebracht wird.
Da gab es Terminüberlastungen an allen Fronten, Veränderungen der Arbeitsstellen, Krankheiten und Hochzeiten. Michael Hilgert: "Das Leben stürzte sich also auf uns wie selten."

In Altendorf: Theater, Theater...

Dennoch wurde die Premiere pünktlich und wie immer mit dem Lied "Theater, Theater..." eingestimmt und es folgte eine Aufführung mit diesmal gleich acht Darstellern. Der eine oder andere hatte sich in den Vorjahren bereits von einer kleinen Nebenrolle zum gefeierten Hauptdarsteller weiter entwickelt.
Während die Kulissen im Marienheim zwischen den Aufführungen stehen bleiben, muss die Technik jeweils neu aufgebaut werden. "Das dauert dann schon mal zwei Stunden bis alles steht", verrät Michael Hilgert.
Ein detailreiches Bühnenbild sorgte für passende Stimmung im Saal, selbst Szenen auf dem Balkon wurden umgesetzt.
In den Hauptrollen waren Stefanie Hilgert (Tessa Flint), Thomas Rönn (Gregor Flint, ihr Ex-Mann), Monika Mühlhoff (Nicki Flint, ihre gemeinsame Tochter), Elke Schramm (Gitta Heinrich, ihre Mutter), Nicole Prokop (Doro Stein, ihre Freundin seit Kindertagen) und Michael Hilgert (Stefano Papavonikistepavikolos, ihre Internetbekanntschaft) zu erleben.
Und darum geht's bei "Latein für Töchter": Als Tessa von ihrem Ex-Mann Gregor gebeten wird, mit dem Lehrer ihrer gemeinsamen Tochter Nicki zu reden, wird sie schon recht nervös. Denn wie kompliziert sich so ein Treffen entwickeln kann, liegt nicht nur an ihren wiederentdeckten Gefühlen für Gregor, sondern vielmehr an den eigenwilligen Plänen ihrer Tochter, den permanenten guten Ratschlägen ihrer sehr speziellen Mutter, einer nervenaufreibenden Freundin und vor allem an den leibhaftig gewordenen Kuriositäten des Internets.
Noch vier Aufführungen von "Latein für Töchter" wird's geben. Und dann stehen auch schon die Vorbereitungen für die nächste LSG-Komödie an. Denn: Rund ein Jahr Vorbereitung dauert es, bis alle Darsteller sich mit ihrem jüngsten Werk auf die Bühne wagen und es pünktlich im November wieder heißt: Vorhang auf!

Vorstellungen:

Samstag, 10. November, 19.30 Uhr; Sonntag, 11. November, 17 Uhr; Sonntag, 18. November, 17 Uhr; Sonntag, 25. November, 17 Uhr.
Veranstaltungsort: Marienheim, Pfarrsaal von St. Mariä Himmelfahrt, Schmitzstraße 8
Spieldauer: ca. 150 Minuten, Pause 20-30 Minuten. Der Eintritt ist frei. Um eine Spende wird gebeten.

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