STOMP präsentiert eine starke Show im Colosseum Theater
Rhythmen des Alltags

Ungewöhnliche Instrumente bestimmen das Bild der Show von Stomp.
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  • Ungewöhnliche Instrumente bestimmen das Bild der Show von Stomp.
  • Foto: Steve McNicholas
  • hochgeladen von Frank Blum

Vor über 25 Jahren erfanden Luke Cresswell und Steve McNicholas die Klangperformance STOMP auf den Straßen Großbritannien. Mit Händen, Füßen und ein paar Besen startete die erste Show, die seitdem weltweit auf Erfolgskurs ist. Bis Sonntag macht sie nun Station im Colosseum Theater und lässt den Saal erbeben.

Nach sechs Jahren ist das wild-wummernde STOMP erstmals wieder live in Essen zu erleben. Und hat sich mächtig weiter entwickelt.
Bis zu 100 „stompende“ Klangwerker sind in vielen Ländern unterwegs. Und New York gehört das britische Rhythmusspektakel so fest zum Stadtbild, dass das Empire State Building zu Ehren des zwanzigsten Broadway-Jahrestags ganz in Rot erstrahlte.
Die Cast, die in Essen auf die Bühne tritt, ist mit wahrlich sensationellem Rhythmus-Gefühl und reichlich Freude bei der Sache. Da stimmt wirklich jeder Ton und fordert zugleich artistische Höchstleistung und perfekte Körper-Beherrschung.
STOMP kann mächtig laut sein und alten Fässern aus Blech und Kunststoff satte Töne entlocken. Doch auch die leisen Töne sind möglich, wenn zum Beispiel eindrucksvoll ein kleines Konzert mit Feuerzeugen angestimmt wird. Sieht nicht nur hübsch aus, klingt auch noch ungewöhnlich und schön zugleich.
Das stimmige Bühnenbild dient nicht nur zur Dekoration, sondern wird komplett bespielt. Schließlich sind auch darin reichlich Alltags-Gegenstände integriert, auf denen kraftvoll Töne erzeugt werden können.
Besonders beeindruckend ist die Show an den Stellen, an denen alle Klangwerker gleichzeitig auf der Bühne stehen und sich der Zuschauer wundert, dass es da nicht zu Unfällen kommt, wenn Einkaufswagen lautstark über die Bühne rollen, Plastikflaschen über die Bühne fliegen oder Bälle schwungvoll zwischen den Künstlerinnen und Künstlern hin und her gespielt werden.
Ohne Pause kommt die Show aus, die im Laufe des Abends immer kraftvoller wird, wenn zum Beispiel Darsteller auf riesigen Fässern martialisch über die Bühne schreiten und zugleich mit riesigen Peitschen darauf einschlagen.
Klingt alles sehr gewaltig? Ist es auch, aber keine Sorge: Ohrstöpsel werden dennoch nicht benötigt, eher schon ein Regenschutz, wenn es die Gäste in den ersten Reihen mit etwas Wasser aus den klangvoll bespielten Edelstahlspülen erwischt.
Unterm Strich ist STOMP eine eindrucksvolle Show für die ganze Familie. Und danach ist vermutlich der ein oder andere Zuschauer geneigt, seine ganz persönlichen Alltags-Gegenstände in Klänge zu versetzen.

Weitere Aufführungen: 20. Februar (20 Uhr), 21. Februar (20 Uhr), 22. Februar (20 Uhr), 23. Februar (16 und 20 Uhr) sowie 24. Februar (15 und 19 Uhr).

Weitere Informationen: www.bb-promotion.com

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