Entsetzen bei "Achilles" und Bürgern: Presbyterium plant Kirchen-"Aufgabe"
Wut und Tränen

Apostelkirche sowie Apostel-Jugendzentrum! Alles soll weg...
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Wie ein Lauffeuer raste Samstag auf dem Frohnhauser Markt die Kunde von Abrissen ev. Frohnhauser Kirchen. Wie ein Keulenschlag traf es den „Achilles Förderverein für das Apostel-Jugendhaus e.V.“ ; schlug wie eine Bombe bei den ehrenamtlichen Mitgliedern ein, was sie plötzlich als Horror hörten -  als sie ahnungslos selbstgefertigte bunte Täschchen und mehr anboten: „Der Erlös geht wie immer zu 100 % an das Aposteljugendhaus!“
Das Fatale: Tage vorher verkündeten nach dem Erntedankfest vom Altar der Markuskirche Monika Fränkel Presbyteriums-Vorsitzende und Susanne Gutjahr-Maurer Pfarrerin: Das Aposteljugendhaus wird es vielleicht bald nicht mehr geben - ferner auch nicht die Apostelkirche, Markuskirche, das Gemeindehaus... „Wir beschäftigen uns mit dem Kirchenproblem schon seit 2016...“ Der West Anzeiger berichtete danach.

Als nun auf dem Markt Petra Jozwiak und Manfred Wessels, Achilles-Mitglieder, das hörten, agierten sie ärgerlich. „Unglaublich, dass Frau Fränkel in unserer kürzlichen Achilles-Vorstandssitzung, Apostelhaus,  darüber nicht ein Wort verlor. Die Vermutung liegt nahe, dass da ziemlich „gekungelt“ wird.“
Reaktion von Dr. Martin Ehlers, 1. Vorsitzender Achilles: „Wahnsinn! Das Aposteljugendhaus ist ein Eckpfeiler der Kinder und Jugendlichen. Auch ein sozialer Stützpunkt für die gesamte Bevölkerung; keiner wird ausgegliedert. Die Apostelkirche hat Strahlkraft, die geht weit über Frohnhausen. Wahrzeichen für Frohnhausen! Ohne Einbindung der Gemeinde wurden Beschlüsse gefasst, die das Jugendhaus und die Gemeinde massiv gefährden."

Manfred Wessels empört: „Hilflose Jugend! Unglaublich, dass es eigentlich schon beschlossen ist, Jugendhaus, Kirchen abzureißen. Ganz sicher nehmen wir das nicht so hin. Wir werden reagieren!“ Adelheid Eickmeier spontan: Proteste mit Namen, Straße: info@achilles-ev.de

Theodor Dotten entsetzt: „Zehn Jahre war ich dort stellv. Jugendleiter, zehn Jahre Hausmeister. Das Jugendhaus ist die einzige Stelle, wo sich Jugendliche wohlfühlen. Ich bin todtraurig. Da läuft was total falsch!“
Bruder Wolfgang Dotten, Markt-Obmann: „Kirchen-, Jugendhaus-, Café-Auslöschungen sind eine Katastrophe für ganz Essen. Wo bleiben Kinder, Jugendliche? Wo alte Menschen während der Abrisse?"
Karin Siegel fassungslos: „Meine Kinder waren im Jugendhaus in der Kinder-Jugendbetreuung. Fühlten sich sehr wohl. Das wäre absolut katastrophal für den Stadtteil bzw. ganz Essen; weil es keine weitere so kreative Anlaufstelle für Jugendliche gibt!“
Erregt ruft Alfred Feit: „Sind die denn bescheuert? Ich habe in der Apostelkirche geheiratet, meine drei Kind wurde dort getauft, meine Eltern bestattet. Ich darf nicht weiter darüber nachdenken.“ Tränen laufen...
Martin Kaiser erfuhr am Achilles-Stand vom Kirchen-Plattmachen. „Schrecklich! Vor allem, wenn die Jugendarbeit eingestellt wird. Kirchengemeinde ist nicht nur da, um sonntags Gott zu loben, sondern auch kirchliche soziale Teilhabe zu ermöglichen. Wenn es um Geld geht, sollte sich das Presbyterium um staatliche Zuschüsse für die Sanierung bemühen. Weil Kirche sehr wichtige soziale Aufgaben übernimmt. Wenn die Kirche sich hier zurückzieht, ist das ein furchtbar fatales Signal!“  Zustimmung   von Horst Schiemann.

Aufgaben - Achilles Förderverein für das Apostel-Jugendhaus e. V.
Dr. Martin Ehlers, 1. Vorsitzender: „Achilles steht seit 15 Jahren für die Unterstützung der Jugendarbeit in Essen Frohnhausen. So wie es 2004 war, so ist es leider noch heute, 15 Jahre später: Gelder für Jugendarbeit im Apostel-Jugendhaus sind knapp. Vieles muss dem Rotstift weichen. Aus diesem Grund fördert der Verein Achilles unterschiedliche Projekte aus dem Bereich der Kinder- und Jugendarbeit des bekannten Treffpunktes an der Mülheimer Straße 68, dessen farbenfrohe Fassade über die Jahre so etwas wie ein Wahrzeichen des Stadtteils geworden ist. Das APO-Haus ist Anlaufstelle für viele Kinder und Jugendliche. Hier werden Workshops besucht, Sport und Spiel betrieben. Zentrum des Austauschs, in dem sich junge Frohnhausener im Café bei einer Partie Pool oder Kicker austauschen und besprechen. Ein Ort an dem Kunst und Musik gelebt wird. Ein schützenswerter Ort. Durch Spenden und Mitgliedsbeiträge, sowie diverse Aktionen, welche die ehrenamtlich arbeitenden Mitglieder des Vereins organisieren und durchführen, gelingt es immer wieder die Projekte des Hauses, wie den Mittagstisch, die Hausaufgabenbetreuung, aber auch Kinder- und Jugendfreizeiten, Kunstprojekte, Mädchen- und Frauenarbeit, Deeskalationstrainings, sowie Tanzveranstaltungen oder den Frohnhauser Kultur Keller zu unterstützen.“

Autor:

Ingrid Schattberg aus Essen-West

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