Die kleinen Ärzte

Haben sich sehr auf das grüne Mobil gefreut: Aliando (4), Damir (8) und Selmmedin (6) (v.li.)
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  • Haben sich sehr auf das grüne Mobil gefreut: Aliando (4), Damir (8) und Selmmedin (6) (v.li.)
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Das Kindergesundheitsmobil unterwegs in Essen

Es gastiert stets auf großen Plätzen. Dort, wo man Platz findet für einen Bewegungsparcours, zudem noch eine Fläche bleibt für ein Fußballspiel und eine Bank zum Basteln und Malen. Wer es kennt, weiß, was der gesuchte Begriff ist: Das Kindergesundheitsmobil.


Schon seit geraumer Zeit ist das grüne Mobil in den Essener Stadtteilen unterwegs und fährt nach einem festen Fahrplan an den Nachmittagen zwischen 15 und 18 Uhr umher. Als ein Kooperationsprojekt der McDonald's Kinderhilfe Stiftung, der Stadt Essen und des Deutschen Kinderschutzbundes Essen e.V. möchte es mit seinem niedrig-schwelligen-aufsuchenden Ansatz Brücken zur medizinischen Regelversorgung und zu bestehenden Hilfsangeboten der Stadt Essen bauen.

Stadtteile abwechselnd angefahren

„Wir fahren von Oktober bis zu den Herbstferien reihum und sind jetzt auch im Rahmen des Ferienspatzes sehr engagiert den Kindern der einzelnen Stadtteile abwechslungs- und lehrreiche Nachmittage zu bereiten“, erklärt der Sozialpädagoge Timo Müller. Dabei legen Müller und sein Team einen großen Wert darauf, nicht als Spielmobil zu gelten.
„Spielen ist vor allem für die Entwicklung eines Kindes ungemein wichtig, das ist unbestreitbar. Unser Schwerpunkt liegt jedoch auf dem Thema Kindergesundheit und genau das wollen wir in erster Linie allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern vermitteln“, so Müller weiter.

Ernährung, Bewegung und Wahrnehmung im Mittelpunkt

Ein zentraler Bestandteil des Programms ist in diesem Zusammenhang der sogenannte Kindergesundheitspass. Mit seinen 16 interaktiven und kindgerechten Aktionen sollen Kinder und Eltern so für gesundheitliche Themen sensibilisiert und begeistert werden. Dazu gehören unter anderem Themen wie Hygiene, wobei Kindern gezeigt wird, wie man sich effektiv die Hände wäscht, Früherkennung und Vorbeugung, wobei gemeinsam geschaut wird, ob Impfpass und Vorsorgeheft vollständig sind oder Sozialverhalten, bei dem es um Toleranz und Rücksicht geht sowie um das Wissen, was für ein gutes Zusammenleben wichtig ist. Weitere Themen sind Ernährung, Bewegung, Wahrnehmung und eine Wissensvermittlung darüber, was denn eigentlich ein Arzt und eine Ärztin so alles machen. Wer alle Stationen absolviert hat, bekommt eine Urkunde und ein kleines Geschenk.

Eltern sollen durch Informationen und Weitervermittlung unterstützt werden

„Um die Eltern mit einzubinden, geben wir ihnen, wenn gewünscht, Informationen weiter und stehen für Fragen und Beratung zur Verfügung. Wir stellen auch Kontakte her und vermitteln Fragen an die passenden Anlaufstellen weiter“, ergänzt Müller. Denn: Das Kindergesundheitsmobil ersetzt keine bestehende Institution, sondern möchte einen Erstkontakt herstellen.
Welche Plätze angefahren werden, wird stets in Koordination mit der Stadt festgelegt. Etwa nach Bedarf oder ganz einfach aus pragmatischen Gründen, denn das große Mobil kann nicht überall abgestellt werden.
„Unsere Ziele sind die Kinder für unser Angebot zu begeistern, damit sie regelmäßig kommen und dass sie vielleicht auch an Angeboten teilnehmen, die auf den ersten Blick nicht so sinnvoll erscheinen“, meint Müller. Und dafür darf der spielerische Aspekt nicht zu kurz kommen. Dafür sind Aktionen zu verschiedenen Themen angesetzt, die weniger medizinisch sind, wie zum Beispiel Mal- und Bastelaktionen, Fußball spielen oder an besonders heißen Tagen Wasserspiele mit anschließendem Melone essen.
Wer möchte, kann das Angebot des Kindergesundheitsmobils am Mittwoch im Rielpark in Frohnhausen sowie Freitag Christus-Kirch-Platz in Altendorf jeweils von 15-18 Uhr nutzen.

Autor:

Kathrin Hinterschwepfinger aus Essen-West

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