„Hoffentlich hat das Land auch Geld für Einzelhändler – sonst ist Frohnhausen tot“
Existenzängste nehmen krass zu

Geschlossen! Corona bestimmt unser Leben. Fordert Opfer! Aufopferung! Auch MO's Bude mit Kunst und Kultur - Highlight in Frohnhausen - steht vor einer großen Zerreißprobe...
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  • Geschlossen! Corona bestimmt unser Leben. Fordert Opfer! Aufopferung! Auch MO's Bude mit Kunst und Kultur - Highlight in Frohnhausen - steht vor einer großen Zerreißprobe...
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Wie ein Keulenschlag trifft die Coronakrise die Welt. Alle. Was bedeutet das für Geschäftsleute? Wir hörten, sahen uns in Essen-Frohnhausen um. Es sieht bedrückend aus… Beispiel MO’s eat and drink, Margaretenstraße 73. Mike Vogel zieht seit zwei Jahren Besucher, Gäste und Ausnahmekünstler mit seiner Leidenschaft, mit genialen Ideen magisch in seine Bude. Vorbei! Jetzt herrscht hier wegen Corona Ausnahmezustand. Vogel bilanziert:

„Der Laden steht vor einer harten Zerreißprobe. Zunächst gingen die Umsätze immer mehr zurück, nach und nach mussten die nächsten geplanten Veranstaltungen abgesagt werden. Auch der Stand, den das MO's in der Weststadthalle bei der Weststadtstory betreibt, brach weg. Ebenso mussten geplante geschlossene Gesellschaften und Tischreservierungen abgesagt werden. Keiner weiß, wie es weitergeht - wie lange dieser Zustand anhalten wird. Genau das macht auch die Zukunft des MO's ungewiss.
Insbesondere mit den Stammgästen, die sich dort sehr engagieren und nach Leibeskräften unterstützen, wurden verschiedene Ideen überlegt, wie man das MO's durch diese schwere Zeit bringen kann. Von Crowdfounding - Spendenaktion übers Intenet - Gutscheinverkäufe bis hin zu den ersten Angeboten seitens der Landesregierung wurden diverse Szenarien durchgespielt. Gerade werden die Ideen noch sortiert und die Möglichkeiten der Umsetzung diskutiert. Alles soll dafür gegeben werden, um Kunst und Kultur für Frohnhausen in der Pommes-Bude am Leben zu erhalten.
Am Wochenende wird die Bewerbung für ein Crowdfounding eingereicht, die dann hoffentlich in der kommenden Woche gestartet wird.
Schnelle und unkomplizierte Verfahren wurden seitens eines Anbieters zugesichert. Wir haben uns erfolgreich durch die Homepage von Startnext gewühlt und unser Crowdfunding-Projekt ist nun online.
Hier der Link: https://www.startnext.com/mos-survives-corona
Hier kann sich jetzt jeder solidarisch beteiligen. Teilt es gerne in allen Euch zur Verfügung stehenden Netzwerken.
Wenn sich gute Finanzierungsmöglichkeiten ergeben, soll das MO's sobald die aktuelle Gefahrenlage vorüber ist, wieder öffnen, das ist zumindest der Plan. Auch die treuen Stammgäste und Besucher von „Kult & Curry“ wünschen sich das.“

Wenn es aber zur Ausgangssperre kommt?
Ernste Miene bei Frank Walterschen, Bürobedarf. „Wir dürfen das Geschäft nur öffnen, weil wir den Paketshop haben. Vorher sprach ich mit dem Ordnungsamt. Antwort: Okay! Ich überlege, einen Lieferservice einzurichten; für Schulmaterial – beispielsweise für Schüler - dann die Sachen den Kunden bringen. In dem Zusammenhang wurde mir gesagt, dass nur eine gewisse Anzahl von Kunden das Geschäft betreten dürfen; Sicherheitsabstand gewahrt sein muss. Ich ferner auf regelmäßige Desinfektion zu achten habe.“ Er stockt: „Wenn es aber zur Ausgangssperre kommt? Dann erscheint keiner. Die Kosten laufen aber weiter.“
Vor inhabergeführten Geschäften sind die Sicherheitsgitter runter. So bei EP. Weiss. Zettel hängen: „Wegen Corona…“ Auch bei Eis Casal – kürzlich Menschenschlangen – nun Leere.

Wir sind alle auf die Solidarität unserer Kunden angewiesen
Zettel kleben auch bei über 40 Jahre Goldschmiede Schöne. Waltraud Schöne 1. Vorsitzende Arbeitskreis Unternehmerfrauen im Handwerk e.V. zum Stadtspiegel:„ Die Einzelhändler allgemein und die kleinen Geschäfte in Frohnhausen im Besonderen stehen vor großen Herausforderungen! Im Vordergrund muss natürlich die Gesundheit und die Sicherheit eines jeden Kunden und Mitarbeiter stehen! Darum war es richtig die Geschäfte zu schließen. Wir müssen es unbedingt schaffen die Kontakte unter den Mitbürgern wirksam zu reduzieren, damit wir eine Chance haben die stark angestiegene Ausbreitung des Virus einzudämmen! Wir können nur hoffen, dass alle Firmen diese schwere Zeit gut überstehen (evtl. auch mit staatlicher Hilfe)!Wenn die Geschäfte wieder geöffnet werden können, sind wir alle auf die Solidarität unserer Kunden angewiesen und hoffen mit ihrer aktiven Unterstützung gemeinsam einen Weg aus dieser Krise zu finden!“

Der Frohnhauser Sascha Keller hofft mit heißem Herzen: „Hoffentlich hat das Land genug Geld für die Einzelhändler – für Banken, Flüchtlinge war genug Kohle da. Wenn nicht, ist Frohnhausen tot!“

Autor:

Ingrid Schattberg aus Essen-West

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