Linke gegen Tennisplatz in Kettwig

Die Ratsfraktion der Essener Linken hält den Widerstand der Interessensgemeinschaft Ickten gegen die Bebauung des ehemaligen Tennisplatzes an der Icktener Straßer für berechtigt. Die Linkspartei hat sich bereits in der Bezirksvertretung lX und im September im Rat der Stadt gegen die entsprechende Änderung im Regionalen Flächennutzungsplans ausgesprochen.

„Landschaftsschutzgebiete sollten nicht bebaut werden,“ so Ratsherr Wolfgang Freye. „Eine solche Bebauung geht überhaupt nur, wenn die Fläche als Landschaftsschutzgebiet entwidmet wird, genau darum geht es bei dem derzeit laufenden Verfahren zur Änderung des Regionalen Flächennutzungsplans."

Ein solcher Schritt macht jedoch bei der relativ kleinen Fläche an der Icktener Straße kaum Sinn, zumal die für eine Bebauung nötige Infrastruktur wie eine ausreichende Kanalisation erst geschaffen werden müsste. Der große Aufwand bei der Planung und der Bebauung stehe in keinem Verhältnis zum mageren Ergebnis von gerade einmal 25 Wohnungen. Da wäre es aus Sicht der Essener Linken besser, die momentan verwilderte Fläche richtig zu renaturieren, zumal die im Bebauungsplan vorgesehenen drei Gebäude völlig aus dem Rahmen der üblichen Bebauung an der Icktener Straße fallen und alles überragen würden.

Auch der Beirat der Unteren Landschaftsschutzbehörde hat sich gegen die Herausnahme der Fläche aus dem Landschaftsschutzgebiet ausgesprochen. Zu der Änderung des regionalen Flächennutzungsplans gibt es für alle Bürgerinnen und Bürger noch die Möglichkeit, Einsprüche geltend zu machen. Das ist im Zeitraum vom 3. Dezember 2018 bis zum 3. Januar 2019 möglich.

„Auch der Bebauungsplan ist noch nicht verabschiedet. Die schon erhobenen Einsprüche der Einwände der Bebauungsgegner werden im laufenden Bebauungsplanverfahren behandelt und Planungsausschuss und Rat können die Vorlage auch ablehnen,“ so Wolfgang Freye abschließend.

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