Frohnhausen ist meine Welt

Lydia Sommer ist in Essen Werden aufgewachsen
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  • Lydia Sommer ist in Essen Werden aufgewachsen
  • Foto: Privatfoto Lydia Sommer
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Lydia Auguste Pauline Sommer, Bezirksvertreterin in Essen-West, stellt sich vor und gibt Einblicke in ihr Familienleben

„Ich liebe Frohnhausen heiß und innig“, erzählt Lydia Sommer, die in Werden geboren und aufgewachsen ist. „Als wir aus Werden wegzogen, habe ich gedacht, jetzt ziehe ich in die Großstadt. Aber ich habe nur das eine Dorf gegen das andere getauscht“, lacht die Bezirksvertreterin. Besonders gefallen ihr an Frohnhausen das Miteinander der Bewohner und der kommunikative Austausch. „Als wir noch auf der Hauptstraße gewohnt haben, hat mir das freundliche Guten Morgen oder das Winken der Nachbarn gefehlt, wenn man auf die Straße getreten ist“, erinnert sich die Ehefrau und Mutter. Jetzt wohnt sie wieder in einer ruhigeren Gegend und versteht sich mit der Hausgemeinschaft gut. Dies liegt zum Teil daran, dass die leidenschaftliche Bäckerin ihre selbstgebackenen Kuchen gerne mit den Nachbarn teilt. Früher habe sie regelmäßiger gebacken, am Wochenende teilweise zwei bis drei Kuchen. „Ein bisschen vermisse ich die Zeit, als hier am Wochenende mehr los war“, sagt die Essenerin. Doch mit ihrer Leidenschaft macht sie nicht nur der Familie und den Nachbarn eine Freude, sondern setzt diese auch ehrenamtlich für den Förderverein Achilles ein. An Weihnachten steuert sie zum Beispiel verschiedene Weihnachtsplätzchen und den traditionellen Weihnachtsstollen bei. Neben dem Backen kocht Lydia Sommer zudem gerne und experimentiert dabei mit frischen Kräutern, um den Gerichten einen besonderen Geschmack zu verleihen. Durch ihre vielen Aktivitäten in Frohnhausen spürt sie eine tiefe Verbundenheit mit dem Stadtteil. Hier habe sie dann auch ihren Mann kennengelernt und ihre Kinder großgezogen. „In Frohnhausen befindet sich mein Lebensinhalt“, sagt die stolze Mutter von zwei Kindern.

Für die Familie da sein

Für die Bezirksvertreterin war und ist es noch immer wichtig, für die Familie da zu sein. Sie selbst sei, als Älteste von vier Geschwistern, in einer Arbeiterfamilie großgeworden. Sie habe daher schon früh die Verantwortung für ihre kleineren Geschwister getragen. Auch für ihre eigenen Kinder wollte sie daher komplett da sein und zögerte daher nicht, ihren außergewöhnlichen Beruf als Bilderrahmenvergolderin niederzulegen. Mittlerweile sind beide Kinder erwachsen und gründen selbst eigene Familien. Die ältere Tochter (46) hat Lydia Sommer bereits einen Enkelsohn (14) geschenkt und ihr jüngerer Sohn (31) wird bald heiraten. Zu beiden Kindern hat die Mutter eine gute Beziehung und zieht aus dieser auch Motivation für ihr Engagement in der Politik. So kam sie durch ihren Sohn überhaupt erst in Kontakt mit der Politik. In der Frauenorganisation der SPD lernte sie dann für eine Sache zu kämpfen und sich mit der Psychologie der Menschen auseinanderzusetzen. Später wurde sie dann durch ihre Erfahrung als Mutter und Großmutter Kinder-und Jugendbeauftragte. „Viele Kinder haben heutzutage alles. Die Frage ist aber, ob es den Kindern gut geht“, meint die Bezirksvertreterin. In ihrer eigenen Erziehung, aber auch in vielen anderen Bereichen des Lebens, findet sie es wichtig, den Mittelweg zu finden.

Rentnerin mit Elan

Neben ihrem politischen Engagement ist Lydia Sommer auch sportlich noch aktiv. Jeden Montag geht sie zum Seniorentanz beim TV Holsterhausen. „Die Bewegung in der Gemeinschaft macht mir Spaß und hält körperlich und geistig fit“, sagt die aktive Rentnerin. Sie höre im Alltag immer Musik, gerne auch die modernen Lieder aus dem Radio. Nicht nur musikalisch interessiert sich die Bezirksvertreterin für die modernen Entwicklungen, sondern auch der technische Fortschritt ist ihr wichtig. Sowohl den Umgang mit dem Computer und ihrem Smartphone, als auch die Bildbearbeitung hat sie sich größtenteils selbst beigebracht. Etwas gemütlicher lässt es die Essenerin in ihren Urlauben auf Borkum angehen. Dort liest sie dann gerne einen Krimi oder entspannt bei einer Fahrradtour um die Insel. Mit Rückblick auf ihren Lebensverlauf kann Lydia Sommer heute sagen: „Ich bin zufrieden mit meinem Leben“.

Der West Anzeiger stellt in einer Serie die Mitglieder der Bezirksvertretung III Essen-West vor.
Im Rahmen der alle 5 Jahre stattfindenden Kommunalwahlen wird in jedem der 9 Essener Stadtbezirke eine Bezirksvertretung mit 19 Mitgliedern direkt von der Bürgerschaft gewählt. Vorsitzende bzw. Vorsitzender und gleichzeitig Repräsentant des Stadtbezirks ist die Bezirksbürgermeisterin bzw. der Bezirksbürgermeister. Beschlüsse der Bezirksvertretungen werden in öffentlicher Bezirksvertretungssitzung, an der jeder als Zuhörer/in teilnehmen kann, gefasst.

Autor:

Lara Wolff-Hagdon aus Essen-West

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